Wir holen alles nach, Kapitel 18 Von Martina Borger

Das Gespräch war in Sinas Mittagspause, sie hat danach noch zwei Stunden versucht zu arbeiten und sich dann krankgemeldet, Migräne, sie hat wirklich Kopfschmerzen, es war also nicht ganz geschwindelt.

H. C. hat ihre Erklärung ohne die sonst übliche genervte Miene zur Kenntnis genommen; seit er ihnen allen den Verkauf der Agentur verkündet hat, ist er ungewohnt freundlich und nachgiebig, sie vermutet darin die Nachwehen eines schlechten Gewissens, das sogar einer wie er hat, wenn er siebzehn Leute quasi auf die Strasse setzt.

Sie will unbedingt zu Hause sein, wenn Elvis aus dem Hort kommt. Der Zeitpunkt ist günstig, Torsten ist wieder beim Squash. Auf dem Heimweg kauft sie seine Lieblingspizza und einen Becher von dem teuren Eis, das er so mag. Sie tarnt ihre Absicht eines ernsthaften Gespräches mit einem gemütlichen Mutter-Sohn-Abend, was für ein beschissenes Manöver. Aber sie muss sich von ihm ihre feste Überzeugung, dass alles ein absurder Irrtum ist, bestätigen lassen. Es kann gar nicht anders sein.

Sie hat niemandem etwas von dem Termin mit der Jugendamtstante erzählt, auch Torsten nicht. Sie wusste ja bis heute Mittag nicht mal, worum es ging. Sie hatte natürlich gefragt, aber die Frau erklärte, es sei keine Sache, die sich am Telefon besprechen liesse. Sie hatte dann überlegt, Elvis zu fragen; hatte es in der Schule Ärger gegeben? Eine Streiterei, Geschubse, hatte er jemanden angegriffen, vielleicht nur verbal? Kaum vorstellbar, so ein Kind ist er nicht. Außerdem hätte dann doch die Klassenlehrerin, diese Frau Graml, bei ihr angerufen, oder? Hinter einem Gespräch beim Jugendamt musste mehr stecken. Konnte es mit David zu tun haben? Hatte er sie in irgendeiner Form angeschwärzt? Oder gar das gemeinsame Sorgerecht beantragt? Nein, unmöglich, David hat viele Fehler, aber er ist nicht heimtückisch, kein Intrigant. Wie auch immer, sie wollte erst den Termin abwarten, bevor sie Torsten davon erzählte. Oder Elvis.

Die Frau vom Jugendamt hatte sich nett gegeben, fast schon herzlich. Eine inoffizielle Unterhaltung, vorerst, sie wolle Sina erst einmal kennenlernen. Nach einigem Geplänkel über das Wetter, das jetzt doch umgeschlagen war, aber die Natur brauche ja dringend Regen, und Fragen nach Sinas Urlaub war die Tante endlich rausgerückt mit ihrem Anliegen: Zwei von Elvis’ Lehrern und noch mindestens eine weitere Person glaubten, dass ihr Sohn misshandelt werde. Und hatten das Jugendamt verständigt. Das in so einem Fall natürlich aktiv werden müsse.

Sie hatte erst nur dagesessen und zugehört. Die Hitze war ihr von der Brust über den Hals in die Wangen gestiegen, bestimmt war ihr Gesicht ganz rot, als sei sie bei einer Lüge ertappt worden. Sie hatte sich geschämt vor dieser Frau. Dass sie hier überhaupt sass, einbestellt und in die Mangel genommen. Dass man auf sie aufmerksam geworden war. Dass sie zu den Menschen gehört, die man beobachten muss. Dann hatte sich Wut in ihr aufgebaut.

«Ich hab noch nie die Hand gegen meinen Sohn erhoben», hatte sie gesagt, «und wer etwas anderes behauptet, lügt. Wer sind diese Leute, von denen Sie reden?»
«Das tut nichts zur Sache.» Die Frau hatte die zwei Aktendeckel, die vor ihr auf dem Schreibtisch lagen, exakt aufeinandergeschoben, sie hatte perfekt lackierte Fingernägel, bestimmt ging sie regelmässig zur Maniküre, wann schafften andere Frauen das.
«Find ich schon.» Sina hatte sich bemüht, ruhig zu sprechen; wenn sie Erregung zeigte, war das für die Tante doch nur ein weiteres Indiz für ihre
Schuld. «Wenn den Lehrern etwas aufgefallen ist, hätten sie doch mit mir reden können.»
Bei dem Wort aufgefallen hatte sie die Anführungszeichen mitgesprochen. «Ich war bestimmt drei-, viermal in der Sprechstunde im letzten Schuljahr, da wäre doch Gelegenheit gewesen.»
«Das ist für Sie sicher nicht leicht zu verstehen.» Die Frau hatte gelächelt, überhaupt lächelte sie sehr viel. Und bei allem, was Sina gesagt hatte, hatte sie genickt, vermutlich wollte sie Vertrauen aufbauen, so was lernten die bestimmt in ihrer Ausbildung, «aber für die Lehrer ist das auch nicht leicht. Sie wollen ja niemanden falsch verdächtigen, andererseits aber auch die Kinder schützen.»

«Mein Sohn muss nicht geschützt werden», hatte Sina gesagt, es klang in ihren eigenen Ohren trotzig, nicht wirklich überzeugend. «Es geht ihm gut.»
«Im Übrigen» – die Frau beugte sich jetzt etwas vor, näher zu Sina hin – «sind das veränderte Verhalten Ihres Sohnes und seine Verletzungen erst in jüngster Zeit aufgefallen, seit Juni oder Juli.»
Sina hatte natürlich sofort verstanden, was das bedeutete, ihr war noch heisser geworden.
«Hat es in dieser Zeit Veränderungen im familiären Umfeld gegeben?»
«Eigentlich nicht.» War das klug? Sich dumm zu stellen? Oder eher ein erneutes Zeichen von Schuld?

«Nein?»
Sina hatte geschluckt, ihr Mund war plötzlich völlig trocken.
«Das Einzige … Mein Partner ist bei uns eingezogen. Im Mai. Aber Elvis kannte ihn natürlich schon vorher.»
Die Frau hatte sich noch ein kleines Stück weiter zu ihr geneigt. Erwartete die jetzt ein Geständnis, oder was?
«Sie glauben doch nicht ernsthaft … » Sie hatte es nicht aussprechen können.
«Ich glaube gar nichts, Frau Poschmann. Ich kenne Ihren Lebensgefährten ja nicht. Ich weiss nicht, wie das Verhältnis zwischen ihm und Ihrem Sohn ist.»
«Gut», hatte sie gesagt, obwohl ihr ein Gedanke gekommen war, eine Erinnerung, die sie noch zurückdrängte. Nachher, sie würde sie nachher zulassen, jetzt musste sie einen kühlen Kopf bewahren.
«Sie verstehen sich gut, wirklich. Torsten kümmert sich viel um Elvis. Und er ist sehr geduldig.»
«Braucht er das denn, Geduld?»
Verdammt, was auch immer sie sagte, es klang falsch, zu bemüht. Sie musste sich lockerer machen.
«Braucht das nicht jeder, mit Kindern? Ab und zu?»

Die Frau hatte sich wieder ein Stück zurückgelehnt. «Sie können sich also nicht vorstellen, dass es Konflikte gibt zwischen den beiden?»
«Nein. Beim besten Willen nicht. Für Torsten leg ich meine Hand ins Feuer. Er würde Elvis niemals etwas tun.»
«Gut.» Die Frau hatte sich eine kurze Notiz auf ihrem Block gemacht, so was wie Mutter ahnungslos? Naiv? Dumm? Schützt den Lebensgefährten? Vermutlich hatte sie schon hundertmal mit solchen Fällen zu tun gehabt, kannte alle Schwüre, alle Beteuerungen, alle Ausreden.
«Wären Sie denn einverstanden, wenn ein Arzt Ihren Sohn untersuchen würde?»
Sie glaubte ihr nicht, war ja klar eigentlich, wieso sollte sie auch. Jetzt ging es um Beweise.
«Ja», hatte Sina gesagt, und ein Brennen war ihre Kehle hochgestiegen, «bin ich. War’s das?»

Sie studiert die Backanleitung der Pizza und schaltet den Ofen ein. Elvis muss jeden Moment nach Hause kommen, er ist nach dem Hort noch in die Tierhandlung in der Nähe seiner Schule gegangen, sie hat es ihm heute Morgen erlaubt. Er wollte gerne alleine dorthin, weil sie beim Einkaufen immer ungeduldig ist, ihn zu Entscheidungen drängt. Und er wird sicher lange überlegen, welches Geschirr er für Fritzi kauft, welche Leine, welches Körbchen.

David hat ihm zweihundert Euro geschenkt für die Erstausstattung, nachdem ihm Elvis bestimmt eine Viertelstunde lang am Telefon von dem Hund vorgeschwärmt hatte. Sie hat sich für Elvis gefreut über diese Grosszügigkeit, auch wenn sie weiss, dass David damit wieder nur sein schlechtes Gewissen beruhigt, aber ihr nutzt dieses Geschenk auch. Sie muss im Augenblick ihr Geld zusammenhalten. Eigentlich ist die Anschaffung des Hundes überhaupt Wahnsinn in ihrer momentanen Situation, aber sie kann nicht mehr zurück und will es auch gar nicht. So glücklich, so voller Hoffnung, so erwartungsvoll hat sie Elvis schon lange nicht mehr erlebt, all seine Gedanken kreisen um Fritzi und die Zukunft mit ihm. Endlich kann er sich auf etwas freuen.

Auf der Fahrt mit der U-Bahn zurück in die Agentur heute Mittag hat sie über das Gespräch mit Ellen damals nach Elvis’ Zeltausflug nachgedacht, das ihr schon während des Termins mit der Jugendamtstante durch den Kopf geschossen war. Sie hat die Unterhaltung von damals nur verdrängt, nicht vergessen, ebenso wenig wie die Tatsache, dass sie seither reservierter Ellen gegenüber ist. Dabei hat Ellen die Frage, ob etwas passiert sei auf dem Campingausflug von Torsten und Elvis, weil Elvis blaue Flecken habe, vielleicht ja ganz arglos gemeint, und Sinas Vermutung, sie habe Torsten etwas unterstellen wollen, ist völlig absurd.

Sie hat danach erst mit Elvis gesprochen und dann mit Torsten, daran erinnert sie sich noch gut. Natürlich ohne die blauen Flecken zu erwähnen. Und beide haben übereinstimmend gesagt, dass der Ausflug schön gewesen sei, laut Torsten sogar harmonisch. Sie war froh darüber, das weiss sie auch noch, die beiden wichtigsten Menschen in ihrem Leben schienen einander näherzukommen. Aber woran sie sich auch noch erinnert, ist der Hauch von Nervosität, den sie bei Torsten zu bemerken glaubte. Oder hat sie sich den nur eingebildet?

Die Pizza ist fast fertig, als Elvis kommt, wird aber doch kalt, weil Sina erst ausgiebig Elvis’ Einkäufe bewundern muss, vorher ist an Essen nicht zu denken. Er hat ein kleines rotes Geschirr aus Nylon gekauft, «das kann man verstellen, guck! Und waschen auch!», dazu eine Leine in der gleichen Farbe. Außerdem ein gepolstertes Bettchen aus hellem Plüsch, zwei Näpfe, einen für Futter, einen für Wasser, Trockenfutter, einen befüllbaren Ball zum Spielen, drei verschiedene Sorten Leckerli, zwei Rollen Tüten zum Aufsammeln der grossen Geschäfte und einen kleinen Dinosaurier, «er braucht doch auch ein Kuscheltier», sagt Elvis.

Eine Verkäuferin immLaden hat ihn wohl sehr nett beraten und ihm am Ende einen kleinen Kauknochen geschenkt, «das ist gut zum Stressabbauen, hat sie gesagt». Er hat von Davids Geld sogar noch fünfundfünfzig Euro übrig, «davon kauf ich dann wieder Futter», sagt er, «dann musst du nichts bezahlen erst mal». Seine Wangen glühen vor Aufregung und Freude, das Bettchen stellt er gleich neben seins, «er darf doch bei mir im Zimmer schlafen, oder?»
«Natürlich», sagt Sina, «du bist sein Herrchen. Er will bestimmt immer in deiner Nähe sein. Aber jetzt essen wir, ja?»

Wahrscheinlich hätte sie ihm auch einen gebratenen Pappkarton servieren können, er merkt gar nicht, was er isst, vor Aufregung. Als sie ihn mit dem Eis überrascht, wirft er sich plötzlich überschwenglich in ihre Arme. «Danke, danke! Vor allem, dass du mir Fritzi geschenkt hast!»
«Hab ich gern gemacht», sagt sie. Und weil es sich gerade so gut ergibt: «Er ist aber von uns beiden, Torsten hat auch die Hälfte dazugegeben.»
µIch weiss. Ich sag ihm auch noch mal danke später.» Er schaufelt das Eis in sich hinein und schaltet dabei sein Handy ein. Auf dem Display das neueste Foto von Fritzi, man sieht nur Schwarz und ein bisschen Weiss von einem Auge.
«Torsten weiss, dass du dich sehr gefreut hast.»

Er schaut auf, mit leuchtenden Augen. «Fritzi ist das aller-, aller-, allerbeste Geschenk der Welt! Nur noch drei Tage, dann holen wir ihn.»
«Genau», Sina muss das Thema wieder von dem Hund weglenken. «Das machen wir alle drei zusammen, du, ich und Torsten. Du magst Torsten, oder?» Die Überleitung ist nicht sehr elegant, aber sie kann nicht mehr warten.
«Hm.» Er betrachtet verliebt das Fritzi-Bild, hat er die Frage überhaupt gehört?
«Habt ihr auch manchmal Streit? Wenn ich nicht da bin?» Sie schlägt einen leichten Ton an und greift nach den Pizzatellern.
«Nein. Nur …»
«Ja?»
«Na ja, neulich war er sauer.»
«Warum?«
»Weil ich immer so die Türen knalle, weisst du doch.»
Sie atmet aus, merkt erst jetzt, dass sie die Luft angehalten hat. «Stimmt. Aber er war nicht richtig böse, oder?»
«Nicht so schlimm. Ich pass jetzt auch immer auf. Also, meistens.»
«Und sonst?» Sie trägt die Teller zur Spülmaschine, bleibt davor stehen. Vielleicht fällt es ihm leichter, wenn sie ihm den Rücken zudreht.

«Was?»
«Ist er nie sauer? So richtig?»
«Eigentlich nicht.»
Sie könnte es jetzt auf sich beruhen lassen, sie weiss, dass nichts mehr kommt, so gut kennt sie ihren Sohn, aber eins muss sie noch wissen. «Und als ihr damals beim Campen wart, in den Ferien …«
«An der Isar? Mit dem Zelt?»
«Genau. Habt ihr da Knatsch gehabt?»
Es dauert ein paar quälende Sekunden, bis er antwortet. «Wieso?» Er klingt zögerlich, vorsichtig.
«Ich frag nur.» Jetzt dreht sie sich doch wieder zu ihm um. Sie sieht sofort, dass sie einen Nerv getroffen hat. Seine Lippen zittern leicht. Sie fühlt, wie sich ihr Magen hebt. Nein, denkt sie, nein, bitte nicht! Dass er dich anschnauzt wegen Türenknallen ist okay, aber mehr darf nicht passiert sein. Torsten würde doch nicht … Niemals …
Sie geht zu ihm und vor ihm in die Hocke. Sie nimmt seine Hände, die überraschend gross geworden sind in den letzten Monaten. Sie fühlen sich warm an, ein bisschen feucht.
«Elvis … du kannst mir alles sagen, das weisst du, oder? Egal, was ist.»
Er nickt, weicht ihrem Blick aber aus. Sie kann sehen, dass er den Tränen nahe ist.
«Ich bin nicht sauer oder enttäuscht oder traurig. Ich versprech’s dir, hoch und heilig. Aber du musst mit mir reden.»

Wieder das Nicken mit gesenktem Kopf. Sie lässt seine Hände los und legt ihre um sein Gesicht. Noch immer sieht er sie nicht an, seine Wimpern zittern.
«Was ist passiert damals beim Zelten?» Sie fragt es so sanft wie möglich, aber dass ihre Stimme bricht, kann sie nicht verhindern. Er murmelt etwas.
«Was hast du gesagt, mein Schatz? Ich hab dich nicht verstanden.»
«Ich kann nicht.»
«Du kannst es mir nicht sagen?»
Nicken. Sina spürt etwas Saures ihre Kehle hochsteigen, sie hat von der Pizza doch kaum etwas gegessen und mittags auch nichts.
«Und warum nicht?»
«Weil ich’s versprochen hab.»
«Wem hast du es versprochen? Torsten?»
«Ja.»

«Aber was? Elvis, bitte! Sag’s mir! Was ist passiert!» Jetzt klingt sie hysterisch, sie hört es selbst. Er wirft den Kopf zurück, schüttelt ihre Hände ab, springt auf. «Nein! Ich hab’s versprochen! Und du sagst selber immer, was man versprochen hat, muss man auch halten!»
Er rennt aus der Küche. Sina will aufstehen, sie versucht, sich am Tisch hochzuziehen, aber sie schafft es nicht. Stattdessen lässt sie sich auf den Fussboden sinken. Sie zieht die Knie an, legt den Kopf darauf, versucht, die Übelkeit zurückzudrängen. Atmen, ruhig werden, nachdenken. Es muss eine andere Erklärung geben als die eine, an die sie nicht glauben will, nicht glauben kann. Es muss einfach.

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Martina Borger

Wurde 1956 geboren und arbeitete als Journalistin, Dramaturgin und Filmkritikerin, bevor sie sich aufs Drehbuchschreiben verlegte. Sie hat bei mehreren Serien als Storylinerin und Chef-Autorin gearbeitet. Gemeinsam mit Maria Elisabeth Straub veröffentlichte sie 2001 ihren ersten Roman «Katzenzungen», dem «Kleine Schwester» (2002), «Im Gehege» (2004) und «Sommer mit Emma» (2009) folgten. Ohne Co-Autorin erschien 2007 ihr Roman «Lieber Luca». Martina Borger lebt in München.


Martina Borger, «Wir holen alles nach», Roman, Diogenes

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120 / 20 / 44 / 1; ISBN 978 3 257 07130 6