BRI? Body-Roundness-Index!
Der BRI verspricht eine aussagekräftigere Einschätzung von Gesundheitsrisiken als der BMI. Statt mit dem Gewicht rechnet er mit dem Taillenumfang.
Der «Body-Roundness-Index», abgekürzt BRI, bewertet die Körperform anhand von Körpergrösse und Taillenumfang. Die von der Mathematikerin Diana Thomas entwickelte Formel misst, wie «rund» ein Körper ist. Höhere Werte deuten auf mehr Bauchfett und damit auf Risiken wie Herzkrankheiten oder Diabetes hin. Denn die Fettverteilung im Bauchbereich spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit.
Im Unterschied zum BRI rechnet der Body-Mass-Index BMI mit dem Gewicht statt mit dem Taillenumfang und vernachlässigt damit wichtige Faktoren wie Fettverteilung und Muskelmasse. Dies kann zu Fehleinschätzungen führen, wenn etwa durchtrainierte Menschen mit einem hohen Anteil an schwerer Muskelmasse dasselbe BMI-Resultat erzielen wie Personen mit wenig Muskeln aber einem hohen Körperfettanteil.
Da sich Körperform und Fettverteilung im Lauf des Lebens verändern, variiert der BRI nach Alter und Geschlecht. Werte über 5 deuten auf erhöhtes Gesundheitsrisiko hin. Es gelten folgende Durchschnittswerte.
Frauen:
- 18–29 Jahre: 2,61 ± 0,89
- 30–39 Jahre: 3,13 ± 1,12
- 40–49 Jahre: 3,67 ± 1,30
- 50–59 Jahre: 4,25 ± 1,40
- 60–69 Jahre: 4,61 ± 1,46
- Ab 70 Jahren: 4,71 ± 1,51
Männer:
- 18–29 Jahre: 2,91 ± 0,98
- 30–39 Jahre: 3,54 ± 1,12
- 40–49 Jahre: 3,92 ± 1,18
- 50–59 Jahre: 4,21 ± 1,23
- 60–69 Jahre: 4,35 ± 1,25
- Ab 70 Jahren: 4,31 ± 1,27
Sollte der BRI-Wert ausserhalb des Normalbereichs liegen, kann eine persönliche Beratung durch eine Fachperson helfen, die Ergebnisse besser einzuordnen und Massnahmen zu treffen.
Zur Berechnung des Body-Roundness-Index benötigt der BRI-Rechner die Körpergrösse und den Taillenumfang in Zentimetern. Die Taille wird an der schmalsten Stelle zwischen den Rippen und den Hüften gemessen, in der Regel auf Bauchnabelhöhe. Wichtig ist, bei der Messung aufrecht zu stehen und natürlich auszuatmen, ohne den Bauch einzuziehen.
Zum BRI-Rechner des Universitätsspitals Zürich
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