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Sommerhitze: Kleine Handlung, grosse Hilfe

Immer wärmere Sommermonate und anhaltende Dürreperioden belasten nicht nur viele Menschen, sondern stellen auch Tiere vor grosse Herausforderungen. Doch schon kleine Handlungen können viel bewirken.

Wird etwa Wasser im Garten am Boden angeboten, kann dies für Vögel, Insekten und Igel lebensrettend sein. Wichtig ist ein möglichst flaches Gefäss mit Steinen als Lande- und Ausstiegshilfe für Kleintiere. Besonders hilfreich für Wildtiere sind zudem naturnah gestaltete Gärten mit trockenen Unterschlupfmöglichkeiten wie Ast- oder Laubhaufen. Sie fördern die Artenvielfalt und verbessern das Nahrungsangebot für Vögel und Igel.

Domestizierte Tiere können sich im Gegensatz zu Wildtieren nur begrenzt an Hitze anpassen. Bei längerer Haltung im Freien besteht deshalb die Gefahr, dass die Anpassungsfähigkeit von Rindern, Schafen oder Pferden überfordert wird. Tierhaltende sind aber von Gesetzes wegen verpflichtet, ihre Tiere vor extremer Witterung zu schützen. Tiere, die ständig im Freien gehalten werden, benötigen bei grosser Hitze, Trockenheit oder Nässe in Kombination mit Wind zwingend einen geeigneten natürlichen oder künstlichen Unterstand mit trockenem Liegeplatz. Entscheidend ist dabei, dass jedes Tier jederzeit sofort Schutz findet.

Notfalls Meldung beim Veterinäramt

Wer beobachtet, dass Tiere trotz länger andauernder extremer Witterung nicht eingestallt werden, sollte dies dem zuständigen kantonalen Veterinärdienst melden. Dieser kann die Haltung überprüfen und nötigenfalls Massnahmen anordnen.

Auch Hunde sollten bei hohen Temperaturen tagsüber keinen grossen Anstrengungen ausgesetzt werden. Besonders kurznasige Rassen wie Bulldoggen oder Möpse neigen rasch zu Überhitzung, doch auch andere Hunde riskieren einen Hitzschlag infolge Überanstrengung. Spaziergänge sollten deshalb auf kühlere Tageszeiten sowie schattige Wege und Wiesen verlegt werden.

Hunde dürfen zudem keinesfalls im Auto zurückgelassen werden. Selbst an bewölkten, aber schwülen Tagen steigt die Temperatur im Fahrzeuginnern stark an. Auch ein leicht geöffnetes Fenster genügt nicht, da der notwendige Wärmeaustausch durch Hecheln beeinträchtigt wird. Dies kann zu erheblichem Stress und im schlimmsten Fall zum Hitzetod infolge eines Kreislaufzusammenbruchs führen.


Tier im Recht (TIR) – Antworten von Experten

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Beitrag vom 28.05.2026
Michelle Richner

Dr. iur., rechtswissenschaftliche Mitarbeiterin Stiftung für das Tier im Recht (TIR), © zVg

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