© BirdLife Schweiz

Gartenvögel beobachten, zählen und melden

Wenn es draussen wieder zwitschert, trällert und pfeift, ist es Zeit für eine neue Bestandesaufnahme. Machen Sie mit bei der «Stunde der Gartenvögel» und zählen Sie vom 7. bis 11. Mai 2025 die gefiederten Musikantinnen in ihrem Umfeld täglich 60 Minuten lang.

Wie geht es den Vögeln in der Schweiz? Welche Arten leben in unserer Umgebung – in den Gärten, rund ums Haus und in den Parks? Welche Lebensräume sind für die Vögel besonders wichtig? Welche Arten kommen bei uns zahlreich vor, welche werden seltener oder sind gar gefährdet, weil ihr Lebensraum und somit auch ihre Nahrung (meist Insekten) schwindet oder gar zerstört wird? Welche Vögel kommen früher aus dem Süden zurück und welche ziehen im Herbst gar nicht mehr weg?

Alles spannende Fragestellungen, auf die mit der «Stunde der Gartenvögel» Antworten gefunden werden sollen. Auch dieses Jahr lädt die Naturschutzorganisation Birdlife Schweiz deshalb Alt und Jung, Klein und Gross ein, an der nationalen Zählaktion teilzunehmen. 

Ein singendes Rotkehlchen auf einem Zweig vor blauem Himmel

Lernen Sie mit bird-song.ch den Gesang des Rotkehlchens und vieler weiterer Arten kennen.
© Marcel Burkhardt

Damit man die Vogelstimmen einordnen und erkennen kann, ist es hilfreich, vorher etwas zu üben. Dafür eignet sich beispielsweise vogelwarte.ch oder bird-song.ch. Dort können die Stimmen mittels Übungen auf spielerische Art und Weise erlernt werden: einzeln (Stimmen solo), gruppiert nach Vorkommen (Lebensraum), zusammen mit anderen Stimmen (Vogelchor) oder mit Eselsbrücken (Merksprüche). Pünktlich zur Vogelzählung wird auf der Plattform bird-song.ch zudem ein Quiz mit den häufigsten Arten des Siedlungsraums aufgeschaltet.

Mitmachen ist eigentlich einfach. Es reicht, wenn Sie sich zwischen dem 7. und 11. Mai eine Stunde lang in den Garten, vor das Haus oder in einen nahen Park setzen und die geflügelten Sängerinnen im Auge haben. Dabei soll möglichst jede Vogelart gezählt, aber Doppelerwähnungen vermieden werden. Melden kann man die Ergebnisse via Internet oder App. Unter allen Teilnehmenden verlost BirdLife einen Feldstecher CL Companion im Wert CHF Fr. 1390.– und einen Kinderfeldstecher im Wert von CHF 480.–.

Detailformationen zur Vorbereitung, eine einfache Zählanleitung und das Meldeformular gibts unter birdlife.ch/gartenvoegel. Dort findet man auch eine einfache Zählanleitung und natürlich das Meldeformular. Melden kann man seine Beobachtungen auch via App «Vogelführer BirdLife Schweiz».

Was man selber tun kann

Auch in der eigenen Umgebung kann man mit einheimischen Bäumen und Sträuchern, Blumenwiesen, unversiegelten Flächen und einer naturnahen Pflege artenreiche Räume schaffen, die Gartenvögeln und ihrer Hauptnahrungsquelle – den Insekten – eine Lebensgrundlage bieten. Wie man dies bewerkstelligt, erfährt man u.a. auf birdlife.ch/garten. Dort sind u.a. zahlreiche Anleitungen und Informationen zur Naturförderung rund um das Haus aufgeschaltet. Infos gibts auch auf vogelwarte.ch


Mehr zu Rotkehlchen, Stieglitz oder Elster

Beitrag vom 15.04.2025

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Das könnte sie auch interessieren

Tiere

Igel sind wieder unterwegs

Wer tagsüber einen Igel antrifft, sollte aufmerksam sein, denn dieses Tier braucht allenfalls professionelle Hilfe, um zu überleben.

Tiere

Wann wird ein Tierhalteverbot ausgesprochen?

Ein Tierhalteverbot ist eine der strengsten verwaltungsrechtlichen Massnahmen im Tierschutz. Damit soll sichergestellt werden, dass sich Personen, die offensichtlich nicht in der Lage sind, sich angemessen um Tiere zu kümmern, keine Tiere mehr anschaffen können.

Tiere

Gilt das Tierschutzrecht für alle Tiere?

Gilt das Tierschutzrecht für alle Tiere? Informieren Sie sich über den rechtlichen und ethischen Schutz tierischen Lebens in der Schweiz.

Tiere

Qualzucht: Wenn Ästhetik über dem Wohl der Tiere steht

Seit vielen Jahren werden Heimtierrassen zu Liebhaberzwecken gezielt züchterisch verändert. Das Wohl der Tiere rückt dabei leider häufig in den Hintergrund.