Sommer Olé! Unsere Ausflugstipps

Mit sechs Freizeitvorschlägen läuten wir den Sommer ein und entführen Sie in ein Kinderparadies, einen Tessiner Wunderwald, ein Rheinbijou, eine Seeperle, eine Limmattal-Wanderung und eine Hitzeflucht in der Schlucht.

Texte: Fabian Rottmeier

© Switzerland Tourism/Jonathan Ducrest

Eglisau, der Zürcher Rheintipp

Manchmal geht fast ein wenig vergessen, dass der Rhein für einige Kilometer auch durch den Kanton Zürich fliesst. Und dabei ein regelrechtes Bijou passiert: das Landstädtchen Eglisau, das ganz einfach per S-Bahn zu erreichen ist. Noch schöner ist die Anreise zu Wasser mit der Schifffahrtsgesellschaft Züri-Rhy, deren Boote in den Sommermonaten werktags zwischen Rüdlingen und Eglisau fahren – und an Sonn- und Feiertagen sogar von Ellikon nach Eglisau (den Fahrplan finden Sie hier). Die drei mittelalterlichen Häuserzeilen von Eglisau gehören zu den 1200 wertvollsten Ortsbildern der Schweiz, die vom Bundesamt für Kultur als schützenswert eingestuft worden sind. Eingebettet zwischen Rebhang und Rheinufer lässt es sich hier bestens verweilen, etwa in der «Vivi Kola Bar» am Fluss. Schliesslich kommt die Schweizer Antwort auf Coca Cola aus … Eglisau.

Mehr Infos und Fotos zu Eglisau finden Sie hier.

© Solothurn Tourismus/ Henry Oehrli

Die kleine Seeperle

Ein Ausflug, der ein «Restaurant Seeblick» beinhaltet, kann im Sommer nie verkehrt sein. Keine Reise an den Boden- oder Vierwaldstättersee wird hier jedoch empfohlen, sondern zum feinen Burgäschisee, der nicht nur besagte Gaststätte (mit Zimmer) aufweist, sondern auch ein Strandbad und einen Ruderbootsverleih. Obwohl er bloss 600 Meter lang und 500 Meter breit ist, liegt das Naturparadies in zwei Kantonen. Ein Drittel der Seefläche befindet sich im Kanton Bern, der Rest im Kanton Solothurn. Wer also einen interkantonalen «Schwumm» machen will, der möglichst wenig Kondition erfordert, ist hier goldrichtig.

Weitere Infos zum «Äschisee», wie man ihn vor Ort oft nennt, finden Sie hier.

© Schweiz Tourismus

Bei Hitze – ab in die Nozonschlucht

An Hitzetagen sei Ihnen eine Reise in den Waadtländer Jura ans Herz gelegt: In der Deutschschweiz (noch?) wenig bekannt, lohnt sich nicht nur ein Abstecher ins mittelalterliche Romainmôtier oberhalb von Yverdon-les-Bains und Orbe, sondern auch in die schattenreiche, unberührte Nozonschlucht (Gorges de Nozon). Die Highlights: Wasserfälle, mit Moos überwachsene Steine, Stromschnellen und stille Bächlein. Die konditionell mittelschwere Wanderung dauert rund drei Stunden und endet im Dorf La Sarraz.

Anreise per ÖV oder Auto bis Croy-Romainmôntier. Weitere Infos finden Sie hier und hier.

© herisau-sedel.ch

Mit den Enkelkindern nach Herisau

Es muss nicht immer gleich der Europapark sein. Den Kleinen genügen manchmal auch eine Rutsche, ein grosses Hamsterrad (für Kinder) oder eine Schaukel. Zudem steht im «Kinderparadies Sedel» in Herisau laut Betreibern der «freundlichste Kübel der Schweiz»: Ein Zwerg, der sich seit Jahrzehnten für jedes eingeworfene Abfallstück bedankt. Der Eintritt ist frei, einige der Attraktionen für Kinder im Alter von zwei bis zwölf Jahren kosten je zwei Franken. Dazu gehören etwa das Sedel-Zügli, die Hydraulikbagger, das Wasserspiel oder die drei Karussells. Die Anlage liegt auf 870 Meter über Meer und bietet einen Blick in den Kanton Thurgau, die Stadt St. Gallen und den Bodensee. Verpflegen kann man sich im dazugehörenden Restaurant, dessen Gartenwirtschaft  Raum für 300 Personen bietet. Ob soviel Platz wäre wohl sogar der Zwerg sprachlos.

Restaurant und Kinderparadies Sedel, Herisau, geöffnet von Mai bis Ende Oktober, jeweils mittwochs bis sonntags, Infos: herisau-sedel.ch, Telefon 071 351 16 74

© Patriziato di Lodano

Tessiner Weltnaturerbe

55 Prozent des Kantons Tessin ist mit Wäldern bedeckt. Der italienischsprachige Kanton gehört damit zu den waldreichsten des Landes. Die Einzigartigkeit mancher Wälder hat im vergangenen Jahr auch die Unesco gewürdigt: So ist ein Waldreservat im Valle di Lodano Teil des Weltnaturerbes geworden. Das Tal liegt etwa 15 Kilometer von Locarno entfernt und grenzt ans viel bekanntere Maggiatal. Die Wälder von Lodano sind artenreich: Hier wachsen Kastanienbäume, Birken, Winterlinden, Traubeneichen, Buchen, Weisstannen, Lärchen und Rottannen. Bis heute wurden insgesamt 680 Pflanzenarten erfasst. Das Tal muss man sich zu Fuss «verdienen». Vier Wanderwege, die in ein oder zwei Tagen zu meistern sind, stehen zur Auswahl. Alle Angaben zu den ausgeschilderten Routen lesen Sie hier. Wer sich mehr für die Geschichte des Valle di Lodano interessiert, erfährt hier viel Wissenswertes über das magische Tal.

Weitere allgemeine Infos lesen Sie hier und hier.

© shutterstock

Über dem Limmattal

Stellenweise ist die Landschaft auf und um den Heitersberg erstaunlich ländlich. Überraschend deshalb, weil der Ort nur wenige Kilometer  von den Gemeinden wie Spreitenbach oder Dietikon trennt – die nun wahrlich nicht für Naturverbundenheit stehen. 787 Meter hoch ist der Heitersberg, der mit dem gleichnamigen Restaurant sowie dem nahegelegenen Restaurant Rüsler zwei schöne Rastplätze bietet. Beide liegen am Wanderweg, der über den Kamm des Heiterbergs nach Dietikon, Bergdietikon oder Widen führt und von Baden, Wettingen oder Neuenhof gestartet werden kann. Wer über die ganze Länge von Baden nach Dietikon wandert, muss mit fünfeinhalb Stunden Gehzeit rechnen. Schönes Bijou entlang der Route über Dietikon: der Weiher Egelsee samt Grillplatz.

Wanderinfos:

Beitrag vom 14.06.2022

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