Gratis durch Basel

Von wegen, die Schweiz ist so teuer. In unserer Serie «Gratis durch…» präsentieren wir Ihnen kostenlose Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die Laune machen und das Portemonnaie schonen. Heute in der Kulturhaupstadt Basel.

Zusammengestellt von Jessica Prinz

1. Geführte Spaziergänge durch die Altstadt

Über das historische Zentrum Basels gibt es viele Geschichten zu erzählen. Dank der Audio-Rundgänge von Basel Tourismus kann man diese im eigenen Tempo erleben. Zur Auswahl stehen fünf Touren, die jeweils am Marktplatz (Ecke Freiestrasse) beginnen und enden und zwischen 30 und 90 Minuten dauern. Die Touren, die zu den grossen Museen und zu attraktiven Plätze führen, sind fünf berühmten Männern gewidmet: dem Humanisten Erasmus von Rotterdam, Naturheillehrer Paracelsus, Maler Hans Holbein, Kulturhistoriker Jacob Burckhardt und dem humanistischen Gelehrten Thomas Platter. 

Auf Hinweisschildern ist der Weg gekennzeichnet, alternativ kann man die Karte «Fünf Rundgänge» bei der Tourist Information beziehen oder hier herunterladen. Dazu gibt es über die kostenlose App (für IPhone und Android erhältlich) allerhand Informationen während des Spaziergangs. Es empfiehlt sich, Kopfhörer mitzunehmen, um die Geschichten gemeinsam lauschen zu können.

Vom Bahnhof zu Fuss zum Marktplatz in ca. 18. Minuten oder in 8 Minuten mit dem Tram (Nr. 11 Richtung St-Louis Grenze, Nr. 8 Richtung Kleinhüningen, Nr. 16 Richtung Schifflände). Zur Wegbeschreibung.
basel.com/altstadtspaziergaenge

2. Ins Museum

In der Kulturhauptstadt der Schweiz gibt es zahlreiche Museen zu entdecken – darunter sehr skurrile. Da wäre etwa das Hoosesaggmuseum – das kleinste Museum der Schweiz – oder das Froschmuseum im nahegelegenen Münchenstein. 

Viele der (klassischeren) Basler Museen kann man abends gratis besuchen, etwa zur «Happy Hour» in der letzten Stunde vor der Schliessung. Oft ist zudem der Eintritt am ersten Sonntag des Monats gratis. In folgenden Museen ist der Eintritt immer kostenlos: Ausstellungsraum Klingental, Feuerwehrmuseum Basel, Mühlemuseum, Sammlung Friedhof Hörnli und Skulpturhalle Basel.

Weitere Informationen (unter dem Punkt «Welche Museen bieten an welchen Tagen freien Eintritt»)

Darf’s etwas mehr sein? Für Kultur- und Architektur-Liebhabende lohnt sich ein Ausflug zur Fondation Beyeler (Eintritt CHF 25.-) oder zum Vitra Design Museum in Weil am Rhein (ab 12€).

3. Kunst zum Anfassen

Wer lieber unter freiem Himmel bleiben möchte, kann auch so zahlreiche Kunstwerke von Pablo Picasso, Jonathan Borofsky oder Jean Tinguely entdecken – und anfassen. Die Tourist Information Basel hat einen Spaziergang gestaltet, der zu deren wichtigsten Werken führt. In dieser Broschüre sind zudem Informationen zu allen Werken zusammengefasst.

Vom Bahnhof zu Fuss zum Tinguely-Brunnen in 11 Minuten. Zur Wegbeschreibung.
Klostergasse 7, 4051 Basel, +41 61 268 68 68

4. Architektur bewundern

Auch in Sachen Architektur hat Basel einiges zu bieten. Ein paar auserlesene Highlights können zu gewissen Zeit kostenlos erlebte werden. Etwa das Basler Rathaus, das 1504 gebaut wurde und mit seiner roten Fassade sofort auffällt. Der Eingangsbereich des Rathauses ist während der Öffnungszeiten frei zugänglich, auch die Ratssitzungen sind öffentlich und zugänglich (Gruppen nur auf Voranmeldung). Die Betonkuppel des Bibliotheksgebäudes von Otto Heinricht Senn ist nicht nur von innen imposant, sie kann auch von aussen bewundert werden – vom Botanischen Garten aus. Ausserdem kann der dominante Roche-Turm «Bau 2» von Herzog & de Meuron jeweils samstags kostenlos besichtigt werden. Die Touren können hier online gebucht werden.

Vom Bahnhof mit dem Tram (Nr. 1 Richtung Eglisee) in 11 Minuten zum Wettsteinplatz, von da zu Fuss in 9 Minuten zum Roche Bau 2. Zur Wegbeschreibung.

Roche Bau 2, Grenzacherstrasse 183, 4058 Basel
basel.com/roche

5. «Citykirche» Elisabethen

Die offene Kirche Elisabethen ist eine sogenannte Citykirche und ein Treffpunkt für alle Menschen – ungeachtet ihrer Herkunft, Hautfarbe, sexuellen Orientierung oder Religion. Es handelt sich hierbei jedoch nicht nur um eine Kirche, sondern auch um ein Café, einen Ausstellungsort und eine Konzerthalle. Beispielsweise finden hier wöchentlich die Mittwoch-Mittag-Konzerte, kurz «mimiko», statt. Dort treten seit 1996 renommierte Künstlerinnen und Künstler auf. Der Eintritt ist frei, eine Kollekte erwünscht.

Vom Bahnhof zu Fuss zur offenen Kirche Elisabethen in 8 Minuten. Zur Wegbeschreibung.
Offene Kirche Elisabethen, Elisabethenstrasse 14, 4051 Basel, +41 61 272 03 43
erk-bs.ch/offene-kirche-elisabethen

6. Brunnenbaden

Das Baden in öffentlichen Brunnen hat in Basel Tradition. Im Sommer sitzen teilweise dutzende Menschen in den historischen Brunnen, um sich abzukühlen und den Brunnen wieder zu seinem ursprünglichen Nutzen zurückzuführen: Früher galten die zentralen Wasserstellen als wichtiger sozialer Treffpunkt. Ausserdem heizt der Verein «brunnen gehn» im Winter in unregelmässig Abständen einen Brunnen auf, um auch bei eisigen Temperaturen ein etwas anderes Badeerlebnis zu ermöglichen. 

Die Brunnen werden regelmässig gereinigt. Eine Übersicht über die bebadbaren Brunnen gibt es hier

7. Kneippanlage am Rheinufer

Wer das Wechselbad der Temperaturen lieber nur an Armen und Beinen spüren möchte, ist in der Kneippanlage am Rheinufer am richtigen Ort. Auf dem Rundgang des Kneipp-Verein Basel kann man die 5 Säulen der Kneipp-Methode kennenlernen – mit wunderbarem Ausblick auf die Stadt. 

Vom Bahnhof mit dem Tram (Nr. 1 Richtung Eglisee) in 5 Minuten zum Kunstmuseum, von da zu Fuss in 6 Minuten zum Kneipprundgang. Zur Wegbeschreibung.
kneipp.ch/kneipp-am-rhein

Darf’s ein bisschen mehr sein? Der Kneipp-Parcour lässt sich gut mit einer Rheinüberquerung auf der St. Alban-Fähre «Wild Maa» kombinieren. Die Überfahrt kostet CHF 2.- und gehört fast schon zum Pflichtprogramm jedes Baselbesuchs.

8. Merian Gärten

Christoph Merian und seine Frau Margaret Burckhardt erhielten 1824 von Merians Vater als Hochzeitsgeschenk eine grosszügige Parkanlage geschenkt. Da die Nachkommen fehlten, wurde das Anwesen einer Stiftung überschrieben und ist heute frei zugänglich. Dort gibt es etwa Nutzgärten mit seltenem Gemüse, die farbigste Blumenpracht oder Europas grösste Iris-Sammlung zu entdecken. Die Gärten sind täglich von 8 Uhr bis Sonnenuntergang geöffnet, Sonntags gibt es kostenlose Führungen. 

Vom Bahnhof mit dem Tram (Nr. 10 Richtung Dornach oder Nr. 11 Richtung Aesch) in 7 Minuten oder mit der S3 in 3 Minuten bis Basel Dreispitz, von da zu Fuss in 8 Minuten zu den Merian Gärten. Zur Wegbeschreibung.
Merian Gärten, Vorder Brüglingen 5, 4052 Basel, +41 61 319 97 80
meriangaerten.ch


Beitrag vom 21.02.2024

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