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So schön kann der Winter sein: 10 Ausflugstipps

Es hat wieder geschneit in der Schweiz: Höchste Zeit für kurze Winterwanderungen, Spaziergänge, Gondel- und Zugfahrten – zur Not auch vom Sofa aus.

Text: Fabian Rottmeier

© Erlebnisregion Mythen

Hochmoor im Winterschlaf

Rothenthurm hat zwei Trümpfe: sein Hochmoor und die Höhenlage. Denn die etwas mehr als 900 Meter über Meer reichen oft, um dem Mittellandnebel zu entfliehen und in der Schwyzer Gemeinde etwas Sonne zu tanken. Ebenso liegt in Rothenthurm oft Schnee, wenn man es weiter unten am Zürichsee gar nicht vermuten würde. Die Moorlandschaft, von einer weissen Schicht bedeckt, ist dann ebenso schön wie beruhigend.

Einfacher, flacher Rundweg ab Rothenthurm Bahnhof, ausgeschilderter Winterwanderweg auf rund 900 Metern über Meer, 2 Stunden Gehzeit, 6,8 km. Weitere Infos finden Sie hier.

© Georg Rottmeier

Weites Appenzellerland

Das Appenzellerland hat einerseits steile, kantige Berge – und andererseits eine liebliche Landschaft, die von sanften Hügeln geprägt ist. Zwischen den beiden Orten Jakobsbad und Gonten kommt eine dritte Komponente ins Spiel: die Weite. Sie ist bestens geeignet, um beim Spazieren durchzuschnaufen oder eine kleine Langlaufrunde ab Gonten zu drehen. Wer in Gontenbad noch nicht genug hat, kann bis nach Appenzell weiterwandern – oder innert weniger Minuten per Bahn hinfahren und sich etwas Feines in einem der vielen Cafés gönnen.

Einfacher, meist flacher Weg von Jakobsbad nach Gontenbad, ausgeschilderter Winterwanderweg auf rund 900 Metern über Meer, 90 Minuten Gehzeit, 4,6 km. Weitere Infos finden Sie hier.

© Schweiz Tourismus/Jan Geerk

Gondelfahrt ins Winterland

Der schnellste Weg vom Solothurner oder Aargauer Mittelland ins Winterland führt per Gondel auf den Weissenstein. Hier, auf 1280 Metern über (Nebel-)Meer, stehen nicht nur ein Hotel und zwei Restaurants, sondern auch einige weitere Optionen zur Verfügung: Winter- und Schneeschuhwanderwege, zwei Schlittelrouten und eine Langlaufloipe. Und das alles unweit der Stadt Solothurn.

Alle Infos zu den möglichen Aktivitäten erhalten Sie hier.
Eine kurze Rundwegwanderung finden Sie hier.

© Rhätische Bahn

Brückenhalt in Filisur

Das Landwasserviadukt ist eines der Wahrzeichen der Rhätischen Bahn – und Teil des Unesco-Welterbes. Schade nur, dass man die 65 Meter hohe Brücke nur kurz in seiner vollen Pracht sieht, wenn man sie im Zug überquert. Deshalb lohnt sich ein Halt in Filisur. Von dessen Bahnhof aus gelangt man auf einem einstündigen Rundweg zu einer Aussichtsplattform oberhalb des imposanten Baukunstwerks, das bereits seit 120 Jahren zu bestaunen ist.

Ausgeschilderter Winterwanderweg ab Bahnhof Filisur auf 1080 Metern über Meer mit 110 Höhenmetern, die es zu bewältigen gilt. 55 Minuten Gehzeit, 3 km. Weitere Infos finden Sie hier.

© Wellness-Therme FORTYSEVEN/Enrico Cano

Baden badet wieder

Über neun Jahre mussten sich die Badenerinnen und Badener gedulden, bis «ihr» 2012 dicht gemachtes Thermalbad kürzlich seine Wiedereröffnung feiern konnte. Gestaltet hat den grossen Neubau der bekannte Tessiner Architekt Mario Botta. «Wellness-Therme Fortyseven» heisst der neue Aargauer Hingucker neudeutsch, benannt nach dem 47 Grad heissen Thermalwasser. Die Anlage umfasst auf 4500 Quadratmeter acht Thermen- und ein Schwimmbecken, verschiedene Saunas, elf Spa-Räume, eine Klangwelt und einen Gastrobetrieb. 

Alle Infos zum neuen Thermalbad Fortyseven finden Sie hier.
Eine Übersicht über weitere Schweizer Thermalbäder finden Sie hier.

© Fabian Rottmeier

Die Eiswelt auf dem Oeschinensee

Wer im Winter lieber Kälte statt Wärme sucht, ist am Oeschinensee oberhalb von Kandersteg richtig. Einen ausführlichen Zeitlupe-Bericht zum zugefrorenen, begehbaren See und dessen magischer Wirkung lesen Sie hier.

© Fabian Rottmeier

Schwarzes Eis am Silsersee

Der ehemalige Skifahrer Dumeng Giovanoli schwärmte uns im Zeitlupe-Interview 2020 (hier zu lesen) so lange vom magischen Abendlicht am Silsersee vor, dass wir uns im Anschluss gleich selber davon überzeugen liessen. Vor Ort verstanden wir den Bündner sofort. Wenn man dann noch das Glück hat, dass der See mit «schwarzem Eis» überzogen ist, dann vergisst man auch glatt die herausfordernden Temperaturen (vor allem auch für den Handyakku) – und ist begeistert von der Stimmung. Einmalig.

Mehr Infos über den Silsersee in Sils-Maria gibts hier.

© Schweiz Tourismus

La Brévine feiert die Kälte

Wer es noch etwas kälter mag als am Oeschinen- oder am Silsersee, sollte anfangs Februar nach La Brévine pilgern. Die als «Sibirien der Schweiz» etikettierte Region im Kanton Neuenburg und an der Grenze zu Frankreich feiert alljährlich ihr «Fête du Froid», das Kältefest. Schliesslich gilt es unter anderem den landesweiten Kälterekord von minus 41,8°C immer wieder neu zu feiern. 

Fête du Froid, 4. und 5. Februar 2022, Vallée de La Brévine. Mehr Infos gibts hier und hier.

© Pedro Rodrigues

Betreten Sie einen Eispalast

In der neusten Zeitlupe-Ausgabe lesen Sie das Porträt von Karl Neuhaus. Der Freiburger hat die heute weitherum bekannten Eispaläste Schwarzsee 1986 in einem schattigen Waldstück aufgebaut. Erfahren Sie hier mehr über die Kunstwerke des «Eisgärtners», wie sich der 85-Jährige aus Oberschrot selbst nennt.

© Screenshot Youtube

Winter im Wohnzimmer

Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr verreisen kann – oder aus Angst vor einer Coronaansteckung derzeit nur ungern unterwegs ist, kann sich auch eine schöne Winterreise vom Sofa aus gönnen. Auf der Onlinevideoplattform Youtube gibt es tolle, teilweise mehrstündige «Auszeiten», die in wunderschöne Winterlandschaften führen. Wie wärs etwa, elf Stunden lang ununterbrochen schöne Landschaften aus der Luft zu beobachten? Oder aus dem Führerstand mit der Rhätischen Bahn von Samedan durchs Albulagebiet nach Chur zu fahren? Und das erst noch schwarz, ganz ohne Billett (und ohne Maskenpflicht!). Garantiert stressreduzierend. Gute Fahrt! Die beiden Videos finden Sie gleich hier.

Freie Fahrt vom Sofa aus mit der Rhätischen Bahn von Samedan nach Chur.

Auch nett: 11 Stunden lang Luftaufnahmen von Winterlandschaften bestaunen.


Fabian Rottmeier

Zeitlupe-Redaktor
© Jessica Prinz

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