© Pro Senectute Schweiz

Damit alle zu Hause alt werden können

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig es ist, in den eigenen vier Wänden alt werden zu können. Mit zunehmendem Alter bedarf es aber an Unterstützung. Pro Senectute hilft dabei mit diversen Dienstleistungen. Dafür ist sie aber auf die Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen.

Ein würdiges Altern in den eigenen Wänden ist für ältere Menschen und deren Angehörige mit Herausforderungen verbunden. Dies hat die einschränkungsreiche Corona­-Pandemie deutlich vor Augen geführt. Pro Senectute macht es sich seit über 100 Jahren zur Aufgabe, hier zielgerichtet zu helfen und zu unterstützen. Dies machen die 24 kantonalen und interkantonalen Pro­-Senec­tute­-Organisationen mit erschwinglichen und vielseitigen Betreuungs­- und Unterstützungsangeboten, wie Hilfe in finanziellen Notlagen, Entlastungs-­ und Besuchsdiensten, kostenlosen Beratungen für die Lebensgestaltung und die Wohnsituation und vielem mehr. Im letzten Jahr leistete Pro Senectute über 1’574’000 Einsätze bei älteren Menschen zu Hause und entlastete so auch die Angehörigen.

Damit diese Hilfeleistungen weiterhin für alle Seniorinnen und Senioren und deren betreuende Angehörigen in allen Landesteilen angeboten werden können, ist Pro Senectute existenziell auf die Unterstützung der Bevölke­rung angewiesen. Unter dem Motto «Weil ich zu Hause alt werden möchte, brauche ich Unterstützung» sammelt Pro Senectute dafür in den kommenden Wochen Spenden (siehe Box). Sonya Kuchen, Mitglied der Geschäfts­leitung von Pro Senectute Schweiz, erklärt, wieso ein gutes Angebot an Betreuungsdienst­leistungen so wichtig ist.

Portrait von Sonya Kuchen, Mitglied der Geschäftsleitung von Pro Senectute Schweiz.
© Pro Senectute Schweiz

Interview mit Sonya Kuchen, Mitglied der Geschäftsleitung von Pro Senectute Schweiz

Warum sammelt Pro Senectute für die Betreuung zu Hause?
Wir setzen uns dafür ein, dass alle Seniorinnen und Senioren bei guter Le­bensqualität möglichst lange in ihrem eigenen Zuhause leben können. Das bedeutet, dass Betreuungs­- und Unterstützungsangebote gefragt und vor allem nötig sind. Unsere Unter­suchung zeigt, dass fast 65 Prozent der Men­schen über 63 Jahren mindestens eine Betreuungsdienstleistung benötigen. Jedoch können sich längst nicht alle Menschen diese leisten. Damit sich das in Zukunft ändert, sind wir auch auf Spenden angewiesen.

Wer leistet die Betreuung daheim? Macht das nicht die Spitex?
Bei Spitex­-Dienstleistungen handelt es sich in der Regel um vom Hausarzt verordnete medizinische Pflege und ausgewählte hauswirt­schaftliche Leistungen. Diese Einsätze werden von der Krankenkasse bezahlt. Betreuungs­angebote, wie wir sie fördern und anbieten, sind hingegen Dienstleistungen, die helfen, den Alltag zu meistern – sei dies in Form von Unterstützung bei der Administration, beim Einkaufen, beim Kochen, seien dies Besuche zur Minderung von Einsamkeit, aber auch Aktivitäten wie Kurse, die ein aktives und geselliges Leben im Alter ermöglichen. Diese Unterstützungen werden nicht von der Krankenkasse bezahlt. Unsere Studie zeigt auf, dass die Mehrheit der älteren Menschen zu Hause keine pflegerischen Spitex­-Leistungen benötigen, jedoch auf ebendiese einfachen Unterstützungsleistungen im Alltag angewie­sen sind, um in den eigenen vier Wänden verbleiben zu können.

Diese Unterstützung können doch die Angehörigen übernehmen?
Wenn sie es können, machen sie das. Gross­ mehrheitlich werden die älteren Menschen von ihren Partnerinnen und Partnern unter­ stützt. Töchter und Söhne leben jedoch häufig nicht mehr «um die Ecke». Zudem sind viele Frauen beruflich ausserhalb des Familienhaus­halts tätig. Diese beiden Faktoren mindern Unterstützungsleistungen für Eltern respek­tive Schwiegereltern. Dazu kommt, dass die Familien kleiner sind. Die Unterstützung kann nicht mehr auf so viele Schultern verteilt wer­ den wie in Grossfamilien. Ausserdem nimmt der Unterstützungsbedarf im höheren Alter stetig zu. Das kann bei den betreuenden Ange­hörigen zu Überlastungen führen – diese kön­nen dadurch selber erkranken. Wenn alle, die ein Betreuungsangebot benötigen, sich ein sol­ches auch leisten können, kann der Zeitpunkt eines Heimeintritts verschoben werden oder dieser Schritt bestenfalls gar nicht nötig sein.

Welche Betreuungsleistungen fehlen heute?
Fast alles existiert bereits, was benötigt wird. Das Problem aber ist, dass sich nicht alle älteren Menschen und deren Angehörigen die für sie nötigen Angebote leisten können. Die Betreuungsangebote müssen unbedingt für alle erschwinglich werden. Dafür setzen wir uns von Pro Senectute mithilfe der Spen­derinnen und Spender ein.

«Weil ich zu Hause alt werden möchte»

Pro Senectute setzt sich aktiv dafür ein, dass auch Sie in Ihrem Zuhause selbstständig alt werden können. Seit über 100 Jahren stehen wir Seniorinnen und Senioren sowie deren Angehörigen mit diversen Hilfsangeboten und Dienstleistungen zur Seite.

Unterstützen Sie uns dabei:

PC 15-703233-7
CH67 0900 0000 1570 3233 7

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