«Backgammon» von Adikus mit cooler Grafik, Soundtrack und -effekten. © Apple

Für jeden Geschmack etwas

Apples Game-Abo Arcade erweitert sein Angebot massiv. Neu können auch Klassiker wie Sudoku und Mahjong gespielt werden.

Pro Monat wollen rund 4000 Games allein in Apples App-Store veröffentlicht werden. Natürlich schaffen es nicht alle, die notwendigen Bedingungen dafür zu erfüllen, aber ein paar Tausend kommen bestimmt durch. Sich in dieser Flut von Neuerscheinungen zurecht zu finden, ist kaum zu schaffen. Kommt hinzu, dass viele Games das Free-2-Play-Geschäftsmodell verfolgen. Bei diesem ist das Grundspiel wohl kostenlos, aber ein zügiges Vorwärtskommen – Zeit ist Geld – kann schnell mal ans Portemonnaie gehen. Andere Spiele wiederum kümmern sich nicht um die Privatsphäre der Spielenden. Sie schnüffeln auf dem Handy herum und sammeln Nutzerdaten.

Wohl nicht zuletzt, um solch unschönen Entwicklungen zu begegnen, hat Apple Ende 2019 die Plattform Arcade in ihrem App-Store ins Leben gerufen. Arcade ist ein Abonnement, das eine grosse Auswahl von säuberlich selektionierten Games zur Verfügung stellt, die frei von Werbung und Mikrotransaktionen sind und die Privatsphäre achten (Lesen Sie dazu auch den Beitrag: «Was ist eigentlich Apple Arcade?»). Das Angebot ist besonders für Familien attraktiv. Für den Preis eines doppelten Espressos pro Monat (CHF 6.–) erhalten Abonnentinnen und Abonnenten unlimitierten Zugriff von all ihren Apple-Geräten (iPhone, iPad, Apple TV und Mac) auf den Spielekatalog, der unlängst um 30 Titel auf über 180 Games aufgestockt wurde.

Neue Kategorien, tolle Games

Neu sind die Kategorien «Appstore Greats» und «Timeless Classics». Bei den Greats finden sich aufgefrischte Hits wie «Cut the Rope» oder das M.C.-Escher-artige Puzzle-Spiel «Monument Valley» – schlicht genial. Die zeitlosen Klassiker sind – keine Überraschung hier – Games wie Backgammon, Mahjong und Solitaire, die nach wie vor äusserst beliebt sind. So habe auch ich mich in den letzten Wochen immer wieder dabei ertappt, ein Mahjong-Spielfeld nach dem anderen abzuräumen. Es gibt kaum etwas Befriedigenderes. Zum Glück hat es über 2000 Bretter mit den unterschiedlichsten Kombinationen in der App. Da bin ich eine Weile beschäftigt und gewisse Herausforderungen kann man durchaus ein paar Mal spielen.

Spannend ist auch die Kategorie «Arcade Originals», denn hier finden sich Titel, die exklusiv für Apple programmiert wurden. Dabei handelt es sich keineswegs nur um anspruchsvolle und komplexe Games, sondern auch um äusserst zugängliche Spiele wie «Simon’s Cat: Story Time», basierend auf der gleichnamigen Zeichentrickserie mit der putzigen Katze. Hier kommen Freundinnen von «Candy Crush Saga»-Kombinationsrätseln voll auf die Rechnung, aber eben ohne die nervigen F2P-Mechanismen, die einem das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Und es gibt noch eine kurzweilige Geschichte dazu, denn die richtig gelösten Rätsel helfen, einen heruntergekommenen Park zu retten.

Screenshot aus dem Spiel «Simon's Cat: Story Time»
«Simon’s Cat: Story Time» stellt Simon und seine Katze vor ihre bisher grösste Herausforderung. © Apple

Grosse Namen für wenig Geld

Aufgerüstet wurde auch mit grossen Namen wie der Basketball-Serie «NBA2K» oder mit «Fantasian», dem jüngsten Œuvre des legendären Spieldesigners Hironobu Sakaguchi. Der «Final Fantasy»-Macher werkelte über drei Jahre am neuen Rollenspiel. Mit «Wonderbox: Erschaffe Abenteuer» des brasilianischen Studios Aquiris werden Fans des virtuellen Baukastenspiels «Mindcraft» angesprochen. Davon gibt es weltweit 126 Millionen. Wonderbox ist eigentlich ein Spiel-Editor, das heisst, dass die Spielenden über die gleichen Möglichkeiten verfügen wie die Programmierer des Titels und so ihre eigenen Abenteuer zusammenstellen und teilen können. Laut Mauricio Longoni, Mitgründer des Studios, haben die Spielenden seit Anfang April bereits über 2000 Game-Welten geschaffen.

Apple hat ihrer Plattform Arcade einen gewaltigen Schub nach vorn verpasst. Das ohnehin schon gelungene Angebot ist schlagartig attraktiver geworden. Rund 180 Games können nach Lust und Laune ausprobiert und gespielt werden. Wer ein Abo löst, kann dieses mit fünf weiteren Personen – zum Beispiel Enkelkindern – teilen. Einzige Voraussetzung: Alle Mitspielenden müssen über ein Apple Gerät wie ein iPhone, einen iPad oder einen Mac verfügen.


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