Zum Glück biss kein Fisch an …

Regelmässig erreichen uns Geschichten, Texte und Zuschriften unserer Leserinnen und Leser. Diese wollen wir Ihnen nicht vorenthalten. Heute: Rolf Stirnemann über Fische, Katzenkinder und Bienen im eigenen Garten.

Angelversuch (in Bönigen am Brienzersee, 10-jährig)

Erste Angelversuche; kein Fisch biss an … Ich hätte wohl nicht mal gewusst, wie man einen Fisch tötet. Deshalb war ich eigentlich recht froh, wenn keiner anbiss! Aber stolz war ich trotzdem: eine eigene Angelrute. Kein Mensch in unserer Familie angelte. Aber ich wollte das mal versuchen und bekam von meinem Götti eine Angelrute, samt Zubehör.

Angelversuch am Brienzersee, Rolf Stirnemann als Kind
© privat


Büsikinder (13-jährig)

Unsere Katze Tigerli bekam jedes Jahr Junge und das war für mich damals das Grösste. Tigerli gebar die Jungen meistens im Kohlekeller – warum wohl gerade dort, dachten wir uns jeweils. Aber das blieb ein Geheimnis. Wahrscheinlich auch deshalb, weil es dort sehr ruhig war. Aber bequem? Die kleinen Büsis aufwachsen zu sehen, wie sie sich entwickelten – da blühte ich auf. Tigerli war eine  Schmusekatze. Abends durfte sie jeweils in unserer Wohnstube sein. Aber wenn wir als Familie zu Bett gingen, musste sie in den Heizungsraum. Dort hatte sie ein Katzenbett samt Katzen-WC. Das waren noch Zeiten!

© privat

Ein eigener Garten (13jährig)

Meine Eltern pflegten einen grossen Gemüsegarten mit verschiedensten Gemüsesorten. Ich wollte einfach mal einen eigenen Garten, ein eigenes Stück Land, das ich «bewirtschaften» konnte, so, wie ich wollte. Und das bekam ich auch. Unter dem strengen Blick meiner Mutter und ihren Anweisungen begann ich, meinen Garten zu gestalten. Da wir an einem Hang wohnten, erstellte ich auch Treppen mit Pflaster vom Nachbarn, der gerade ein neues Haus baute und mir den Beton schenkte. Ich war stolz auf diese Treppe, die zu meinem «Grundstück» führte… Was ich damals anpflanzte, weiss ich nicht mehr. Wahrscheinlich das gleiche Gemüse wie meine Eltern: Rüebli, Randen, Kabis, Wintersalate, Zwiebeln. Und da mein Vater ein Bienenhaus mit vier Bienenvölker pflegte und dieses Bienenhaus oberhalb des Gemüsegartens stand, war klar, dass ich immer wieder von Bienen gestochen wurde und mit geschwollenem Backen zur Schule musste. Mir wurde eines eingetrichtert: Sobald mich eine Biene stach, rannte ich in den Keller und betupfte den Einstich mit Salmiak. Das bewirkte, dass die Schwellung nicht so gross wurde.

13-jähriger Rolf Stirnemann im Garten
© privat

Liebe Leserinnen, liebe Leser

In der Rubrik «Post von …» veröffentlicht die Zeitlupe Inhalte, die ihr von den Leserinnen und Lesern zugesandt wurden. Es handelt sich folglich nicht um redaktionelle Texte und die Redaktion übernimmt deshalb auch keine Verantwortung für Inhalt oder Richtigkeit der Zuschriften. Sämtliche Texte müssen mit vollständigem Namen und der Adresse versehen sein. Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften zu kürzen, zu bearbeiten oder sie nicht zu veröffentlichen. Sie führt darüber keine Korrespondenz. Danke für Ihr Verständnis.

Haben auch Sie einen Text geschrieben, den Sie gerne veröffentlichen würden? Schreiben Sie an jessica.prinz@zeitlupe.ch

Beitrag vom 30.05.2024

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Das könnte sie auch interessieren

Post von...

Gedanken über das Altwerden

Regelmässig erreichen uns Geschichten, Texte und Zuschriften unserer Leserinnen und Leser. Heute: Richard Knecht über Zukunftsgedanken und das Älterwerden.

Post von...

New York City 1974 und 2024

Regelmässig erreichen uns Geschichten, Texte und Zuschriften unserer Leserinnen und Leser. Diese wollen wir Ihnen nicht vorenthalten. Heute: New York City 1974 und 2024.

Post von...

Ein Leben lang hilfsbereit

Regelmässig erreichen uns Zuschriften unserer Leserinnen und Leser. Heute: Dieter Kröner erzählt von seiner Hilfsbereitschaft in jeglichen Lebenslagen.

Post von...

Es hat nichts mit Dummheit zu tun...

Regelmässig erreichen uns Zuschriften unserer Leserschaft. Heute: Eine unangenehme Erfahrung mit Trickbetrügern.