Cortina d’Ampezzo, anno 1956
Vor siebzig Jahren fanden bereits einmal olympische Winterspiele in Cortina d’Ampezzo statt. Diese Spiele prägten alle folgenden grossen Sport-Events, gab es doch erstmals eine Live-Übertragung am Fernsehen. Der SRF Podcast «Geschichte» ist den Unterschieden zwischen damals und heute nachgegangen.
Die Schweizer Riesenslalomfahrerin Renée Colliard ist unterwegs zu ihrer Goldmedaille. Und was zeigt die Kamera? Bilder des italienischen Filmstars Sophia Loren. Sportfans sind natürlich nicht begeistert. Und doch zufrieden. Denn mit der TV-Übertragung von Cortina 1956 können auch Daheimgebliebene erstmals live mitfiebern.
Meist geschah dies gemeinsam in der Beiz, denn private TV-Geräte kamen erst Ende der 1950er Jahre und in den 1960er Jahren auf. Auch in den USA konnte man Olympia verfolgen – allerdings mit Verspätung, weil die Aufnahmen erst per Flugzeug über den Atlantik transportiert werden mussten. Die aktuelle Folge des SRF Podcast «Geschichte» zeigt auf, welcher Pioniergeist sowohl im Sport wie auch in der Technik die Spiele in Italien prägte und wie sie sich auf spätere Grossanlässe auswirkten.
Heute stehen fünfmal mehr Wettbewerbe auf dem Programm und statt knapp 1000 kämpfen etwa 3500 Athlethinnen und Athleten um die Medaillen, wenn Cortina d’Ampezzo wieder olympischer Schauplatz ist. Damals gab es drei Gold-, zwei Silber- und eine Bronzemedaille und damit Platz vier im Medaillenspiegel für die Schweiz. Und anno 2026? Ab dem 6. Februar wissen wir mehr.
Der Podcast «Geschichte» von SRF Wissen taucht in die Schweizer Vergangenheit ein und möchte verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt.
Weitere Podcast-Themen:
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- Schweizer im Dritten Reich
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- Jugoslawiens Zerfall
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