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Tiefseetauchen leichtgemacht

Wer gerade keine Ferien auf den Malediven machen kann oder will, dem gefällt vielleicht dieser Online-Tauchgang.

Im Internet taucht und schnorchelt sichs billiger und umweltfreundlicher als im realen Ozean. Bei «The Deep Sea» von Neal Agarwal kann man mit der Computermaus völlig ungefährlich durch die Unterwasserwelt scrollen statt schnorcheln und wird nicht einmal nass. Meter für Meter geht es unter Wasser, das helle Meeresblau verändert sich mehr und mehr in ein tiefes Nachtschwarz. Bei gut 200 Metern Tiefe beginnt die Dämmerungszone, ab 1000 Metern die Mitternachtszone, wo kein Sonnenlicht mehr hingelangt.

Sieht man Kreaturen wie die Japanische Spinnenkrabbe, deren Bein-Spannweite fast 4 Meter beträgt, oder den Riesenriemenfisch, der 11 Meter lang werden kann, ist man möglicherweise froh, nur virtuell unterwegs zu sein. Auch die Riesenkrabbe, die bis zu 700 Kilogramm auf die Waage bringt, lebt zum Glück über zwei Kilometer unter der Wasseroberfläche.

Auf 3800 Metern Tiefe kommt man am Wrack der Titanic vorbei, das dort seit April 1912 liegt. Und während der Finger langsam müde wird vom Scrollen, kann man sich vielleicht vorstellen, wie sich Jacques Piccard und Don Walsh gefühlt haben müssen, als sie am 23. Januar 1960 mit dem U-Boot Trieste auf den Grund des Challengertiefs im Marianengraben tauchten und dabei eine Tiefe von 10916 Metern erreichten. Petri Heil!

Illustration einer Haifisch Spezies, die  4620 Meter unter Wasser lebt.
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Beitrag vom 10.01.2020

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