
Herbstzeit ist Lesezeit
Endlich wieder Zeit zum Lesen: Der Herbst bringt die langen Abende zurück und mit ihnen die Lust auf Bücher, die uns in andere Welten entführen. Wir stellen Ihnen einige Titel vor, die sich besonders lohnen.
Buchtipps: Regula Tanner
www.das-leseglueck.ch



Vater-Sohn-Geschichte
Nach dem Tod seiner Mutter verbringt Amadeo die Tage mit Videospielen. Der besorgte Vater will seinem widerwilligen Sohn auf einer Bergwanderung wieder näherkommen. Doch dann geschieht ein Unglück, und Amadeo muss Verantwortung übernehmen. Eine brillant geschriebene Vater-Sohn-Geschichte.
Raffaella Romagnolo: «Wir gehen mal los», Diogenes, ca. Fr. 32.–
Spannendes Familiendrama
Seit Annas Schwester Juli spurlos verschwunden ist, muss Anna stark sein. Für ihre Mutter, die seither in der Trauer versinkt, für ihren Vater, der als Verdächtiger im Gefängnis sitzt, und für ihren kleinen Bruder Leon, der dringend Halt braucht. Ein Thriller mit psychologischer Spannung.
Caroline Seibt: «Weil sie lügt», Droemer Verlag, ca. Fr. 24.–
Historischer Stoff
Vor hundert Jahren führt Arnold mit seiner Frau Betty nahe der deutschen Grenze einen Gasthof. Als sich Clara, ihre älteste Tochter, in den Schmuggler Hermann verliebt, kommt es zum Drama. Hermann wird auf Schweizer Boden von Nazis nach Deutschland verschleppt. Eine unterhaltsam erzählte, wahre Geschichte.
Alex Capus: «Querfeldein», Hanser Verlag, ca. Fr. 35



Liebe wie im Märchen
Die Journalistin Alina braucht eine gute Reportage, um mit ihrer Karriere vorwärtszukommen. Als sie den Auftrag erhält, einen Obdachlosen zu begleiten, stösst sie auf Bohm. Dieser zieht mit Fox, seinem zugelaufenen Hund, durch die Stadt. Eine spezielle, etwas märchenhafte Liebesgeschichte.
Christian Huber: «Solange ein Streichholz brennt», dtv, ca. Fr. 32.–
Psychologische Spannung
Sandra feiert ihren 40. Geburtstag mit einer Party. Am nächsten Tag liegt sie erstochen im Haus. Wer hat die perfekte Familienfrau getötet? Was ist mit dem Ehemann, dem einst berühmten Schriftsteller Jack? Was mit den Nachbarn? Und den unnahbaren Teenager-Kindern? Ein Thriller mit psychologischer Spannung.
Malin Stehn: «Schattengast», Scherz Verlag, ca. Fr. 26.–
Clevere Schafe
Eigentlich freut sich die Herde, mit ihrer Schäferin Rebecca wieder auf die geliebte Weide in Irland zurückzukehren. Doch dort warten drei fremde Schafe und viel zu wenig Kräuter. Als Rebecca plötzlich verschwindet, müssen die Schafe eingreifen. Der dritte Band der witzigen Schafskrimi-Reihe von Leonie Swann.
Leonie Swann: «Widdersehen», Dumont, ca. Fr. 35.–



Gunni ermittelt
Ein Kind ist spurlos verschwunden, und die junge Polizistin Gunni beginnt zu ermitteln. Schwierige Familiengeschichten gehen ihr, die in einer Sekte aufgewachsen ist, nahe. Fünf Jahre später kommt es zu einem ähnlichen Fall. Ist ein Serientäter am Werk? Der Auftakt einer neuen Schweden-Krimireihe.
Mattias Edvardsson: Tatort Trelleborg, Blanvalet Verlag, ca. Fr. 25.–
Geniale Meisterdiebin
Die australische Meisterdiebin Grace bestiehlt Reiche und wechselt ihr Aussehen und ihre Papiere ständig. Als sie einen Job in einem Antiquitätenladen findet, hat sie das erste Mal das Gefühl von einem Zuhause. Doch jemand verfolgt sie, und auch die schüchterne Ladenbesitzerin wird bedroht. Ein literarischer Kriminalroman.
Garry Disher: «Zuflucht»; Unionsverlag, ca. Fr. 32.-
Gewiefte Senioren
Alois Mistelzweig, gescheiterter Pianist, und Berta Bartók, pensionierte Köchin, wohnen in der Villa ihrer verstorbenen Arbeitgeberin in Zürich. Sie sind beide um die 70, können sich nicht leiden und kommen mit Diebstählen über die Runden. Doch dann durchschaut sie eines ihrer Opfer. Ein Cosy-Krimi mit viel Wortwitz!
Sunil Mann: «Ziemlich beste Verbrecher»; Grafit Verlag, ca Fr. 20.-



Gute Nachbarn
Als Pina zusammenbricht, hat sie nur eine Sorge: Ihr Sohn Leo, der in seiner ganz eigenen Welt lebt. Die anderen Hausbewohner können nichts mit dem seltsamen jungen Mann anfangen. Doch jetzt liegt Pina im Spital, und sie müssen sich um Leo kümmern. Ein herzenswarmes Buch über das Anderssein und Zusammenhalten.
Vera Zischke: «Pina fällt aus»; List Verlag, ca. Fr. 31.-
Gefährliches Geheimnis
Becca hat sich aus einer toxischen Beziehung befreit und zieht ihre beiden Kinder alleine gross. Als sie die Obdachlose Maddy kennenlernt, gewährt sie ihr für kurze Zeit Unterschlupf. Doch weiss sie, wen sie da ins Haus gelassen hat? Warum zeigt Maddy ein so grosses Interesse an ihrer Familie? Ein Spannungsroman mit Tiefgang.
Jill Childs: «Die Wohltäterin»; atb Verlag, ca. Fr. 19.–
Rasanter Thriller
Natalie hatte vor Jahren ein traumatisches Erlebnis und kämpft seither immer wieder mit Blackouts. Als ein anonymer Brief eintrifft, fürchtet sie, von der Vergangenheit eingeholt zu werden. Doch dann wird eine junge Frau ermordet, und Natalies Ehemann Ryan gerät unter Verdacht. Ein wendungsreicher Thriller.
S. M. Govett: «Verdacht», Blanvalet Verlag, ca. Fr. 23.–



Alte Liebe
Anna, die Ururgrossmutter der Autorin, wird 1869 geboren und wächst im Emmental auf. Sie verlobt sich mit Paul und wird Köchin in der «Krone» in Zäziwil. Als die Wirtin stirbt, wird Anna zur Ersatzmutter von acht Kindern. Doch ihre grosse Liebe Paul kann sie nicht vergessen. Dreissig Jahre später begegnen sich die beiden wieder.
Annina Keller: «Anna – Rösti, Zuckerrohr und Liebe», Wörterseh Verlag, ca. Fr. 35.–
Im Licht der Arktis
Anfang der 1930er-Jahre reist die schwedische Malerin Anna Boberg auf die Lofoten. Ihr Mann, der Architekt Ferdinand Boberg, hat ihr ein Atelier für den künstlerischen Rückzug gebaut. Anna möchte ein Bild malen, das ihr die ersehnte Anerkennung bringt. Ein stilles, sprachlich brillantes Buch über eine unbekannte Malerin.
Sophie van der Linden: «Im Licht der Lofoten», Mare Verlag, ca. Fr. 34.–
Dunkle Vergangenheit
Als Inge zu einem Klassentreffen in die Lüneburger Heide fährt, stösst sie auf Tagebuchaufzeichnungen einer Journalistin aus dem Jahr 1946. Inge war damals acht Jahre alt und erinnert sich nicht gern an diese Zeit. Doch jetzt wird sie mit voller Wucht von der Vergangenheit eingeholt. Ein vielschichtiger Spannungsroman.
Anja Jonuleit: «Wo der Wind die Namen trägt»; C. Bertelsmann Verlag, ca. Fr. 34.-