© unsplash/ Glenn Carstens Peters

Drei Worte werden zu Geschichten – Teil 1

Regelmässig erreichen uns Geschichten, Texte und Zuschriften unserer Leserinnen und Leser. Diese wollen wir Ihnen nicht vorenthalten. Heute: Eine Geschichte basierend auf drei Wörtern von Ursa Baumann-Brülisauer.

Guten Abend liebe Redaktorinnen und Redaktoren

Als ich in der Zeitlupe über Ihre Rubrik «Post von …» las, dachte ich mir, ich könnte Ihnen einige meiner Texte, aus dem Lockdown stammend, zusenden.

Befreundete Menschen haben mir jeweils drei Nomen genannt, die mich zu Texten inspiriert haben. Vielleicht mögen Sie ja einige davon Ihren Leserinnen und Lesern zugänglich machen.

Freundliche Grüsse,
Ursa Baumann-Brülisauer


3 Wörter von Mascha:

Schnecken, Garten, Mauer

Es ist Sommer. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau, es summt und sirrt in der Luft und die Schmetterlinge fliegen von Blume zu Blume. Da treffen sich zwei Schnecken in einem wunderschönen Bauerngarten.

«Haben wir nicht ein gutes Leben in diesem wunderbaren Garten? Das Insekten-Hotel ist auch nicht zu verachten. Das sind Menschen, die dieses Idyll geschaffen haben. Auch zu uns kleinen Tiere, die wir oft nicht so stark beachtet werden wie die grossen, tragen sie Sorge. Um uns überhaupt wahrzunehmen, muss man halt manchmal zweimal hinsehen.

So haben diese Gutmenschen aus verschieden grossen Steinen eine Mauer mit vielen kleinen Spalten errichtet, wo sich Eidechsen, Käfer und viel anderes Getier tummeln können. Auch die Grosskinder dieser Familie halten sich sehr gerne im Garten auf, da es ja jeden Tag etwas Neues zu entdecken gibt. Es gibt sogar eine kleines Beet für sie, wo sie selber etwas ansähen durften. Sie können es kaum erwarten, bis alles wächst und gedeiht. Ja, Geduld muss man schon haben…

Wir Schnecken dürfen auch mal am Salat knabbern. Wir müssen keine Angst haben, dass giftige Körner herumliegen und wir daran sterben könnten. Andernorts ertrinken auch viele von uns im Bier oder es wird Salz auf sie gestreut. Zum Glück sind unsere Gartenmenschen sehr tierlieb und tragen auch der Umwelt Sorge. Es gibt ein grosses Blumenbeet mit speziellen Blumen, die Schmetterlinge und Insekten anziehen.

Wenn es Abend wird und wir uns in unsere Schneckenhäuschen zurückziehen, sitzen die zwei Menschen auf ihrem Feierabendbänkli und danken Gott dafür, dass es ihnen so gut geht auf diesem kleinen Flecken Land, das schon ihre Eltern bewirtschaftet haben.»

Liebe Leserinnen, liebe Leser

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