© mauritius images

Was tun gegen Katzenflöhe?

Wenn Sie entdecken, dass Ihr Büsi Flöhe hat, dann haben sich die winzigen Hüpfer wahrscheinlich bereits in Ihrer Wohnung eingenistet. Um den Parasitenbefall effektiv zu bekämpfen, muss man sowohl beim Tier als auch in der Umgebung ansetzen.

Flöhe legen schon 24 Stunden nach ihrer Blutmahlzeit Eier auf die Katze. Kurze Zeit danach fallen diese aus dem Tierfell überallhin, wo sich das Büsi aufhält. Von blossem Auge sind die Eier aber nicht sichtbar. 

Nach wenigen Tagen schlüpfen daraus die lichtscheuen Larven, die sich in die tiefen Schichten von Teppichen, Polstern und Holzritzen zurückziehen. Larven häuten sich dreimal und verpuppen sich anschliessend. Nach fünf bis neun Tagen schlüpfen daraus neue Flöhe. Bei günstigen Bedingungen in den Wohnräumen reift die neue Generation innerhalb von drei bis fünf Wochen heran. Aber Achtung: Puppen können bis zu 140 Tage ruhen. Ausserdem befinden sich nur 5% der gesamten Population auf dem Tier. Ganze 95% der Floheier, Larven und Puppen sind in der Umgebung und stellen eine Quelle für einen Neubefall dar. 

Flohbekämpfung auf dem Tier

Flöhe sind das ganze Jahr über aktiv. Um eine Flohplage gar nicht erst entstehen zu lassen, können Katzen präventiv mit einem entsprechenden Mittel behandelt werden. Wichtig ist, dass alle Büsi, die im selben Haushalt leben, berücksichtigt werden. Im Fachhandel stehen diverse Produkte mit unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten zum Kauf.

  • Tabletten gegen Flöhe und Zecken werden monatlich verabreicht. Die Anwendung ist einfach und sicher. Innerhalb von 12 Stunden nach der Blutmahlzeit sterben die Flöhe.
  • Spot-on-Präparate können als Flüssigkeit auf die Nackenhaut der Katzen appliziert werden. Auch hier sterben die kleinen Hüpfer innerhalb von 12 Stunden nach dem Blutsaugen ab. Am effektivsten sind jene Mittel, die eine Wirkungsdauer von mehr als 3 Monaten haben und damit eine neue Infektion zuverlässig verhindern.
  • Flohsprays werden auf das Fell der Katzen gesprüht und verhindern einen Flohbefall für ca. 40 Tage. Die Tiere sollten sich danach jedoch das Fell nicht ablecken.
  • Flohhalsbänder schützen die Tiere ungefähr 7 Monate vor den Parasiten. Sie sollten einen Sicherheitsverschluss haben, damit sich das Halsband bei starkem Zug öffnet. So wird sichergestellt, dass sich die Katzen nicht verletzen, wenn sie mit dem Halsband irgendwo hängen bleiben.

Flohbekämpfung in der Umgebung

Um eine Reinfektion zu verhindern, sollte die Umgebung regelmässig gereinigt werden. Staubsaugen ist sehr wichtig, um Eier und Larven in den Ritzen zu entfernen. Entsorgen Sie danach den Staubsaugersack aber sofort im Kehricht. Decken und Kissen von den Liege- und Schlafplätzen der Katzen müssen überdies bei 60 Grad gewaschen oder für mindestens zwei Tage in die Tiefkühltruhe gelegt werden. Auch der Innenraum des Autos und die Transportkistchen sollten bei der Reinigung nicht vergessen werden.

Manchmal reichen diese Hygienemassnahmen nicht aus, um diese Parasiten aus der Umgebung zu beseitigen. In hartnäckigen Fällen hilft der Einsatz von Umgebungssprays oder Vernebler, die gezielt für die Flohbekämpfung in der Wohnung entwickelt wurden. Bei richtiger Anwendung reicht ein einmaliger Einsatz, um den Flohbefall zu bekämpfen. Falls Ihr Liebling immer wieder Flöhe aufweist, dann besprechen Sie die Behandlung nochmals mit Ihrem Tierarzt oder Ihrer Tierärztin. In hartnäckigen Fällen können Reinigungsfirmen helfen, die Umgebung zu desinfizieren.

Beitrag vom 16.08.2022

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.