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Tipps für den Handywechsel

Vom alten auf ein neues Smartphone zu wechseln, ist einfach, aber nicht ohne Tücken. Hier ein paar nützliche Hilfen und Hinweise.

Schon bald steht wieder Weihnachten vor der Tür und damit die Zeit, in der am meisten Handys durch neuere Modelle ersetzt werden. Auch wenn der Wechsel von Seiten der Hersteller sehr einfach gestaltet wird, gilt es im Vorfeld einiges zu beachten.

Bevor man zur Übertragung der Daten vom alten auf das neue Handy schreitet, empfiehlt es sich, etwas aufzuräumen. Wessen Speicher mit über 40’000 Fotos und mehr als 2000 Videos gefüllt ist – ja, das gibt es –, tut gut daran, sich mal hinzusetzen und primär die Filmchen zu löschen. Diese benötigen viel mehr Speicherplatz als Bilder. Dann gibt es auch bestimmt viele Apps, die man seit Ewigkeiten nicht mehr gebraucht hat. Weg damit! Ist das Smartphone entschlackt, erstellt man ein Back-up. So kann man – falls bei der Übertragung etwas bei schiefgehen sollte – darauf zurückgreifen oder gleich aus dem Back-up den Transfer machen.

Bei vielen Apps, die über erhöhte Sicherheitsanforderungen verfügen wie E-Banking, sichere Kommunikations-Apps wie Threema oder die Covid-19-Zertifikate-App, sind nach dem erfolgten Grunddaten-Transfer noch weitere Schritte nötig. In vielen Fällen ist es deshalb zweckdienlich, wenn man auf das alte Smartphone zurückgreifen kann, weil dort hilfreiche Informationen abgerufen werden können. Darum:

Auch nach erfolgreichem Transfer der Daten und Einstellungen auf das neue Handy das alte nicht gleich löschen, sondern lieber zuerst alle verschiedenen Apps ausprobieren und schauen, ob sie korrekt funktionieren oder noch einen Pin- oder anderen Code benötigen.

Covid-Zertifikat

Beim Transfer gehen die Zertifikate verloren. Darum im Vorfeld die QR-Codes fotografieren und auf dem PC/Mac speichern, um sie dann mit dem neuen Handy einzuscannen. Oder: Wenn das alte Smartphone noch nicht gelöscht ist, dort die Covid-App öffnen und die QR-Codes der Zertifikate einlesen.

E-Banking

Wer über sein Mobile-Phone E-Banking macht, sollte vor dem Transfer bei seiner Bank für die Banking-App den Sicherheits-Pin-Code anfordern. Diese Zahlenkombination ist nötig, um das Programm erneut freizuschalten. Achtung: Die neuen Pins müssen binnen 30 Tagen eingegeben werden, darum nicht zu früh bestellen.

Bezahlfunktionen

Apps wie Apple Pay oder Samsung Pay benötigen in der Regel eine hinterlegte Kredit- oder Debitkarte. Zwar sollte der Transfer hier einfach verlaufen, aber die Sicherheitsanforderungen sind hoch, und es geht nach dem Motto «Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste». Darum ist es manchmal einfacher, die bruchstückhaften Angaben, die aufs neue Handy kopiert wurden, zu löschen und die Kreditkarte erneut einzuscannen und gut ist es.

Kommunikations-Apps

Als nicht ganz einfach kann sich der Transfer von Whatsapp erweisen. Trotz Back-up und eingespielter Daten können Lücken entstehen – aber ehrlich gesagt geht des- halb in den seltensten Fällen die Welt unter. Wer anstelle von Whatsapp eine sichere und Privatsphäre respektierende App benutzt wie Threema zum Beispiel, tut gut daran, im Vorfeld auf der Website des Anbieters nachzuschauen, welche Schritte für eine Datenübertragung notwendig sind. Dort, um beim Beispiel von Threema zu bleiben, werden die notwendigen Schritte für beide Betriebssysteme verständlich aufgeführt. Der Transfer gelingt problemlos.

Ist die Übertragung abgeschlossen, empfiehlt es sich, die wichtigsten Apps kurz zu öffnen. So stellen Sie fest, ob alles geklappt hat oder es da und dort noch etwas Nachhilfe braucht. Das macht man am besten zu Hause und nicht erst, wenn man nach dem Einkauf an der Kasse steht.

Viel Spass mit dem neuen Handy.

Beitrag vom 14.11.2022
Marc Bodmer

ist Jurist und Game-Consultant. Er beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit digitalen Medien.
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