Wundersame Weihnachts-Events

Falls Sie Ihren Enkeln und sich selber eine Freude machen wollen: Ende Jahr gibt es jede Menge Anlässe, die Gross und Klein gleichermassen beglücken. Eine Übersicht von A(arau) bis Z(ürich).

Text: Roland Grüter

© Fabian von Unwerth

Aarau

Klänge im Dunkeln

Augen zu und staunen: Die beiden Musiker Sandro Schneebeli und Max Pizio nehmen Gross und Klein auf eine besondere musikalische Reise. Sie lassen in einem verdunkelten Raum Klänge, Töne und Musik erklingen. Das Duo stimmt all seine Instrumente auf eine Frequenz, die eine fühlbar entspannende und heilsame Wirkung hat. «Mitten im Musiksaal eine Myriade von Tönen hören, die Seele zu bekannten Melodien baumeln lassen und Musik in totaler Dunkelheit neu zu entdecken, ist einfach grossartig und fantastisch», lobt denn auch Bernie Schürch, Mitbegründer von Mummenschanz, das eigenwillige Konzert.«Klänge im Dunkeln» ist am Samstag, 14. Dezember, um 15 Uhr im Fabrikpalast Aarau zu hören.


Tickets: Vorverkauf bei Aarau Info oder an jedem Postschalter. Reservation über Telefon 079 530 84 83 (Beantworter).Bezahlen mit Ihrer Kreditkarte und Ausdrucken Ihres Tickets bequem zu Hause (print@home) über www.ticketino.ch. Oder Sie versuchen es direkt an der Tageskasse (079 530 84 83, 45 Min. vor jeder Vorstellung). Meist hats noch genügend Karten.

© Alfred Fässler

Appenzell

Spaziergang durch die Sagenwelt

Vor langer, langer Zeit hauste ein gewaltiger Riese im Appenzell. Sein Bett war das Schwendibachtal, und die Meglisalp mit ihrem samtweichen Alpengras war sein geblümtes Kopfkissen. Dort aber, wo er seine Ellbogen einstemmte, wenn er sich erhob, liegt heute der Seealpsee. Die Sage des Riesen Säntis und andere Geschichten des Appenzells werden Zuhörerinnen und Zuhörern zwischen 1. Dezember 2019 und 9. Februar 2020 auf dem «Steeneond-Lateene-Weeg» erzählt: jeweils an den Sonntagen um 17 Uhr. Der Weg führt Interessierte vor Weissbad durch die Landschaft. Rund 40 Laternen beleuchten den gut ausgebauten, rund 800 Meter langen Winterwanderweg. Während der Advents- und Weihnachtszeit wird ausserdem eine Holzkrippe mit grossen Figuren errichtet.


Infos: appenzell.ch, Appenzellerland Tourismus AI, Hauptgasse 4, 9050 Appenzell, Tel. 071 788 96 41, info@appenzell.ch

© zVg

Basel

Schellen-Ursli wird Opernstar

Wieder steht Chalandamarz, das Ausläuten des Winters, bevor. Wieder wartet Schellen-Ursli voller Vorfreude auf seine Glocke und wird dabei herb enttäuscht. Die rührselige Geschichte des kleinen Buben kennen nahezu alle Kinder, auch die ganz Grossen. Nun hat sich auch der deutsche Komponist Marius Felix Lange vom Schicksal des Schellen-Ursli begeistern lassen. Er erzählt seine Abenteuer in einer neuen, familientauglichen Oper. In den Hauptrollen spielen und singen Basler Jugendliche. Premiere des Stücks ist am 29. November, danach spielt dieses bis 7. Januar 2020 auf der kleinen Bühne im Theater Basel. Ab 6 Jahren.


Infos: theater-basel.ch, Telefon 061 295 11 33, info@theater-basel.ch

Bern

Zu Besuch bei T. Rex

Kuscheltiere sehen anders aus, die Faszination der Viecher auf Kinder ist aber so riesig wie sie selbst: Tyrannosaurus Rex, der König der Dinosaurier, begeistert Millionen von Fans. Er ist zwar vor 66 Millionen Jahren ausgestorben, das Naturhistorische Museum erweckt den berüchtigten Fleischfresser nun zu neuem Leben. Zumindest fast. In der Sonderausstellung «T. Rex – Kennen wir uns?» zeigt das Museum 15 Dinosaurier-Nachbildungen, die sich bewegen und tierisch echte Laute von sich geben. Ein lebensgrosses Skelett des T. Rex ist Kernstück dieser Spektakel-Schau. Darin lernen Besucherinnen und Besucher den Giganten neu kennen. Denn die Ausstellung vermittelt die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Spezies. Bis 22. März 2020.


Mehr Infos: nmbe.ch, Naturhistorisches Museum Bern, Bernastrasse 15, 3005 Bern, Tel. 031 350 71 11 contact@nmbe.ch

Chur

Lebendiger Adventskalender

Die etwas andere Kinderüberraschung: Während der Adventszeit öffnet sich im Rhätischen Museum in der Churer Altstadt an jedem Abend ein Türchen des Adventskalenders – dahinter verbirgt sich jeweils ein 30-minütiges Spektakel. Namhafte Künstler und Künstlerinnen verzaubern das Publikum vom 1. bis 23. Dezember mit Musik, Theater, Geschichten, Tanz, Poesie, Akrobatik oder mit Magie. Und das bei freiem Eintritt und ohne Anmeldung.
Geeignet für Kinder ab 5 Jahren. Für kleinere Kinder und Begleitpersonen werden im Foyer Spiel- und Warteecken eingerichtet. Jeweils von 17.15 bis 17.45 Uhr.


Infos: kinderkultur-chur.ch, Verein KinderKultur Chur, Isabel Christen, Bärenloch 4, 7000 Chur, Telefon 076 420 22 66

© Regio Frauenfeld Freizeit &Tourismus

Frauenfeld

Josefs Vatersorgen

Nüchtern betrachtet, war Josef von Nazareth der erste Patchwork-Vater der Geschichte. Wie ging er wohl damit um, dass Jesus nicht sein leibliches Kind war? Wie mit der Verantwortung? Im Weihnachtsspiel «Josef, Josef» stehen die Sorgen und Freuden des jungen Vaters im Mittelpunkt. Josef erzählt die Weihnachtsgeschichte auf einem einstündigen Rundgang durch die Stadt im Rahmen theatralischer Einlagen. In der Produktion der Theaterwerkstatt Gleis 5 spielt Noce Noseda wie vergangenes Jahr die Hauptrolle. Begleitet wird er von den Stadtführerinnen, die ebenso spannende Geschichten zu den Lichtspielen und zum Advent in Frauenfeld erzählen. Am 3., 6., 11., 14., 16., 18. und 23. Dezember, jeweils um 18.30 Uhr. Anmeldung erforderlich.


Infos: thurgau-bodensee.ch, Anmeldung & Informationen: Regio Frauenfeld Freizeit & Tourismus, SBB-Schalterhalle, Bahnhofplatz 75, 8500 Frauenfeld, tourismus@regiofrauenfeld.ch, Telefon 052 721 31 28

© Luzerner Theater

Luzern

Hasi für Dreijährige

Was die beiden Leiterinnen des Figurentheaters Luzern für Kinder auf die Bühne stellen, ist beeindruckend. Selbst Dreijährige wollen sie für ihr Fach begeistern, für dieses Publikum schufen sie sogar ein eigenes Format: genauer, das «Kleinformat». Darin erzählt ein kleiner Hase mit langen Beinen 30 Minuten von den Abenteuern seines Lebens und beschert den Windelbepackten mit viel Humor und Charme ihr erstes Theatererlebnis. Kleinformatig ist auch der Eintrittspreis: Er kostet gerade mal 5 Franken. Nächste Termine: am 6. Dezember 2019 und 10. Januar 2020, mehrere Aufführungen pro Tag.


Infos: luzernertheater.ch/figurentheater, Billettkasse, Telefon 041 228 14 14, kasse@luzernertheater.ch

© Figurentheater St. Gallen

St. Gallen

Oh, wie schön ist Panama

Janoschs Kinderbuchklassiker «Oh, wie schön ist Panama» wurde in über 30 Sprachen übersetzt. Vor 41 Jahren schickte der Autor seinen Tiger und seinen Bären erstmals auf die Reise ins unbekannte Land, das nach Bananen riecht, nach Panama. Nun packen die Helden ihren Koffer auf der Bühne des Figurentheaters St. Gallen neuerlich – und selbstverständlich nehmen sie auch die Tigerente mit. Die Abenteuerder beiden Freunde werden mit Puppen, Liedern und Zeichnungen nacherzählt: derart einfach und einprägsam, dass sie Kinder ab 4 Jahren begeistern. Ab 7. Dezember, 45 Minuten.


Infos: figurentheater-sg.ch, Telefon Vorverkauf: 058 568 44 49, Telefon Tageskasse: 071 222 60 60.

© Richard Hürzeler

Solothurn

Vorwärts in die Vergangenheit

Weshalb nach Bethlehem reisen, wenn sich das Christkind auch in Solothurn besuchen lässt? In der Ambassadorenstadt wird die Weihnachtsgeschichte seit 15 Jahren live aufgeführt – und Besucherinnen und Besucher stehen mitten drin im Geschehen. Am Biel- und am Baseltor führen Beamte unter Aufsicht römischer Soldaten die legendäre Volkszählung durch. Auf der Treppe der St.-Ursen-Kathedrale hält König Herodes seinen Hofstaat und diskutiert mit seinen Beratern die beunruhigende Nachricht über den neugeborenen König. Die drei Magier aus dem Osten ziehen mit ihrer Karawane durch die Stadt, um dem Hoffnungsträger Geschenke zu bringen. Ihre Reise endet auf dem Märetplatz, wo Maria und Josef über Kind und Krippe wachen. Am Ende der Geschichte stimmen Besucherinnen und Besucher gemeinsam Weihnachtslieder an. Halleluja, mehr Weihnachten geht kaum! Inszeniert wird die «Wiehnachtsreis» am 15. Dezember (ab 14 Uhr).


Infos: kirchen-solothurn.ch/wiehnachtsreis, 15. Dezember 2019, Einzug beim Bieltor: 14 Uhr, Darstellung Szenen: 14.15 bis 16 Uhr, Weihnachtssingen auf dem Märetplatz ab 16.15 Uhr

© Tierpark Goldau

Zug/Goldau

Warten mit den Bären

Die letzten Stunden vor der Bescherung werden für manche Kinder zur Tortur – und damit auch für deren Eltern. Also ist Ablenkung gefragt. Zu finden ist diese unter anderem im Tierpark Goldau. Dort lassen sich am 24. Dezember angespannte Nervenbündel bis 15 Uhr lockern. Erst werden die Bären mit Überraschungen und Leckereien bedacht, danach können Kinder Lebkuchen verzieren und später den Weihnachtsgeschichten des Erzählers lauschen. Dabei vergeht die Zeit wie im Fluge – und das Warten wird zur Wonne. Keine Anmeldung erforderlich.


Infos: tierpark.ch/events, Telefon 041 859 06 06, info@tierpark.ch

© Illuminarium/ Projektil

Zürich

Bunter als 1001 Nächte

Pünktlich vor Weihnachten jagen wieder Trolle über die Fassade des Zürcher Landesmuseums, dessen Kamine explodieren, und die Fenster des Hauses beginnen zu tanzen: Zwischen 14. November und 30. Dezember projizieren die Lichtkünstler von Illuminarium wieder ihre Ideen an die Mauern des 121 Jahre alten Gebäudes – und führen die Zuschauerinnen und Zuschauer in ein Land des Staunens. Genau genommen beginnt dieses bereits vor dem Eingang. Denn auch die davor liegenden Fassaden und Bauten sind hell erleuchtet – und so kunterbunt wie eine Bonbontüte. Die Lichtschau Illuminarium wird jeden Tag sieben Mal aufgeführt.


Infos : zuerich.com/de/besuchen/illuminarium, info@illuminarium.ch, Bestellhotline Tickets (Ticketino): 0900 441 441 (CHF 1.00/Minute)

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