Die Sieben Glorreichen, 1989 © Kultur Historisches Museum Baden

Die Sieben Glorreichen

1989 bis 2009: Eine neue Fotoausstellung im Landvogteischloss in Baden dokumentiert sieben Väter und wie sie ihre Vaterrolle in einer vom Wandel der Männerrolle geprägten Zeit verstehen.

1989 ist das Jahr der Wende: Die Berliner Mauer bricht, Appenzell erlaubt das Frauenstimmrecht. Vor allem aber: 1989 werden sieben Kinder geboren und damit sieben Männer zu stolzen Vätern gemacht – die Sieben Glorreichen. Sie sind «herti Sieche», «echte Männer» oder coole Cowboys, die mit emanzipierten Partnerinnen 1989 eine Familie gründen.

Von 1989 bis 2009 und zum 30. Jubiläum im Dezember 2018 haben sich die Sieben Glorreichen mit ihren Kindern am ersten Sonntag im Dezember immer auf demselben Platz und stets mit der gleichen Aufstellung vom gleichen Fotografen ablichten lassen.

Die feine, dezidiert diskret gehaltene Fotoausstellung regt zum Nachdenken an über Männlichkeitsbilder und Geschlechterrollen und ist im Kontext der Diskussionen über Vaterschaftsurlaub, Geschlechterquoten und Teilzeitarbeit so aktuell wie nie.

Das Historische Museum Baden präsentiert diese einzigartige fotografische Dokumentation im Landvogteischloss noch bis am 1. März 2020. Historisches Museum Baden, Dienstag bis Samstag 13 bis 17 Uhr, Donnerstag 12 bis 19 Uhr, Sonntag 10 bis 17 Uhr. Öffentliche Führungen am 19. Januar ab 11 Uhr und am 30. Januar ab 18 Uhr.

Beitrag vom 11.12.2019

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