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Demenz: Kleine Karten für alle Fälle

Manchmal sagt eine kleine Karte im richtigen Moment mehr als viele Worte. Oder gibt wichtige Auskünfte, wenn man dies selbst nicht mehr kann. Die kostenlosen Karten von Alzheimer Schweiz klären schwierige Situationen oder veranlassen im Notfall Hilfe.

Vielen Leuten sieht man ihre Demenz nicht auf den ersten Blick an. Und noch immer wissen viele nur wenig über diese Krankheit. So stossen Betroffene und ihre Begleitpersonen oft auf Unverständnis. Befürchten sie, ausserhalb der eigenen vier Wände in peinliche Situationen zu geraten, ziehen sie sich zurück. Hier können die Alzheimer Karten helfen. «Ich bin an einer Demenz erkrankt. Ich brauche Ihre Hilfe und Ihr Verständnis» steht etwa darauf. Oder: «Meine Begleitperson hat eine Demenz. Bitte haben Sie Verständnis für das ungewöhnliche Verhalten». Auf der Rückseite steht kurz und knapp, was der betroffenen Person Schwierigkeiten bereitet und wie man sie am besten unterstützt.

Da die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für die Lebensqualität Betroffener und ihrer Begleitpersonen zentral ist, dienen die Demenz-Karten einem wichtigen Zweck. Sie ersparen langwierige Erklärungen und Angehörige können sich voll dem Gegenüber mit Demenz widmen. Servicemitarbeitende reagieren dank dem Zusatzwissen vielleicht gelassener auf impulsives oder sonst wie ungewöhnliches Verhalten. Oder das Verkaufspersonal weiss, wie man Betroffenen begegnet, wenn sie beispielsweise den Weg zur Kasse nicht finden oder nicht mehr weiterwissen. Auch die Angaben zu Kontaktpersonen für den Notfall finden sich auf der Karte. Die kostenlosen Karten für Menschen mit Demenz sowie für Personen, die Demenzbetroffene begleiten, passen in jedes Portemonnaie.

Notfall-Karte und Checkliste

Karte mit Aufschrift "Ich bin an einer Demenz erkrankt"
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Ebenfalls kostenlos bietet Alzheimer Schweiz Notfall-Karten für Betreuungspersonen an. Sind diese etwa in einen Unfall verwickelt, informiert die Karte Helferinnen und Helfer wie Rettungskräfte, dass jemand mit Demenz auf Hilfe angewiesen ist. Die Karte zeigt auch, wer als Vertretungsperson benachrichtigt werden soll und für die Betreuung einspringen kann. Am besten bewahrt man die Karte direkt neben dem eigenen Ausweis auf, sodass sie bei Bedarf schnell gefunden wird.

Zusätzlich zur Karte kann man eine praktische Notfall-Checkliste herunterladen. Darauf werden die wichtigsten persönlichen und medizinischen Angaben zum betreuten Menschen eingetragen sowie Informationen etwa dazu, wer über einen Schlüssel oder eine Bankvollmacht verfügt, den Briefkasten leeren oder die Katze füttern kann. Die Liste gibt Sicherheit, da im Ernstfall alle wichtigen Informationen schnell griffbereit sind.

Alle Karten können im Set à 10 Stück über Alzheimer Schweiz bestellt werden.

Mehr zum Thema Demenz:

  • Zoo-Führung in Zürich für Demenzbetroffene und Begleitpersonen: Alzheimer Zürich bietet in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank und dem Zoo Zürich mehrmals jährlich eine spezielle Zooführung für Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen oder Betreuungspersonen an. Die Zeitlupe war 2025 dabei. Daten 2026: Dienstag, 7. April; Dienstag, 5. Mai; Dienstag, 18. August; Donnerstag, 17. September. Frühzeitige Anmeldung empfohlen.

Beitrag vom 21.01.2026

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