Dem Wald ganz nah
Nie ist der Wald schöner als im Herbst! Auf Baumwipfelpfaden kann man ihn von einer ungewohnten Perspektive geniessen. Und dort viel über Bäume und ihre Bewohner lernen. Fünf Ausflüge, die ein Naturerlebnis mit Waldwissen verbinden.
Text: Monica Müller

«Senda dil Dragun» – Laax (GR)
Die Senda dil Dragun ist der längste Baumwipfelpfad der Welt. Der «Drachenweg» verbindet die beiden Ortsteile Laax Murschetg und Laax Dorf. Das eindrückliche Bauwerk erstreckt sich über 1.56 Kilometer. Unterwegs finden sich Erklärtafeln zu heimischen Bäumen und Tieren, Tierfiguren im Wald, sowie Holzkugelbahnen. Beim Turm in Laax Murschetg gibt es zudem eine 73 Meter lange spiralförmige Rutschbahn.
Anreise: Mit dem Postauto bis Laax Bergbahnen
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Baumwipfelpfad Neckertal (SG)
Ein sanfter Anstieg führt zu den Baumkronen, dann schlängelt sich der Pfad auf Holzstegen durch den Wald. Unterwegs gibt es Balancierstationen, Hörrohre, Aussichtspunkte und Info-Module. Der imposante Baumwipfelpfad ist 500 Meter lang. Ein besonderes Highlight ist die Aussichtsplattform, die einen eindrücklichen Blick über das Neckertal bietet. Kinder können sich auf einem Spielplatz und mit grossen Kugelbahnen vergnügen. Im Wipfel-Bistro gibt es zu essen und trinken.
Anreise: Mit dem Zug bis Mogelsberg. Vom Bahnhof führt ein rund 30-minütiger Weg durch den Wald zum Baumwipfelpfad. Wer mit dem Auto kommt, findet ausgeschilderte Parkplätze.
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Gäggersteg im Naturpark Gantrisch (BE)
Der Gäggersteg ist ein Wipfelpfad durch ein Waldgebiet, das nach dem Sturm Lothar von 1999 weitgehend sich selbst überlassen wurde. Auf dem rund 500 Meter langen Steg lässt sich beobachten, wie zwischen abgestorbenen Bäumen neues Leben entsteht und sich der Wald seinen Lebensraum zurückholt. Der informative und abwechslungsreiche Spaziergang zeigt eindrücklich, wie sich Wald und Natur von den Schäden erholt haben.
Anreise: Ab Bern bis Schwarzenburg, am Wochenende weiter mit dem Natur- und Sportbus bis Rüschegg Süfternen, Kreuzung. An den übrigen Tagen fährt das Postauto ab Riggisberg bis Gurnigel, Wasserscheide; von dort führt ein rund 1,5-stündiger Wanderweg zum Gäggersteg.
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Wipfelpfad auf der Fräkmüntegg (LU, NW)
Auf dem Wipfelpfad am Pilatus spaziert man über breite Laufseile, ist dabei aber jederzeit gut mit Netzen gesichert. Der Pfad führt über zwölf Plattformen durch den Wald. Dort erfahren Sie, was es mit dem Rothirsch oder den Flechten am Pilatus auf sich hat. Der Wipfelpfad ist kostenlos.
Anreise: Von Kriens aus erreichen Sie die Fräkmüntegg in rund 30 Minuten bequem mit der Panorama-Gondelbahn. Der Eingang zum Wipfelpfad befindet sich beim Pilatus Seilpark.
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Wipfelpfad Stockhütte auf der Klewenalp (NW)
Auch auf dem Wipfelpfad bei der Stockhütte lässt sich der Wald aus einer ungewohnten Perspektive erleben. Über Holzstege und Plattformen führt der der Pfad durch die Baumkronen und vermittelt interessante Einblicke in die Natur. Der kurze Rundgang lässt sich gut mit einer Wanderung oder einem Ausflug auf die Klewenalp verbinden. Wer danach noch etwas verweilen möchte, kann auf der Terrasse der Stockhütte einkehren und die Aussicht geniessen. Eine18 Meter lange Tunnelrutsche ist ein Highlight für Kinder.
Anreise: Mit der Gondelbahn geht es von Emmetten in rund zehn Minuten hinauf zur Stockhütte.
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