
«Musik zieht sich wie eine Tonspur durch unser Leben»
Die Zeitlupe lanciert zusammen mit dem bekannten Moderator Röbi Koller einen Podcast, in dem er mit illustren Gästen über ihr Leben und ihre Leidenschaften spricht. Ihre Lieblingslieder geben dabei den Takt an.
Text: Monica Müller
Was erwartet die Zeitlupe-Leserschaft in Ihrem neuen Podcast?
Ein Gespräch zwischen zwei Menschen, die beide eine Leidenschaft für Musik haben. Musik zieht sich wie eine Tonspur durch unser Leben, deshalb heisst der Podcast auch so. Wir alle kennen Musikstücke, die in gewisse Lebensphasen gehören, Erinnerungen wachrufen und uns etwas bedeuten. Meine Gesprächspartner wählen jeweils fünf für sie prägende Lieder. Bevor ich ihre Auswahl kenne, suche ich drei Songs aus, von denen ich denke, sie könnten zu ihnen passen.
Wie wählen Sie diese aus?
Aufgrund neutraler musikalischer Vorurteile. Mein erster Gesprächspartner, Thomas Bucheli, stammt aus dem Luzerner Hinterland. Also werde ich ihm vielleicht ein kurzes «Halleluja» einspielen. Und als Wettermoderator bietet sich auch ein Song wie «Here comes the Sun» an. Ich bin gespannt, wie er darauf reagieren wird.
Gespräche zum Sound des Lebens
Zeitgleich mit jeder neuen «Zeitlupe» im Briefkasten gibt es jeweils auch eine neue Folge des Podcasts «Tonspur» mit Röbi Koller zu hören. Den Auftakt macht ein Gespräch mit Thomas Bucheli, der rund 30 Jahre SRF Meteo leitete und nun in Pension geht. Über den QR-Code gelangen Sie direkt zur ersten Episode, die Sie sich selbstverständlich kostenlos anhören können.
Was für Gäste erwarten uns?
Prominente und interessante Persönlichkeiten jeden Alters. Von der Bundesrätin über die Komikerin bis hin zum ehemaligen Fussballer und Fussballtrainer. Die Aktualität wird bei der Auswahl auch eine Rolle spielen.
Was sagt unsere Lieblingsmusik aus über uns?
Die Wahl von fünf Liedern fällt den meisten schwer, und sie kann nur eine Momentaufnahme sein. Aber sie sagt viel über uns aus: Welche Musik haben unsere Eltern uns mitgegeben, was sind unsere «guilty pleasures», also Songs, die wir heimlich gerne hören, uns aber etwas dafür schämen.
In Ihrem Fall?
Meine Eltern haben Bach geliebt und ich höre seine Kompositionen noch immer gerne. Früher hatte ich musikalisch ein paar seltsame «Entgleisungen», wie zum Beispiel «Gloryland» von den Lords. Oder «Mathilda», in der deutschen Version von Udo Jürgens. Müsste ich meinen Musikgeschmack heute auf den Punkt bringen, sind es die drei Bs: Bach, Beatles und Bob Dylan.
Sie führen seit über 40 Jahren professionell Gespräche. Was macht ein gutes Gespräch aus?
Man muss zuhören können. Eine Qualität, die ich nicht immer habe, zumindest wenn Sie meine Frau fragen. Ich bin kein Freund von konfrontativen Gesprächen. Statt der Provokation ziehe ich es vor, dass man sich gegenseitig inspiriert, ein Gedanke zum nächsten führt. Die besten Gespräche sind die, bei denen ich nicht so viel fragen muss, die einfach laufen.
Was nehmen Sie aus den vielen Gesprächen mit?
Ich habe sechs Jahre «Musik für einen Gast» auf SRF 2 moderiert. Dabei haben mich meine Gäste mit ihren Lebensgeschichten berührt und beflügelt. Und mir ganz viel neue Musik gezeigt.
Was erhoffen Sie sich von Ihren Gästen?
Dass sie Lust haben, von sich zu erzählen, sich zu öffnen, das Publikum zu unterhalten und zu lachen.
… und von ihrer Musikauswahl?
Hier gibt es keine Grenzen! Ausser vielleicht, was die Länge der Lieder angeht. Wünscht sich jemand ein episch langes Stück, hören wir uns nur einen Ausschnitt an.
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Der langjährige SRF-Musikredaktor Urs Musfeld schreibt hier über Songs und ihre Geschichten.
