© Pia Neuenschwander

Spät vereint ist doppelt schön

Manchmal hält das Leben noch ein überraschendes Kapitel bereit. Zwei Liebespaare erzählen, wie sie sich im Alter und nach bewegten Zeiten gefunden haben – Jahrzehnte nach ihrem ersten Treffen. 

Text: Fabian Rottmeier

Liebe kennt kein Alter, heisst es so schön. Doch Liebe kennt auch keine Regeln, Normen – oder richtige oder falsche Zeitpunkte. Nirgends wird dies derzeit witziger und treffender thematisiert als in der zweiten Staffel der Netflix-Fernsehserie «The Kominsky Method». Die Schauspieler Michael Douglas und Alan Arkin spielen darin zwei Freunde, die dem Alter und ihren Gebrechen mit viel Galgenhumor entgegentreten. Arkin verkörpert den 80-jährigen Norman, der ausgerechnet auf einer Abdankung auf eine verflossene alte Liebe trifft: Madelyn. Die beiden hatten eine Liaison, als der US-Präsident noch Lyndon Johnson hiess. Sie unterhalten sich erfreut – bis sie von der Witwe des Verstorbenen zurechtgewiesen werden – und tauschen ihre Nummern aus. Auf der Heimfahrt im Auto schwärmt Norman seinem Freund vor: «Sie spricht drei Sprachen und hat Chemie studiert. Und das Beste: Ihr Mann ist vor vier Jahren verstorben. Junge, was für eine grossartige Beerdigung!»

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