© Getty Images

Vorsorge in aller Munde

Beratungen zur persönlichen Vorsorge helfen, wichtige Entscheide festzuhalten, falls man einmal urteilsunfähig werden sollte. Bei der Umsetzung des Willens durch sogenannte Vertretungspersonen können dennoch Fragen auftauchen. Aus diesem Grund hat Pro Senectute ihr Vorsorgedossier Docupass weiterentwickelt.

Plötzlich war das Thema der persönlichen Vorsorge in aller Munde. So demonstrierte die Corona-Pandemie, wie wichtig es ist, sich frühzeitig, ohne Zeitdruck und für alle möglichen Fälle zu überlegen, welche Wünsche man an seine medizinische und persönliche Versorgung im Ernstfall und gegenüber der eigenen Endlichkeit hat.

Im Auftrag von Pro Senectute Schweiz hat gfs-zürich im April zum dritten Mal seit 2017 eine repräsentative Befragung zur Bekanntheit und zum Umgang mit Patientenverfügung und Vorsorgeauftrag durchgeführt. Während die Patientenverfügung in den Jahren 2017 und 2020 65% respektive 68% der befragten Personen ein Begriff war, kennen sie heute vier von fünf Personen (82%).

Mit einem markanten Anstieg um 14 Prozentpunkte ist die Patientenverfügung 2021 deutlich bekannter als in den vergangenen Erhebungen. Besonders Corona dürfte dazu beigetragen haben. Allerdings haben sich die Anteile je nach Generation sehr unterschiedlich entwickelt: Die Bekanntheit der Patientenverfügung nahm bei den 18- bis 39-Jährigen gegenüber dem Vorjahr von 42 auf 77% und bei den 40- bis 64-Jährigen von 79 auf 84% zu, während sie bei den über 64-Jährigen auf 86% stagnierte.

Der Corona-Effekt zeigt sich auch beim Anteil Personen, die eine Patientenverfügung nicht nur kennen, sondern auch ausgefüllt haben: Waren es 2020 noch 24% aller Befragten, so sind es heute 28%. Auch hier scheint sich der Pandemie-Effekt sehr unterschiedlich auf die verschiedenen Altersgruppen ausgewirkt zu haben: Während im Vorjahr 6% der 18- bis 39-Jährigen eine Patientenverfügung ausgefüllt haben, sind es 2021 bereits 14%. Bei den 40- bis 64-Jährigen hat der Anteil von 26 auf 28% zugenommen, während er bei den über 64-Jährigen bei 49% erstaunlicherweise gleich geblieben ist.

Kompetenzzentrum Pro Senectute

Pro Senectute hat sich sowohl bei der Patientenverfügung neben den klassisch medizinischen Organisationen als auch beim Vorsorgeauftrag neben den juristischen Institutionen als Kompetenzzentrum der persönlichen Vorsorge etabliert. Das bestärkt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir möchten weiter Sensibilisierungs- und Aufklärungsarbeit leisten, uns stetig weiter- entwickeln und die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen insbesondere im Bereich Patientenverfügung ausbauen. Da die Studie zudem zeigt, dass auch Jüngere zunehmend auf die persönliche Vorsorge aufmerksam werden, möchten wir auch auf diese Zielgruppe im Sinne eines generationenübergreifenden Ansatzes vermehrt zugehen.

Auf unserer Website können Sie sich vertieft in alle Bereiche der persönlichen Vorsorge einlesen. Für alle weiteren Fra- gen stehen unsere 130 Beratungsstellen in der ganzen Schweiz gerne zur Verfügung. Pro Senectute unterstützt auch die Vertretungspersonen im Rahmen der Angehörigenberatung. Und einzelne Pro-Senectute-Organisationen lassen sich als vorsorgebeauftragte Personen einsetzen.

Der neue Docupass

Von der Patientenverfügung bis zum Testament bietet Ihnen Pro Senectute mit dem Docupass-Vorsorgedossier die anerkannte Gesamtlösung für alle persönlichen Vorsorgedokumente. Halten Sie sämtliche persönlichen An- liegen, Bedürfnisse und Wünsche fest – damit im Ernstfall niemand Ihren Willen erraten muss. Das entlastet Ihre Ange- hörigen und auch Sie.
prosenectute.ch/docupass

Beitrag vom 10.05.2021
Peter Burri Follat

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.