Kulturtipps September2021

Sechs spannende Kulturtipps aus den Bereichen Musik, Kunst und Literatur – für Sie ausgewählt von der Zeitlupe-Redaktion.

© Tabea Hüberli

Freddie, wir vermissen dich!

Ein multimediales Theater feiert den 75. Geburtstag der verstorbenen Rock-Legende.

Vor 30 Jahren starb Freddie Mercury, Sänger der Rockband Queen, im Alter von 45 Jahren an Aids. Ihm zu Ehren hat das Schweizer Secondhand Orchestra «Freddie – die Mundartshow», einen multimedialen Theaterabend, kreiert, der mit den beliebtesten Queen-Songs in parodistischen Mundart-Versionen aufwartet. Die Show mit Roman Riklin, Adrian Stern und Frölein Da Capo verspricht neue Perspektiven auf das vielschichtige musikalische Erbe, das der unvergleichliche Sänger Freddie Mercury hinterliess.

«Freddie – die Mundartshow», mit Roman Riklin, Adrian Stern und Frölein Da Capo, 22.9. – 19.12. in diversen Deutschschweizer Städten, Vorverkauf und weitere Informationen auf secondhandorchestra.ch

Cartoons: Der feine Strich des Herrn Sempé

Das Buch «Hin und weg» ist die perfekte Einladung zum Schmunzeln.

Mit Figuren wie dem kleinen Nick und seinen Studien von Städten wie Paris, St. Tropez, aber auch New York hat sich der französische Cartoonist Jean-Jacques Sempé in unsere Herzen gezeichnet. Für das Magazin «Paris Match» hat der 89-Jährige von 1990 bis 2019 verschiedene Bilder geschaffen. Diese erscheinen nun erstmals in Buchform. In «Hin und weg» kann man sich seitenweise den feinen Humor Sempés gönnen und so jeden Tag ein bisschen aufhellen.

Jean-Jacques Sempé, «Hin und weg», Diogenes, 120 Seiten, ca. CHF 59.–, diogenes.ch

1970 veröffentlichte Eric Clapton sein erstes Album. Die eben veröffentlichte Jubiläumsedition wartet mit drei verschiedenen Mixes auf.

© Museum Rietberg; Foto: Rainer Wolfsberger

Japan erzählt

Selbstportrait von Christina Plaka im Manga-Stil.

© Christina Plaka

Gleich zwei Ausstellungen widmet das Museum Rietberg der narrativen Kunst Nippons.

Die «narrative Kunst» bezeichnet alle Arten von Bildwerken, die auf einem literarischen Text basieren oder ihn begleiten. Das können Malereien, Holzschnittdrucke sowie dreidimensionale Objekte sein. «Liebe, Kriege, Festlichkeiten – Narrative Kunst aus Japan» zeigt über 100 Kunstwerke aus dem 13. bis 20. Jahrhundert, während «Flow – Erzählen im Manga» sich mit der aktuellen bebilderten Ausdrucksform des Inselstaats auseinandersetzt. Besonders die Manga-Show dürfte auch die Enkelkinder begeistern.

«Liebe, Kriege, Festlichkeiten – Narrative Kunst aus Japan», bis 5.12., «Flow – Erzählen im Manga», bis 31.1.22, Museum Rietberg, Gablerstrasse 15, Zürich, rietberg.ch

Buchtipp: Bewegende Lebensgeschichte

«Mit dir, Ima» beleuchtet eine Mutter-Tochter-Beziehung, ein jüdisches Familienleben und ein Stück Schweizer Psychiatriegeschichte.

Jehudit kommt 1935 in Israel auf die Welt, 1967 heiratet sie einen nichtjüdischen Schweizer und lebt fortan in Zürich. Doch Jehudit bleibt heimatlos und unglücklich. Ihre psychotischen Schübe werden zahlreicher und heftiger. Sie prägen das Leben der kleinen Tochter Daniela, die ihre Mutter trotz aller Widerstände über alles liebt. Anhand von Gesprächen, Briefen und Notizen zeichnet die Zürcher Publizistin Daniela Kuhn das Leben ihrer Mutter nach.

Daniela Kuhn: Mit dir, Ima. Limmat Verlag, Zürich 2021, 226 S., ca. CHF 37.90

Ausstellung: Eine ergreifende Wirkung

© The Estate of Sigmar Polke, Anna-Polke-Stiftung, Grossmünster Zürich, Glas Mäder & Co. AG

Mit «Farben im Licht» zeigt das Landesmuseum Zürich Glasmalerei aus verschiedenen Jahrhunderten.

Diese besondere Kunstrichtung hat ihren Ursprung in Klöstern und Kirchen des Mittelalters. Das Licht, das in die Innenräume der Glaubensstätten strömte, hatte eine ergreifende Wirkung auf die Besuchenden. Die Faszination der Glasmalerei hält indes bis heute an. Das Landesmuseum Zürich zeigt nebst über 90 Kunstwerken, die teils bis in die Gegenwart reichen, auch die Arbeitsmaterialien und die aufwändige Technik hinter dieser Handwerkskunst.

«Farben im Licht. Glasmalerei vom 13. bis 21. Jahrhundert», bis 3.4.22, Landesmuseum Zürich, Museumstrasse 2, Zürich, nationalmuseum.ch

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Beitrag vom 06.09.2021

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