Romedo Guler, Dampf-Traject-Fähre der Schweizerischen Nordostbahn auf dem Zürichsee, um 1885. © ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv

Frühe Schweizer Fotografie

Die Ausstellung «Nach der Natur» in der Fotostiftung in Winterthur zeigt erstmals einen Überblick über die ersten fünfzig Jahre Fotografie in der Schweiz.

Von Paris aus verbreitete sich das neue Medium der Fotografie ab Mitte des 19. Jahrhunderts in kürzester Zeit in ganz Europa. Bald entstanden Bilder nicht nur in den Städten, sondern die schweren Kameras wurden auch in die Dörfer und aufs Land, in abgelegene Täler und auf die Berge getragen. Dort erregten die Fotografinnen und Fotografen mit ihren Aufnahmen «nach der Natur» Aufsehen.

Die Ausstellung «Nach der Natur. Schweizer Fotografie im 19. Jahrhundert» in der Fotostiftung Schweiz in Winterthur zeigt ein bisher wenig erforschtes Kapitel der Schweizer Fotografie und beleuchtet erstmals in einer Überblickschau die ersten fünfzig Jahre des neuen Mediums hierzulande. Sie zeigt Unterschiede in den verschiedenen Landesteilen, die auf Einflüsse aus Frankreich, Deutschland und Italien zurückzuführen sind. Sie stellt die Pioniere der Fotografie in der Schweiz vor und erklärt, wie und warum sich die Fotografie so rasant verbreitete und wie sie genutzt wurde.

Friedrich von Martens, Märjelensee, um 1854.
Friedrich von Martens, Märjelensee, um 1854. © Collection Nicolas Crispini, Genève

Gerade im Zeitalter der Digitalisierung und der schnellen Handy-Fotografie will sich die Ausstellung auf die analogen Anfänge des Mediums zurückbesinnen, als nur schon die Belichtungszeit mehrere Minuten dauerte und es auch nach stundenlanger Dunkelkammerarbeit keinesfalls sicher war, dass überhaupt ein Bild zustande kommen würde.

«Nach der Natur. Schweizer Fotografie im 19. Jahrhundert»: Die Ausstellung in der Fotostiftung Schweiz in Winterthur dauert noch bis Ende Januar. Sie ist eine Kooproduktion von Fotostiftung Schweiz (Winterthur), Museo d’arte della Svizzera Italiana (Lugano) und Photo Elysée (Lausanne). Im Museum gilt die 2-G-Regel.

Lust aufs Museum? Hier finden Sie weitere Tipps.

Öffentliche Führungen

MITTWOCH, 12.01.2022,18.30 Uhr

Nach der Natur – Schweizer Fotografie im 19. Jahrhundert

mit Christina Schmidt

SONNTAG, 16.01.2022,11.30 Uhr

Magie der Daguerreotypie

Dia­lo­gi­sche Füh­rung mit Mad­lei­na De­pla­zes (Re­se­arch Cu­ra­tor Fo­to­stif­tung Schweiz) und Wer­ner Boss­hard (Samm­ler)

MITTWOCH, 26.01.2022,18.30 Uhr

Nach der Natur – Schweizer Fotografie im 19. Jahrhundert

mit Christina Schmidt

SONNTAG, 30.01.2022,11.30 Uhr

Nach der Natur – Schweizer Fotografie im 19. Jahrhundert

mit Astrid Näff

Beitrag vom 05.01.2022

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