© Christopher Corr

«Wir stecken in einem ­Teufelskreis»

Am 14. Juni stimmen wir über die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» ab. Die Initiative will die Zuwanderung deckeln, damit bis 2050 nicht mehr als zehn Millionen Menschen in der Schweiz wohnen. Gäbe es bei einem Ja noch genügend Pflegekräfte?

Text: Maximilian Jacobi, Illustration: Christopher Corr

Christoph Golz
Christoph Golz

Christoph Golz, Sie forschen an der Berner Fachhochschule zum Thema Gesundheitsversorgung. Wie viele Menschen aus dem Ausland arbeiten in der Schweiz in der Pflege?
Ein gutes Viertel kommt aus dem Ausland. Besonders in den Grenzkantonen arbeiten sehr viele Pflegefachpersonen mit ausländischen ­Diplomen. In Genf beispielsweise sind es mehr als die Hälfte. Das zeigen Zahlen des Bundes. Aber auch in der Zentralschweiz arbeiten Pflegende aus dem Ausland. Wird die Initiative angenommen, wäre wohl in erster Instanz die Zentralschweiz betroffen. Dort können die ausländischen Fachpersonen schlecht täglich über die Grenze pendeln und ziehen deshalb in die Nähe ihres Arbeitsplatzes. Eine Zunahme der Wohn­bevölkerung will die Initiative aber explizit deckeln.

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