Ausstellung «Zuhause sterben»
Sterben, Tod und Trauer sind Teil des öffentlichen Lebens. Die Wanderausstellung «Zuhause sterben» gastiert in Zürich und zeigt, was gemeinschaftliche Sorge für Menschen am Lebensende und deren Angehörige bedeutet.
75 Prozent der Menschen in der Schweiz möchte zuhause sterben können. Tatsächlich geht dieser Wunsch nur für knapp jede vierte Person in Erfüllung. Was muss sich verändern, damit mehr Menschen so sterben können, wie sie möchten? Wie haben Angehörige das Sterben ihrer Liebsten daheim erlebt? Was war schön, was belastend? Welche Unterstützung hätten sie sich gewünscht und wo kann man Hilfe holen?
Solchen Fragen geht die mobile Ausstellung «Zuhause sterben – Wie wir als Gemeinschaft Menschen am Lebensende unterstützen» nach, die vom 2. bis 15. März in Zürich gastiert. Die Wanderausstellung schafft mit Stellwänden drei Räume: Schlafzimmer, Stube und Café. Diese spannen einen Bogen vom persönlichen, intimen Erleben des Lebensendes bis hin zur gesellschaftlich-öffentlichen Auseinandersetzung mit dem Thema.
- Im Schlafzimmer erzählen Angehörige, was sie dazu bewegt hat, ihre Nächsten zuhause zu betreuen und was sie dabei über Sterben und den Tod erfahren haben.
- In der Stube läuft ein Dokumentarfilm, wie betreuende Angehörige einen Menschen bis ans Lebensende begleiten und wie Gemeinden dabei unterstützen können.
- Im Café steht die gemeinschaftliche Sorge zur Unterstützung von Betroffenen im Zentrum. Kartenspiele laden zum Gespräch ein, um Gedanken, Vorlieben und Geschichten über das Leben und den Tod auf unterhaltsame Weise auszutauschen.
Die Ausstellung entstand im Rahmen des Projekts «Compassionate City Lab der Berner Bevölkerung», und wird von Gesundheitsförderung Schweiz und weiteren Partnern unterstützt. In einer «Compassionate City», einer «mitfühlenden Gemeinde», gehört der Tod mitten ins Leben und die Menschen unterstützen einander in Phasen von Sterben und Trauer. Gegenseitige Sorge und Generationensolidarität stehen in Zeiten der Krise im Zentrum.
«Zuhause sterben. Wie wir als Gemeinschaft Menschen am Lebensende unterstützen»:
2. bis 15. März 2026, Kirche Oberstrass, Stapferstrasse 58, 8006 Zürich. Montag bis Freitag, 10 bis 16 Uhr, Samstag und Sonntag 14 bis 17 Uhr.
Begleitend zur Ausstellung bestehen Gesprächsangebote und Veranstaltungen von und mit Fachpersonen rund um Palliative Care: Zum Programm
Kommende Stationen: 9. bis 19. Oktober 2026 Solothurn, 12. bis 23. Oktober 2026 Graubünden, 9. bis 21. November 2026 Zollikofen (Stand Februar 2026).
«Bis zuletzt – Erfahrungen zur gemeinschaftlichen Sorge am Lebensende»: Dokumentarfilm von Claudia Michel und Oliver Slappnig (2022, 32 Minuten, Dialekt, Untertitel D/F)
Der Film porträtiert drei Angehörige, die im Spannungsfeld des Widerspruchs stehen, dass ihre Liebsten zuhause sterben möchten, dies aber nicht allen möglich ist. Er zeigt auf, welche Unterstützungsformen deren Wohlergehen fördern, und was es braucht, damit mehr Menschen ihrem Wunsch gemäss das Lebensende zuhause erleben können.