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Welterbetage am 13./14. Juni 2026

Entdecken, erleben, staunen: Die 13 Welterbestätten in der Schweiz öffnen ihre Türen für einmalige Einblicke und Spezial-Führungen.

Kennen Sie alle 13 Naturphänomene und Kulturleistungen in der Schweiz, welche die Auszeichnung als UNESCO-Welterbe erhalten haben? Neun davon wurden wegen ihrer kulturellen Bedeutung und vier wegen ihrer landschaftlichen Schönheit, ihrer Biodiversität oder ihrer Wichtigkeit zum Verstehen der Erdentwicklung ausgewählt. Sie alle sind Teil der Identität und Mentalität der Schweiz und teilen ihren universellen Wert mit der Weltgemeinschaft.

Falls Sie noch nicht alle Welterbestätten besucht und gesehen haben: Am Wochenende vom 13./14. Juni öffnen sie unter dem Motto «Entdecken, erleben, staunen» ihre Türen und laden zu vielfältigen Erlebnissen ein. Die Welterbetage bieten Einblicke in die Natur- und Kulturschätze der Schweiz, die den Besuchenden sonst oftmals verwehrt bleiben. Spezielle Programme lassen die Welterbestätten hautnah erleben und verstehen. Dies soll das Bewusstsein für das kulturelle Erbe wie auch die Identifikation mit der eigenen Region stärken und die Stätten für zukünftige Generationen erhalten helfen.

Die UNESCO-Liste, auf der unterdessen weltweit über 1100 Welterbestätten verzeichnet sind, besteht seit 1978. In der Schweiz gehören folgende 13 Natur- und Kulturphänomene dazu:

Seit 1983:

  • Altstadt von Bern: Historisches Zentrum mit seinen charakteristischen Laubengängen und mittelalterlichen Brunnen. Zum Programm
  • Stiftsbezirk St. Gallen: Beeindruckendes Kloster mit einer der ältesten und bedeutendsten Stiftsbibliotheken der Welt. Zum Programm
  • Benediktinerinnenkloster St. Johann in Müstair: Ein herausragendes Zeugnis karolingischer Kunst im Kanton Graubünden. Zum Programm

Seit 2000:

  • Drei Burgen von Bellinzona: Eine mächtige mittelalterliche Wehranlage und ehemalige Festung im Tessin. Zum Programm

Seit 2001:

  • Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch: Die eindrucksvolle Hochgebirgslandschaft mit dem längsten Gletscher der Alpen. Zum Programm

Seit 2003:

  • Monte San Giorgio: Einzigartige Fossilienfundstelle in der Südschweiz (Kanton Tessin), die Einblicke in die Trias-Zeit gewährt. Zum Programm

Seit 2007:

  • Die Weinterrassen von Lavaux: Spektakuläre, jahrhundertealte Weinbauterrassen am Genfersee im Kanton Waadt.

Seit 2008:

  • Rhätische Bahn in der Landschaft Albula/Bernina: Meisterwerk der Eisenbahnarchitektur und spektakuläre Streckenführung. Zum Programm
  • Schweizer Tektonikarena Sardona: Eine spektakuläre geologische Formation zwischen Glarus, St. Gallen und Graubünden. Zum Programm

Seit 2009:

  • La Chaux-de-Fonds / Le Locle: Planstädte, die vollständig auf die Bedürfnisse der Uhrenindustrie ausgerichtet sind. Zum Programm

Seit 2011:

  • Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen: 56 Fundstellen in der Schweiz, die einen Einblick in die frühe Besiedlung der Region geben. Zum Programm

Seit 2016:

  • Das architektonische Werk von Le Corbusier: Verschiedene Gebäude des berühmten Architekten, darunter die Villa Le Corbusier am Genfersee.

Seit 2021:

  • Alte Buchenwälder Europas: Ein transnationales Erbe, das in der Schweiz unter anderem alte Buchenbestände im Tessin (Val di Lodano) und am Bettlachstock (Solothurn) umfasst.

Welterbetage vom 13. und 14. Juni 2026: Hier geht es zum Programm

© Stiftung pro Kloster St. Johann in Müstair

Zeitlupe-Tipp: «Führung auf dem Gerüst» im Kloster Müstair

Reisen Sie ins Münstertal und machen Sie eine «Führung auf dem Gerüst» in der Klosterkirche St. Johann mit. Diese gibt eine seltene Perspektive auf die einzigartigen mittelalterlichen Fresken – als letzte Gelegenheit, die Wandmalereien in der Mittelapsis aus nächster Nähe zu besichtigen, da das Gerüst nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten demnächst abgebaut wird.

Führungen um 14.30-15.00 Uhr | 15.15-15.45 Uhr | 16.00-16.30 Uhr | 16.30-17.00 Uhr (Anmeldung erforderlich via Mail visit-museum@muestair.ch oder Telefon 081 851 61 89. Die Anzahl Plätze ist limitiert.)

Weitere Führungen in Müstair geben Einblick in die Klosterkirche, das Leben der Benediktinerinnen vom früheren Klosteralltag bis heute oder zu archäologischen Funden aus 1250 Jahren Klostergeschichte.

© Pia Willi

Zeitlupe-Tipp: «Pia Willi. Kunst und Kloster» in Müstair

Im Fokus der Retrospektive auf das Schaffen der Künstlerin, Textilgestalterin und ehemaligen Priorin Schwester Pia Willi stehen zeichnerische Arbeiten aus drei Schaffensperioden im Spannungsfeld zwischen Klosterleben und Kunstschaffen. Erstmals werden Zeichnungen aus den Studienjahren an der Kunstgewerbeschule Zürich und der Kunstakademie André Lhote in Paris gezeigt, ebenso wie Entwürfe für Trachtenstickereien und die beliebten «Willi-Karten» mit Motiven aus dem Klosterleben. Die Stickereientwürfe von Schwester Pia prägten über vier Jahrzehnte das Brauchtum im Engadin und darüber hinaus. Schätzungsweise 800 bis 1000 Trachten mit Stickereien sind in diesem Zeitraum und nach ihren Entwürfen entstanden.

«Pia Willi. Kunst und Kloster»: Ausstellung verlängert bis Ostern 2027

Beitrag vom 05.06.2026

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