© Holger Herbst

Unter Sternen

Ein dunkler Nachthimmel, funkelnde Sterne und die Milchstrasse: Der Sternenpark Gantrisch ist ein Paradies für Sterngucker.

Überall auf der Welt wird es nachts immer heller – in den letzten zwanzig Jahren hat die Lichtverschmutzung um siebzig Prozent zugenommen. Längst weiss die Forschung um die negativen Folgen künstlicher Lichtquellen: Zugvögel verlieren im Lichtsmog die Orientierung, bestäubende Insekten sind deutlich weniger aktiv, und der Tag- und Nacht-Rhythmus von Mensch und Tier gerät durcheinander. In Städten und ihren Agglomerationen ist die Lichtglocke oft so stark, dass am nächtlichen Himmel kaum noch Sterne zu sehen sind.

In Gegenden ohne störenden Lichteinfluss können in einer klaren Nacht bis zu 6500 Sterne von blossem Auge gezählt werden. Die Milchstrasse zieht sich dann wie ein milchig weisses Band über den dunklen Himmel. Eine solche Gegend ist das Gantrischgebiet, eine voralpine Hügellandschaft im Dreieck zwischen den Städten Bern, Thun und Freiburg. Dank seiner topografischen Lage bietet es Sternguckerinnen und Sterngucker einen faszinierenden, funkelnden Nachthimmel. Zu diesem einmaligen Naturerbe will der Naturpark Gantrisch Sorge tragen: Vor kurzem hat er sich als erster Sternenpark der Schweiz bei der International Dark Sky Association IDA beworben.

Weitere Informationen: www.sternenpark-gantrisch.ch

Beitrag vom 28.10.2019

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