
Warum Zähneputzen auch für das Gehirn wichtig ist
Der Mund ist ein biologisches Eingangstor zum Gehirn. Denn dessen Gesundheit beginnt zu einem kleinen, aber entscheidenden Teil zwischen Zähnen und Zahnfleisch.
In unserem Mund leben mehrere hundert Bakterienarten. In einem gesunden Zustand herrscht ein fein abgestimmtes Gleichgewicht. Die meisten dieser Mikroorganismen erfüllen wichtige Aufgaben. Problematisch wird es erst, wenn dieses Gleichgewicht kippt, etwa durch zu viel Zucker, unregelmässige Zahnpflege oder chronische Zahnfleischentzündungen. Dann verändern sich die bakteriellen Gemeinschaften, und entzündungsfördernde Keime gewinnen die Oberhand.
Hier beginnt die Verbindung zum Gehirn. Entzündetes Zahnfleisch ist nämlich keine rein lokale Angelegenheit. Wird das Gewebe gereizt oder geschädigt, können Bakterien und ihre Stoffwechselprodukte in die Blutbahn gelangen. Gleichzeitig sendet das Immunsystem entzündliche Botenstoffe durch den ganzen Körper. Diese erreichen auch die Blut-Hirn-Schranke – jene Schutzbarriere, die unser Gehirn wie ein Türsteher bewacht.
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