Kultur Juli/August

Fünf spannende Kulturtips aus verschiedenen Themenbereichen – für Sie ausgewählt von der Zeitlupe-Redaktion.

© Ascot Elite Entertainment Group

Schwarz und Weiss in Amerika

Das dreifach Oscar-prämierte Drama «Green Book» erzählt die wahre Geschichte einer aussergewöhnlichen Freundschaft im von Rassismus zerfressenen Amerika.

Regisseur Peter Farrelly zerrt in seinem Dokudrama «Green Book» eine Vergangenheit der amerikanischen Geschichte ans Licht, deren Schatten noch heute bestehen: Der «einfach gestrickte» Italoamerikaner Tony Lip (Viggo Mortensen) wird 1962 als Fahrer von Dr. Don Shirley (Mahershala Ali), ein afroamerikanischer Snob und gefeierter Pianist populärer Unterhaltungsmusik, angeheuert. Lip begleitet diesen auf einer Konzerttour von New York City bis in den konservativen Süden der USA, wo die Rassentrennung noch immer gilt. Um rassistischen Angriffen auszuweichen, halten sich die Männer an das «Negro Motorist Green Book», ein Reiseführer für die schwarze Bevölkerung mit Tipps zu Lokalen, in denen sie bedient werden. Sehenswert!

«Green Book» von Peter Farrelly mit Viggo Mortensen und Mahershala Ali, DVD/Blue Ray Disc, Ascot-Elite. 

© zVg

Kanadas Jazzkönigin

KONZERT: Die kanadische Jazzpianistin und -sängerin Diana Krall tritt mit einer Starbesetzung im Theater 11 in Zürich auf.

Kaum zu glauben, aber die Jazzpianistin und -sängerin Diana Krall begeistert schon seit über 20 Jahren mit ihren gefühlvollen Interpretationen von Standards und Eigenkompositionen, die ihr Repertoire um zusätzliche Stilrichtungen erweitern. In Zürich tritt die Kanadierin zusammen mit Starsaxophonist Joe Lovano und dem versierten Gitarristen Marc Ribot auf. Diese grossartige Besetzung verspricht einen unvergesslichen Abend für alle, die swingenden Jazz lieben.

«Diana Krall», 7. Juli, Theater 11, Thurgauerstrasse 7, 8050 Zürich, Tickets bei www.ticketcorner.ch oder Tel. 0900 800 800 (CHF 1.19/Min.) 

© 1954 Warner Brothers / TASCHEN; Photo courtesy BFI National Archive

Alles vom Nervenkitzler

Filmhistoriker Paul Duncan hat alle Filme von Alfred Hitchcock in einem grossartigen Band zusammengetragen.

Es ist ein richtiger Wälzer, den Filmhistoriker Paul Duncan über das gesamte filmische Schaffen Alfred Hitchcocks zusammengestellt hat. In Anbetracht seiner späteren Erfolge wie «North by Northwest» (1959) und «Psycho» (1960) geht oft vergessen, dass die Karriere des Regisseurs bereits 1925 ihren Anfang hatte. Neben spannenden Hintergrundinformationen sind unzählige Stand- und Szenenbilder aus den Filmen Hitchs zu bewundern. Ein Muss für alle Hitchcock- Fans und die, die es noch werden wollen.

«Alfred Hitchcock – Sämtliche Filme», Herausgeber Paul Duncan, Taschen, 688 Seiten, ca. CHF 24.90.  

© MICR

Blick hinter die Mauern

AUSSTELLUNG: Die Sonderausstellung «Prison» des Museums des Internationalen Roten Kreuzes in Genf setzt sich mit dem Thema Gefängnis auseinander.

«Wir sind es, die bestrafen.» – Dieser Gedanke begleitet die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung «Prison» im Genfer Musée international de la Croix-Rouge et du Croissant-Rouge. Historische Informationen, philosophische, anthropologische und soziologische Perspektiven werden kombiniert mit musikalischen Kreationen, Fotografien, Literaturausschnitten, Filmen und Erfahrungsberichten. Diese Collage wirft unter anderem die Frage nach möglichen Alternativen zu diesem aus dem 18. Jahrhundert überlieferten Strafsystem auf.

«Prison», bis 18. August 2019, Musée international de la Croix-Rouge et du Croissant- Rouge, Avenue de la Paix 17, 1202 Genf, www.redcrossmuseum.ch, Telefon 022 748 95 11  


© zVg

So klingt der Süden

LESERANGEBOT: Die Zürcher Symphoniker spielen zum heiteren Sommerkonzert mit südländischen Inspirationen auf. Zeitlupe-Leserinnen und Leser profitieren von 50 Prozent Rabatt auf den Ticketpreis.

Mit Goethe im Gepäck war der junge Komponist Felix Mendelssohn in den frühen 1830er-Jahren in Italien unterwegs. Die so gewonnenen Eindrücke inspirierten ihn zur temperamentvollen «Italienischen Symphonie». Wer Italien sagt, denkt an Rossini, und deshalb fehlt auch die Ouvertüre von «L’Italiana in Algeri» nicht im Programm des «Heiteren Sommerkonzerts», das von den Zürcher Symphonikern unter der Leitung von Heiko Mathias Förster und mit Marika Cecilia Riedl an der Harfe interpretiert wird. Die weiteren Werke leben von ihrem spanischen Temperament – so etwa die Auszüge aus Bizets «Carmen»-Suite, das Adagio aus Rodrigos «Concierto de Aranjuez» und Rimski-Korsakows «Capriccio espagnol». Die Leserinnen und Leser der Zeitlupe erhalten 50 Prozent Rabatt auf den Ticketpreis. 

Heiteres Sommerkonzert, Zürcher Symphoniker

1. September 2019, 15 Uhr, Tonhalle Maag, Zahnradstrasse 22, 8005 Zürich, Zeitlupe-Leserinnen und -Leser erhalten 50% Rabatt. Die Nettopreise (Rabatt abgezogen):

Kategorie 1: CHF 63.–

Kategorie 1: CHF 48.–

Kategorie 1: CHF 33.–

Die Karten können direkt beim Theaterclub über Telefon 044 422 94 10 oder theaterclub@bluewin.ch bestellt werden. Sie sind ausserdem auf www.ticketcorner.ch und an allen Ticketcorner- Vorverkaufsstellen erhältlich. 

 

Beitrag vom 13.06.2019