«Wir sind immer mitgewachsen»

Jacqueline Andrighettos Sohn Sven gehört zu den Schlüsselspielern im Eishockey-Nationalkader. Wie ist es, Hockey-Mom eines Stars zu sein?

Text: Monica Müller, Fotos: Christian Senti

Jacqueline Andrighetto
© Christian Senti

Das allererste Tor ihres Sohnes für die nordamerikanische Profiliga NHL sah Jacqueline Andrighetto am Fernsehen, in einer namen­losen Bar in Montreal. Sven hätte eigentlich an dem Tag fürs Farmteam in Hamilton bei ­Toronto gespielt, wurde dann aber kurzfristig in die erste Mannschaft umgeteilt. Als Jacqueline Andrighetto dies erfuhr, war sie in New York und konnte gerade noch ihren Flug nach Montreal umbuchen. In die Eishalle schaffte sie es aber nicht mehr rechtzeitig. So sass sie da in einer Bar, ihr Blick auf den Fernseher gebannt, am Telefon mit ihrem Mann. Als Sven ein Tor schoss, jubelte sie. «Nein, ich sehe nichts», meinte ihr Mann Remo von Zürich aus. Doch dann, leicht zeitverzögert, jubelte auch er. «Ich fühlte mich in dem Moment so verbunden mit meiner Familie, diese ganze geografische Distanz – sie war weg.»

Die Liebe und das Eis – damit begann alles. Als Teenager lernte Jacqueline Remo kennen, als er verletzt auf der Tribüne sass, während sein Eishockeyteam im Einsatz war. Wenig später, bei der Eisdisco auf demselben Eisfeld, funkte es. Fortan schaute sich Jacqueline alle Spiele von Remo an. Als ihre Söhne Tobi und Sven knapp über die Bande schauen konnten, durften sie bei den Matchs der Männer die Bandentüre für die fliegenden Wechsel öffnen und schliessen. Mit fünf Jahren besuchte Tobi die Hockeyschule; Sven, erst drei, war schon bald mit dabei.

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