Der Tod und die grosse Liebe

Sterbende zu begleiten und Abschied zu nehmen, ist immer eine herausfordernde Aufgabe. Die wegen der Pandemie verordnete Distanz und die beschränkten Kontaktmöglichkeiten in Altersinstitutionen und Spitälern vergrössern das Leid zusätzlich. Im Schwerpunktthema von Zeitlupe-Redaktorin Usch Vollenwyder erzählen zwei Betroffene, wie sie den Tod eines nahen Angehörigen während des Lockdowns erlebt haben und mit welchen Sorgen sie dabei zu kämpfen hatten. Gewisse symbolische Handlungen helfen, damit man als Trauergemeinde trotz fehlender Abdankungen von Verstorbenen Abschied nehmen kann, erklärt Theologin Isabelle Noth.

Federica de Cesco schreibt, seit sie fünfzehn ist, und sie will schreiben bis zuletzt. Rund hundert Bücher hat sie bisher verfasst. Soeben ist ihr neuestes erschienen: «Das Erbe der Vogelmenschen». Im Interview verrät die Schriftstellerin, wovon sie sich für ihre Romane inspirieren lässt, warum ihr Vater für ihre Entwicklung so wichtig war und weshalb sie an die grosse Liebe glaubt.

Im Themenmix dieser Ausgabe hat auch Roboter Lio, der im Schaffhauser Alterszentrum Emmersberg als elektronischer Assistent im Einsatz steht, einen Platz gefunden. In der Ernährung steht die Dattel im Mittelpunkt, auf den Gartenseiten dreht sich alles um die Akelei und in der Begegnung berichtet Musiklehrer Wieslaw Pipczynski von seiner Faszination für das Theremin – ein ganz besonderes Instrument, das weltweit kaum noch professionell gespielt wird.

Zum Schluss noch ein Hinweis auf die Zeitlupe-Leserreise, die diesmal nach Südschweden führt. Auf die Teilnehmenden warten typische Landschaften, eine Prise Kultur und Geschichte sowie skandinavisches Städteflair. Zum Programm gehören auch ein Tag im zauberhaften Schärengarten vor der Westküste und eine Schifffahrt auf dem Göta-Kanal.

ONLINE-SPECIAL «MEMENTO MORI»

Die Zeitlupe-Redaktion widmet sich dem Sterben und Tod nicht nur im Schwerpunktartikel dieser Ausgabe, sondern nimmt sich auf zeitlupe.ch vieler weiterer Aspekte des Themas an – einen ganzen Monat lang. Mehrfaches Reinschauen lohnt sich also, denn es warten zum Beispiel ein Artikel zu Online-Bestattungen, ein Gedicht oder ein Generationengespräch auf Sie!

Marianne Noser

Chefredaktorin Zeitlupe
© Sonja Ruckstuhl