Letzte Runde

Diesen Herbst schliessen Tine ­Giacobbo und Katharina Sinniger ihren Glace-Laden «Zentrale für Gutes» in Zürich. Damit endet die Karriere von zwei ­ausser­gewöhnlichen Gastronominnen.

Text: Claudia Senn

Noch ist alles beim Alten in dem kleinen Eck­laden im Zürcher Kreis fünf. Hinter der Glace-Theke hängt ein Bild des namengebenden Eisvogels. An den Wänden ist neben allerlei Flohmarkt-Trouvaillen auch ein Emailleschild mit der Aufschrift «Hüpftanz verboten» befestigt, was die Vorliebe der Ladenbesitzerinnen für Nostalgisches verrät. Katharina Sinniger, 76, die Diplomatischere von beiden, steht hinter der Theke. Tine Giacobbo, 71, die Direktere, pro­duziert im Nebenraum die Eisvogel-Glace, von der viele sagen, es sei die beste der Stadt. Beide Frauen wirken so authentisch und unverbogen, als hätten sie ihr Leben lang gemacht, was sie wollten. Was der Wahrheit vermutlich ziemlich nahe kommt.

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