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Leben unter totalitärer Herrschaft

In ihrem neusten Buch «Die Zeuginnen» setzt die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood dem fiktiven Staat Gilead ein Ende.

Radioaktive Verseuchung hat die Menschen unfruchtbar gemacht. In den USA übernimmt nach einem Staatsstreich eine christlich-fundamentalistische Gruppierung die Macht, ruft den Notstand aus, zensiert die Medien und errichtet die Republik Gilead. Die theokratische Diktatur kontrolliert ihre Bürgerinnen und Bürger auf Schritt und Tritt.

Vor allem die Frauen werden aller Rechte beraubt. Eine von ihnen ist Desfred; aus ihrer Perspektive wird die Geschichte über das Leben in Gilead erzählt. Mit dem Buch «Der Report der Magd» legte die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood schon 1985 einen verstörenden Roman über die Gesellschaft in einem totalitären Staat vor.

Mehr als dreissig Jahre später erscheint mit dem Roman «Die Zeuginnen» das dramatische Finale der Geschichte von Desfred. Im Mittelpunkt stehen drei mutige Frauen, die ihr Leben riskieren, um Freiheit und Eigenständigkeit zu erlangen – nicht nur für sich selber, sondern für alle Männer und Frauen in Gilead.

Margaret Atwood: Die Zeuginnen. Roman. Berlin Verlag, 2019, 571 S., ca. CHF 36.90

Beitrag vom 20.12.2019

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