Endlich. Menschlich.
Die «Woche zum Leben mit dem Tod» stellt das eigene Sterben, den Tod und die Trauer bewusst in den Mittelpunkt. Vom 24. Oktober bis 1. November bieten Schweizer Städte und Regionen ein vielfältiges Programm.
Trauer, Tod und Sterben gehören in die Mitte der Gesellschaft, finden die Projektträgerinnen und Projektträger von «endlich. menschlich». Diese Themen sollen nicht bei Medizin oder Institutionen wie Spitälern und Heimen verbleiben, sondern als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden werden.
Aus einem Aufruf 2024 in Bern entstand eine schweizweite Bewegung, die sich für ein gemeinsam getragenes Lebensende und eine menschenwürdige Kultur im Umgang damit engagiert. Projekte für eine solidarische, kompetente und vernetzte Gesellschaft sollen gezielt gestärkt werden.


Am Stadtfestival «endlich.menschlich.», Bern, Oktober 2024: Ein Besucher schreibt an die Wand «Bevor ich sterbe …» . Und: Ein Sterbezimmer zum Anschauen, Installation des Swiss Center for Design and Health in einer Berner Kirche. © Annette Boutellier.
«Die Woche zum Leben mit dem Tod» bietet dazu jedes Jahr ein vielfältiges Programm, getragen von Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Kultur und Bildung. Vom 24. Oktober bis 1. November öffnen Theater, Museen, Cafés, Kirchen und viele mehr ihre Türen für Führungen, Workshops, Ausstellungen, Diskussionen, Spaziergänge, Begegnungen und den Austausch. Die Veranstaltungen und Formate sollen berühren, zum Nachdenken anregen und die Möglichkeit geben, sich kreativ, mutig und lebensnah mit dem Lebensende auseinanderzusetzen.
«Die Woche zum Leben mit dem Tod»: 24. Oktober bis 1. November 2026
Der Tod ist ein grosses Rätsel. Die Ungewissheit macht Angst. Wichtig ist, die eigene Endlichkeit zu akzeptieren. Und sich mit dem Tod vertraut zu machen. Umfragen zeigen: Die Angst vor dem Sterbeprozess ist grösser als vor dem Jenseits.
Sterben üben: Wer sich mit dem Sterben auseinandersetzt, hat ein intensiveres Leben, sagt die Sterbeamme Karin Simon. Ihr Buch beantwortet alle Fragen rund um den ganz grossen Abschied.
Zuwendung und Unterstützung statt Angst und Hilflosigkeit: Der Kurs «Letzte Hilfe» vermittelt Basiswissen zum Thema Lebensende und Tod. Er will Angehörige, Freunde und Nachbarn ermuntern und befähigen, Sterbenden bis zuletzt nahe zu sein.
Der letzte Weg kann beschwerlich sein. Er bietet aber auch Chancen. Monika Renz begleitet als Musik- und Psychotherapeutin Menschen im Sterben. Gelebte Erfahrungen, Dankbarkeit und Vergebenkönnen erleichtern das Loslassen.