Unsere Füsse tragen uns ein Leben lang. Mit der richtigen Pflege lassen sich viele Beschwerden vermeiden, weiss Daila Remoli.
Wie selbständig jemand leben kann, hängt auch von den Füssen ab. Gesunde Füsse sind die Basis für ganz vieles. Im Sommer fällt mir jeweils auf, dass viele ihren Füssen nicht die Beachtung schenken, die sie verdient hätten. Ich sehe viele rissige Füsse und ungekürzte Nägel. Dabei wäre die richtige Pflege einfach.
Personen mit Diabetes oder solche, die blutverdünnende Medikamente einnehmen, sollten eine professionelle Fusspflege in Anspruch nehmen. Wer gesund und beweglich ist, kann sich zu Hause um seine Füsse kümmern. Ich empfehle, einmal pro Woche nach dem Duschen oder Baden die Hornhaut abzureiben. Mit einer Raspel, Feile oder einem Bimsstein. Und die Nägel regelmässig mit einem Knipser zu kürzen.
Auf scharfe Instrumente wie Hornhauthobel oder Nagelscheren würde ich verzichten. Man kann sich damit leicht verletzen. Die Nägel sollten nicht zu kurz und vor allem an den Ecken des grossen Zehs nicht zu tief geschnitten werden. Sonst können sie einwachsen.
Nicht zu oft baden
Bei trockener Haut kann eine Fusscreme mit etwa zehn Prozent Urea, also Harnstoff, helfen. Sie macht verdickte Haut weicher und spendet Feuchtigkeit. Mit Fussbädern sollte man es nicht übertreiben: Ein zu langes oder häufiges Wasserbad kann die Haut besonders zwischen den Zehen anfälliger für Verletzungen machen. Zehn Minuten einmal pro Woche reichen.
Im Alter wird die Fusspflege schwieriger – und wichtiger. Die Beweglichkeit nimmt ab, sodass man die Füsse nicht mehr so gut erreicht und sieht. Gleichzeitig verschlechtert sich die Mikrozirkulation, die Haut wird trockener und regeneriert sich langsamer. Unter Druck und Reibung entsteht so leichter Hornhaut. Auch das Unterhautfettgewebe an der Fusssohle wird dünner und mit ihm die natürliche Polsterung. Die Gelenke werden steifer und es können sich Fehlstellungen entwickeln.
Immer wieder Schuhe wechseln
Eine wichtige Rolle spielen auch die Schuhe. Erstaunlich viele tragen sie zu eng. Beim Schuhkauf empfehle ich deshalb, einen Fuss jeweils neben das Modell der Wahl zu stellen. Der Schuh sollte eindeutig grösser sein als der Fuss. Ebenfalls wichtig ist ein elastisches, weiches Material. Zudem sollte man die Schuhe immer wieder wechseln. So können sie gut austrocknen und es entsteht kein Fusspilz. Die Muskeln profitieren ebenfalls, wenn sie immer wieder anders belastet werden.
Auch wenn man selbst ganz viel richtig machen kann, empfehle ich allen, einmal im Jahr eine Podologin aufzusuchen: Sie sieht auch Dinge, die wir nicht sehen, wenn sie sich unsere Füsse anschaut, und sie kann präventive Tipps geben. Damit wir alle noch lange auf gesunden Füssen stehen.![]()