Wir selbst sind unsere besten Gäste. Aus Europa besuchen uns allen voran Deutsche, aus Übersee vor allem Amerikaner. Am meisten Geld geben aber wieder andere aus.
Text: Monica Müller
62 Millionen Touristen
43,9 Millionen Freizeitgäste und Geschäftsreisende übernachteten im Jahr 2025 in der Schweiz in Hotels oder Pensionen. Weitere 18,1 Millionen Gäste nächtigten in Ferienwohnungen, Jugendherbergen oder auf Campingplätzen.
Das erste Mal
Gut 16 Prozent der Touristinnen und Touristen besuchen die Schweiz zum ersten Mal.
Jedem seinen Kanton
Die einheimischen Gäste besuchen überdurchschnittlich oft den Kanton Graubünden und das Wallis. Ferngäste hingegen reisen am liebsten ins Berner Oberland, in die Zentralschweiz und in die Städte.
Mehr Gäste aus den USA
Rund die Hälfte aller Gäste in Schweizer Hotels kommen aus der Schweiz. An zweiter Stelle folgen Gäste aus Deutschland. Der grösste Fernmarkt sind die USA. Im Vergleich zu 2019, hat die Zahl amerikanischer Touristen um rund 50 Prozent zugenommen. Gleichzeitig sind rund 36 Prozent weniger Gäste aus China angereist.
Immer mehr
Weltweit ist die Zahl der Touristen von 2000 bis 2025 um 120 Prozent gestiegen. In der Schweiz um 59 Prozent. Die Zahl der Reisenden wächst seit Jahren schneller als die Weltbevölkerung. Der steigende Wohlstand und die wachsende Mittelschicht sind Gründe dafür.
Spendable Touristen
Ferngäste geben pro Tag rund doppelt so viel Geld aus wie Gäste aus der Schweiz – Touristen aus den Golfstaaten ca. 400 Franken, solche aus China 350, Besucher aus der Schweiz 170. Das Geld kommt vielen zugute. Von 5 Franken gehen 3 an Branchen ausserhalb des Tourismus: an Zulieferbetriebe, den Einzelhandel und über Steuern in den öffentlichen Haushalt.
Indischer Mai
Gäste reisen je nach Herkunft zu unterschiedlichen Zeiten in die Schweiz. Leute aus Brasilien kommen überdurchschnittlich oft im Januar, Leute aus Indien im Mai und Leute aus Südostasien im Dezember.
Leere Betten
Über das ganze Jahr gesehen bleibt im Schnitt jedes zweite Hotelzimmer leer. Die sogenannte Bruttoauslastung der Hotels hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen.
Wandervögel
Berge, Natur und Sport sind die Hauptgründe für Ferien in der Schweiz. Über die Hälfte der Gäste wandern in den Ferien hierzulande. Die Feriengäste aus der Schweiz und Europa wandern noch häufiger als die Ferngäste.
Gegen Übertourismus
Seit einigen Jahren zielen die Tourismusmarketing-Organisationen nicht mehr darauf ab, die Nachfrage zu steigern. Sondern, diese geografisch und zeitlich zu lenken. Die Gäste sollen stärker über das ganze Land und das Jahr verteilt werden. So bewerben sie die Nebensaisons oder führen ausländische Medienschaffende gezielt zu weniger bekannten Orten.
Happy – aber diese Preise!
Reisenden gefällt die Schweiz: Rund 90 Prozent der einheimischen und ausländischen Gäste geben an, dass sie die Ferien hier mögen. Kritik üben vor allem die europäischen Gäste – an den hohen Preisen.
Ausstellung zur Geschichte des Tourismus
Die Ausstellung «Tourismus. Reiseziel Schweiz» erzählt, wie die Schweiz zur beliebten Destination wurde. Sie führt die Besuchenden auf eine Zeitreise von den Grand Tours englischer Aristokraten bis zu den Instagram-Hotspots unserer Zeit. Unterwegs begegnen sie wegweisenden Ereignissen, die das Reisen in die Schweiz ermöglicht, gefördert, zeitweise verhindert und grundlegend verändert haben.
Forum Schweizer Geschichte Schwyz, bis am 2.5.2027, forumschwyz.ch