Was wollten Sie als Kind werden? Bäcker oder Koch. Ziemlich unspektakulär – aber es hat gehalten.
Wie verdienten Sie Ihr erstes Geld? Mit einem Ferienjob als Logistiker in einer grossen Fabrik. Extrem langweilig, aber gut bezahlt.
Womit sind Sie derzeit beschäftigt? Mit Vatersein – unser zweites Kind kam kürzlich auf die Welt.
Was haben Sie kürzlich über das Leben gelernt? Egal wie relevant man zu sein glaubt, man ist immer irrelevant.
Wer waren Sie und sind es nicht mehr? Der Fine Dining Nerd. Ich gehe noch immer gerne ins Sternerestaurant, aber es bedeutet mir nicht mehr so viel.
Welches bahnbrechende Ereignis der Vergangenheit hätten Sie gerne miterlebt? Die ersten richtigen Restaurantküchen auf Topniveau. Einfach, um zu sehen, wie Chaos zu System wurde.
In welchem Jahrzehnt wären Sie gerne jung gewesen? Jetzt ist schon gut. Jede andere Zeit wird im Nachhinein romantisiert.
Was ist fester Bestandteil Ihres Alltags? Essen, Content, Familie – in wechselnder Reihenfolge.
Was ist Ihnen völlig egal? Die Meinung von Leuten, die selber nichts machen.
Was essen Sie, wenn Sie von einer langen Reise nach Hause kommen? Irgendwas Einfaches. Pasta Carbonara oder Käsespätzli.
Worauf hoffen Sie? Dass ich mir den Luxus erhalte, nur noch Dinge zu machen, hinter denen ich zu 100 Prozent stehe und trotzdem meine Familie ernähren kann.
Worauf wetten Sie? Dass am Ende nicht der Lauteste gewinnt, sondern der, der konstant liefert – auch wenns länger dauert.
Worüber würden Sie gerne mal eingehend nachdenken? Ob wir Dinge machen, weil wir sie wirklich wollen – oder nur, weil sie von aussen gut aussehen.
Was können Sie besonders gut? Dinge einfach machen, ohne sie gross zu zerdenken.
Was besonders schlecht? Länger über Dinge nachdenken.
Was möchten Sie noch werden? Noch besser in dem, was ich mache – ohne mich komplett zu verlieren.
Wen würden Sie gerne kennenlernen? Roger Federer! Ich glaube er isst gerne gut.
Welche Erfindung würde die Welt verbessern? Etwas, das Menschen zwingt, wieder zusammen zu essen – ohne Handy, ohne Ablenkung. Einfach Tisch, Essen, Gespräch.
Was kommt nach dem Tod? Wahrscheinlich nichts, was wir verstehen würden. Und genau deshalb bringt es auch nichts, sich daran aufzuhängen.
Was ist Ihr Ratschlag für ein gelungenes Leben? Lerne kochen, such dir Leute, mit denen du gerne am Tisch sitzt – und bau dir ein Leben, das sich auch ohne Instagram gut anfühlt.
Wenn Sie Status, Job und Hobbys ausblenden – wer sind Sie? Ein liebevoller, lustiger Familienvater und guter Freund, der gerne für alle kocht.
Was würden Sie Ihrem jüngeren Ich gern sagen? Entspann dich. Du machst es genau richtig.
Noah Bachofen (31)
machte als Souschef im Zwei-Sterne-Restaurant Magdalena in Rickenbach SZ Karriere, bevor er zum Food-Influencer wurde. Der Glarner unterhält heute fast 200 000 Follower auf Instagram mit unkomplizierten Rezeptvideos. Daneben hat er sein erstes Kochbuch «Wäärli guät» publiziert und moderiert eine eigene TV-Show. Er lebt mit seiner Frau und den zwei Kindern in der Nähe von Rapperswil SG.
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