Was wollten Sie als Kind werden? Alles Mögliche: Erst Stewardess, als Teenager Bestatterin und später Tischlerin oder Hebamme.
Wer waren Sie und sind es nicht mehr? Ich war ein unfassbarer Imposter. Ich dachte, ich kann gar nichts. Als Hochstaplerin fühle ich mich nur noch, wenn ich meine Tage kriege.
Was hätten Sie gerne in der Schule gelernt? Selbstregulierung. Ich hätte gerne Tools kennengelernt, um sich zu entspannen und das Nervensystem runterzukriegen.
Was ist fester Bestandteil Ihres Alltags? Freundlichkeit.
Was tun Sie gegen schlechte Laune? Manchmal esse ich Quatsch, manchmal hilft ein guter Song. Was fast immer hilft, ist mit jemandem telefonieren, den ich lieb habe. Sport machen tut mir dann gut, schlafen auch. Also ganz generell: aktiv werden, die Sache in die Hand nehmen.
Welches war die beste Ausrede Ihres Lebens? Die habe ich mir kürzlich nach Hause geholt: einen Hund. Ich kann jetzt immer sagen, ich muss nach Hause zu meinem Hund.
Was können Sie besonders gut? Ich kann wahnsinnig gut strahlen und mich freuen.
Was können Sie besonders schlecht? Ich bin beim Autofahren sehr ungeduldig, kann nicht so gut mit Zahlen umgehen, und ich kann auch keine Instrumente spielen.
Was war Ihre persönliche Sternstunde? Der Gewinn der Castingshow von Stefan Raab, weil sich mein Leben dadurch komplett verändert hat – in eine Richtung, die ich unfassbar liebe und für die ich wahnsinnig dankbar bin.
Was essen Sie, wenn Sie von einer langen Reise nach Hause kommen? Raclette. Manchmal habe ich so Heimweh, dass ich mir in der Mikrowelle ein Raclette mache. Das ist ja sehr verpönt in der Schweiz, aber dazu stehe ich.
Was könnten wir vermehrt von älteren Menschen lernen? Wenn ich an meine Grosseltern zurückdenke: Die haben sich nach dem Essen auf eine Bank gesetzt, und das war die Tätigkeit. Die sassen einfach da, haben auch nicht zusammen gesprochen. Da lief nichts. Die haben einfach nur ins Leere geguckt. Das haben wir komplett verlernt: Wie es ist, einfach nur zu sein.
Wofür bekommen Sie regelmässig Komplimente? Am meisten tatsächlich für meine Stimme. Und dass ich sehr freundlich bin. Das mag ich, obwohl ich es auch traurig finde, dass man das erwähnen muss. Denn mit Freundlichkeit kommt man besser durchs Leben.
Wovon können Sie nicht genug bekommen? Von tollen Menschen.
Worauf hoffen Sie? Dass Menschen sich nicht verschlucken lassen von der digitalen Welt.
Worauf wetten Sie? Ich bin ein Fähnchen im Wind. Erzähl mir was Schlaues und ich lasse mich gerne umstimmen. Darum wette ich nicht.
Wen würden Sie gerne einmal kennenlernen und warum? Ach, das wird mir das Leben schon zeigen. Ich habe da keine Ziele und Pläne. Ich bin eher gespannt darauf, wen mir das Leben noch so schickt.
Was möchten Sie der Welt hinterlassen? Liebe. Ich habe so viel Liebe in meinem Herzen und ich werde nicht müde, die zu verteilen.
Stefanie Heinzmann
wurde 2008 durch die Castingshow des Entertainers Stefan Raab schlagartig bekannt und etablierte sich mit ihrer kraftvollen Stimme und Hits wie «My Man Is A Mean Man» und «Digging in the Dirt» als feste Grösse der Schweizer Musikszene. Die 36-jährige Walliserin veröffentlichte seither sechs Alben und tourte international. Neben ihren Auftritten bei Art on Ice geht sie 2026 mit ihrem neuen Album «Circles» auf Tour.
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