Der Steuererklärungsdienst gehört zu den gefragtesten Pro-Senectute-Dienstleistungen. Der pensionierte Treuhänder Werner Hinnen arbeitet seit elf Jahren mit.
Flattert Anfang Jahr die Steuererklärung ins Haus, verdirbt das vielen die Laune. Menschen allen Alters sind beim Ausfüllen unsicher und überfordert. Da es immer wieder Neuerungen gibt, kommt es zu Fehlern. Und die elektronischen Programme sind zwar hilfreich, für Ungeübte aber nicht immer einfach.
Diese Schwierigkeiten kenne ich aus meiner langjährigen Tätigkeit als Treuhänder. Ohne Fachwissen und Routine sieht das Resultat etwa so aus, wie wenn ich als Laie einmal im Jahr eine Schwarzwäldertorte backe oder eine Mauer hochziehe.
Vollständige Unterlagen
Für den Steuererklärungsdienst von Pro Senectute Glarus fülle ich pro Jahr etwa siebzig bis neunzig Steuererklärungen aus. Vier oder fünf unkomplizierte Fälle schaffe ich an einem Morgen. Wichtig ist natürlich, dass mir alle Unterlagen zur Verfügung stehen. Also die Steuererklärung vom Vorjahr, am besten samt der definitiven Steuerveranlagung. Dazu Lohnausweise, Renten- und Pensionskassennachweise, Belege zu Krankheitskosten und Krankenkassenprämien, zu Wertschriften, allfälligem Liegenschaftsunterhalt oder Schulden. Die vollständige Liste findet sich in unserer Broschüre.
Ich empfehle, gleich Anfang Jahr ein Mäppchen bereitzulegen für alles, was die Steuern betrifft. Sonst geht schnell etwas vergessen: Etwa Spenden, die neue Brille, die grosse Rechnung vom Zahnarzt, eine Erbschaft, eine Schenkung oder dass man ein Bankkonto aufgelöst hat.
Unser Team bringt viel Erfahrung aus dem administrativen Bereich mit. Am jährlichen Treffen mit dem Steueramt erfahren wir, was sich geändert hat, etwa bezüglich der Abzüge für Alters- und Pflegeheime. Dieser direkte Draht ist wertvoll und hält unser Wissen à jour. Selbstverständlich unterstehen wir auch der Schweigepflicht.
Abgestufte Tarife
Erzählt mir jemand, sie oder er sitze ewig vor der Steuererklärung, frage ich mich, ob sich das lohnt. Denn die Tarife von uns Profis bei Pro Senectute orientieren sich an den Einkommens- und Vermögensverhältnissen: So können sich auch Leute mit kleinem Budget diesen Dienst leisten.
Hat jemand Ende Jahr kaum mehr etwas auf dem Konto, weise ich darauf hin, dass unsere kostenlose Sozialberatung gerne prüft, ob Anspruch auf Ergänzungsleistungen besteht. Viel zu viele Leute haben noch nie davon gehört oder halten diese Beiträge fälschlicherweise für Almosen.
Ob viel oder wenig Geld: Unsere Klientinnen und Klienten sind sehr dankbar, dass wir ihre Steuererklärung korrekt und termingerecht ausfüllen. Manchen scheint ein richtiger Felsbrocken vom Herzen zu fallen.