
Wie sinnvoll ist Fleischverzicht?
Ökologische und ethische Gründe sprechen dafür, den Fleischkonsum zumindest zu reduzieren. Am besten machen wir es wie unsere Ahnen mit ihrem Sonntagsbraten.
Gewiss: Fleisch hat Tradition und schmeckt gut. Nüchtern betrachtet spricht aber ziemlich viel gegen den Fleischkonsum. Zunächst einmal sind Tiere fühlende und denkende Wesen. Es ist nicht gerade Ausdruck zivilisatorischer Reife, sie zu züchten und aufzuessen. Bestimmt ist es kein Zufall, dass wir ausgerechnet Hühner, Schweine und Kühe als «dumm» verunglimpfen. Bei Tieren, die wir für gescheit halten, ist nämlich die Hemmung grösser, sie zu töten.
Aus Umweltsicht ist Fleisch so ziemlich das Schlechteste, was man essen kann. Damit ein Kilo Fleisch entsteht, braucht es sehr viel Futter, Wasser, Boden und Energie. Viel effizienter wäre es, Pflanzen direkt zu essen, statt sie an Tiere zu verfüttern. Trotzdem: Einmal pro Woche Fleisch essen ist mit den Gesetzen der Nachhaltigkeit vereinbar, allenfalls auch zweimal. Geniessen Sie Fleisch als nicht alltägliches Luxusprodukt – so wie es unsere Vorfahren mit ihrem Sonntagsbraten taten.
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