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Sicherer Tunnel im Internet
Mit einem VPN-Programm kann man sich online viel Ärger ersparen.
Text: Marc Bodmer
Das Internet verbindet laut der Website Statista 2025 weltweit rund 5,56 Milliarden Menschen. In der Schweiz haben 98 Prozent der Bevölkerung (8,74 Millionen) Internetzugang. Die Schattenseite davon: Im vergangenen Jahr hat die Zahl der Cyberdelikte in unserem Land um 34 Prozent zugelegt. Es wurden über 59 000 Fälle in der polizeilichen Kriminalstatistik erfasst. Die Dunkelziffer dürfte gross sein.
Ähnlich wie Alarmanlagen, die helfen Einbrüche und Diebstähle zu verhindern, schützt ein VPN-Programm vor vielen unerwünschten Online-Aktivitäten – legaler und krimineller Natur.
Was ist ein VPN-Programm?
Ein Virtual Private Network (VPN) stellt man sich am besten als sicheren Tunnel durchs Internet vor. In diesem bleibt der persönliche Internetanschluss verschleiert, und die Daten werden bei der Übertragung – sei es vom Handy oder PC – verschlüsselt. Somit bleibt man sicher und fast vollständig anonym – einzig der VPN-Anbieter kann das Internetverhalten verfolgen.
Wie installiere ich ein VPN-Programm?
Die Installation ist simpel: Ein Programm wie NordVPN oder Surfshark von deren Website herunterladen und die Installation starten. Ein Konto erstellen und sich anmelden. Dann vor dem Surfen oder Mailen das VPN starten. Manche Browser verfügen bereits über eine VPN-Option, doch deren Bedienung ist nicht immer einfach.
Warum ist das wichtig?
- Online-Dienstleister wie Google, Meta oder Amazon, aber auch Hacker, werten Ihre Datenspuren im Internet aus. Das Surfverhalten gibt Auskunft über Ihre Interessen, Ihren Standort, Ihr Kaufverhalten etc. Mit diesen Daten werden Profile erstellt, die u. a. dazu dienen, Ihnen personalisierte Werbung oder Phishing-Mails (Zeitlupe 5/25) zukommen zu lassen. Ein VPN schiebt der Schnüffelei einen Riegel – auch der staatlichen.
- Mit einem VPN kann ein anderes Land als Ausgangspunkt gewählt werden. So kann zum Beispiel in Ländern wie China oder der Türkei die lokale Zensur umgangen werden. Manche Streaming- oder Online-Angebote unterscheiden sich von Land zu Land. Mit einem VPN lässt sich diese Barriere überwinden, sofern der Anbieter nicht VPN-Zugänge blockiert.
- Wer unterwegs ist und sich an Flughäfen, in Cafés oder sonst wo auf ein WLAN, ein kabelloses öffentliches Netzwerk, einwählt, kann mit einem VPN seine Daten schützen, die sonst unverschlüsselt übertragen werden und eine leichte Beute für Hacker sind.
- Viele Firmen erlauben Verbindungen zu internen Servern aus dem Homeoffice nur über VPN, weil die Daten verschlüsselt und sicher übertragen werden.
Der Nachteil von VPN-Programmen ist, dass sie die Übertragung verlangsamen, weil die Daten über VPN-Server geleitet werden. Doch im Vergleich zu früher, wird der Datenfluss nicht mehr so arg gebremst, und das Sicherheitsplus lohnt sich.
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