© Projektil

Die «Moldau» als immersives Erlebnis

In der Wasserkirche an der Limmat fliesst neu auch die Moldau. Ein Zürcher Künstlerkollektiv erweckt die sinfonische Dichtung des tschechischen Komponisten Bedřich Smetana in seiner Show «Flow» zum Leben: Ein 360-Grad-Kunstwerk aus Licht, Klang und Bewegtbild.

Das Zürcher Künstlerkollektiv Projektil verwandelt aussergewöhnliche Orte und historische Bauwerke mit Musik und Lichtprojektionen in Traumkulissen und Portale zu anderen Wirklichkeiten. Der neuesten Show liegt eines der beliebtesten musikalischen Meisterwerke der Klassik zu Grunde: Bedřich Smetanas sinfonische Dichtung «Die Moldau». Diese wurde neu arrangiert und mit dem Philharmonischen Orchester der Stadt Prag aufgenommen.

«Flow» kombiniert ein brillantes Orchester, kreatives Sounddesign und elektronische Beats mit einer Rundum-Projektion. So entsteht in den historischen Gewölbebögen eine lebendige Tonmalerei, die Auge, Ohr und Herz berührt. Ganz nach dem Projektil-Motto «eintauchen, staunen, loslassen».

FLOW – Tickets und Termine: täglich vom 9. Januar bis 3. Februar 2026, Showdauer 30 Minuten. Tickets mit Zeit-Slot: Erwachsene ab 14.80, Kinder ab 7.80, Rentenbeziehende ab 12.80 Franken. Nicht geeignet für Kinder unter 5 Jahren. Freie Platzwahl auf Sitzkissen und Stühlen.

Veranstaltungsort Wasserkirche, Limmatquai 31, 8001 Zürich. Die Wasserkirche ist nicht barrierefrei und verfügt weder über Parkplätze noch über Toiletten. Anreise zu Fuss ab Zürich HB, Bellevue oder Paradeplatz oder mit Tram 4 und 15 bis Station Helmhaus.

Lichterfestival Flow
© Jonathan Imhof

Moldau und die Programmmusik

«Die Moldau « ist der zweite Teil aus «Mein Vaterland», einem Zyklus von sechs sinfonischen Dichtungen des tschechischen Komponisten Bedřich Smetana. Das zwölf Minuten lange Werk entstand 1874, als der Komponist bereits vollständig ertaubt war. Es zeichnet den Lauf des gleichnamigen Flusses nach und gehört zu den berühmtesten Werken der Programmmusik.

Programmmusik ist Instrumentalmusik, die eine aussermusikalische Geschichte, ein Bild, eine Handlung oder ein Gefühl nachahmt oder beschreibt, um dem Publikum eine bestimmte Vorstellung zu vermitteln. Sie ist das Gegenstück zur «absoluten Musik» und lenkt als «Tonmalerei» die Fantasie der Zuhörenden gezielt in eine bestimmte Richtung, indem sie Geräusche, Naturereignisse oder literarische Themen musikalisch darstellt.

Ebenfalls noch bis am 8. Februar 2026 in Zürich: Die immersive Titanic-Ausstellung – lesen Sie hier, wie sie der Redaktion gefiel.

Beitrag vom 02.01.2026

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