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Nationale Impfwochen in Arztpraxen und Apotheken

In der ersten und in der letzten Novemberwoche – vom 2. bis 7. November sowie vom 23. bis 28. November 2026 – finden dieses Jahr nationale Impfwochen statt. In den teilnehmenden Apotheken und Arztpraxen kann man sich von Montag bis Samstag beraten und gegen Grippe, Covid-19 oder gegen RSV impfen lassen.

Im Winterhalbjahr sind Atemwegserkrankungen häufig. Auslöser sind verschiedene Viren oder Bakterien, welche die oberen Atemwege, aber auch die Bronchien und die Lungen befallen können. Erkrankungen wie Grippe (Influenza), das Respiratorischen Synzytial-Virus RSV und Covid-19 beginnen oft mit milden, erkältungsähnlichen Symptomen. Daraus können sich jedoch schwere Krankheitsverläufe entwickeln. Sie führen in der Schweiz jeden Winter zu Tausenden von Spitaleinweisungen.

Deshalb werden Personen mit erhöhtem Risiko Impfungen zum Schutz vor vor diesen Viren empfohlen. Die Nationalen Impfwochen von Montag, 02., bis Samstag 07. November und Montag 23., bis Samstag, 28. November bieten eine Gelegenheit, sich niederschwellig in den teilnehmenden Arztpraxen und Impf-Apotheken beraten und impfen zu lassen.

Seit 1. Januar 2026 wird auf Impfungen und Impfberatungen in Arztpraxen keine Franchise mehr erhoben. Der Selbstbehalt von 10% bleibt bestehen. Bei der Impfung in der Apotheke ist die Kostenübernahme eingeschränkt – liegt keine ärztliche Verschreibung vor, werden die Kosten des Impfstoffs und der Verabreichung nicht durch die Grundversicherung übernommen.

Auf der neuen Website Impfen Schweiz des Bundesamtes für Gesundheit findet die Bevölkerung umfassende Informationen zu Impfungen, um einen fundierten, persönlichen Impfentscheid zu treffen. Aktuell umfasst die Website Informationen zu respiratorischen Erregern wie Covid-19, Grippe und RSV: Symptome, Unterschiede und Impfempfehlungen für sicheren Schutz vor Atemwegsinfektionen. Sie wird Schritt für Schritt um weitere Impfungen erweitert. Mit dem Grippeimpfcheck stellt man mit wenigen Klicks und maximal sechs Fragen fest, ob eine Grippeimpfung empfohlen wird. Der Check ist eine erste Einschätzung und ersetzt keine ärztliche Beratung.  

Impf-Empfehlungen des BAG

Impfung gegen Grippe

Manchmal führt eine Grippe zu Komplikationen wie Mittelohr-, Lungen- oder Herzmuskelentzündungen, teils auch zu neurologischen Komplikationen. Betroffen sind davon vor allem Menschen ab 65 Jahren, Schwangere, Personen mit chronischen Erkrankungen und frühgeborene Kinder im Alter von 6 Monaten bis 2 Jahren. Die beste Zeit, sich gegen Grippe zu impfen, ist ab Mitte Oktober bis zum Beginn der Grippewelle. Die Grippewelle ist in der Schweiz in der Regel zwischen Mitte Dezember und Mitte März zu erwarten.

Bei einem Teil der Grippeimpfstoffe kommt es dieses Jahr in der Schweiz wie in ganz Europa zu Lieferverzögerungen. Trotz dieser Verzögerung ist gewährleistet, dass alle Personen, die sich impfen lassen wollen, dies vor dem Beginn der Grippewelle tun können.

Impfung gegen Covid-19

Das Coronavirus (SARS-CoV-2) kann noch immer schwere Krankheitsverläufe verursachen, selbst dann, wenn eine Person bereits mehrmals geimpft oder mit Covid-19 infiziert war und eine gewisse Immunität aufgebaut hat. Mit zunehmendem Alter und in bestimmten Situationen nimmt diese Immunität gegen das Coronavirus rasch wieder ab.

Ein erhöhtes Risiko für Komplikationen bei einer erneuten Covid-19-Erkrankung haben Menschen ab 65 Jahren, Personen mit bestimmten Grunderkrankungen oder Trisomie 21 sowie Schwangere mit bestimmten Grunderkrankungen. Ihnen wird empfohlen, sich ab September gegen Covid-19 impfen zu lassen.

Impfen und Immunisieren gegen RSV

Im Winterhalbjahr ist eine Infektion mit RSV die häufigste Ursache für Hospitalisationen bei Neugeborenen und Säuglingen. Eltern können ihr Baby im ersten Winter vor RSV schützen – entweder durch eine Impfung in der Schwangerschaft oder durch eine Immunisierung nach der Geburt.

Zudem verursacht das RS-Virus auch bei älteren Personen Atemwegserkrankungen, die zu schweren Verläufen mit Lungenentzündung führen können. Die Impfung wird deshalb weiterhin allen Personen ab 75 Jahren empfohlen. Sie wird auch Personen ab 65 Jahren mit bestimmten Grunderkrankungen empfohlen. Damit der Impfschutz rechtzeitig aufgebaut ist, wird die Impfung idealerweise zwischen Mitte Oktober und Mitte November verabreicht. Der Schutz hält für mindestens 2 Jahre an.

Ergänzend reduzieren Hygiene- und Verhaltensempfehlungen das Risiko einer Ansteckung.

Beitrag vom 27.10.2026

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