Welche Regel haben Sie zuletzt gebrochen? Ich breche regelmässig Regeln. Aber stets regelrecht.
Wer waren Sie und sind es nicht mehr? Ein überneugieriges, waches und aktives – eventuell auch naives? – Kind. Schade, eigentlich …
Wie verdienten Sie Ihr erstes Geld? Rasenmähen und Pedalo vermieten am Zürichsee sowie einige Kinderrollen beim Pumuckl von Jörg Schneider.
Was war Ihr Lieblingsfach in der Schule? Musik.
Was würden Sie Ihrem jüngeren Ich gern sagen? Du warst gut. Danke.
Welches Ereignis der Vergangenheit hätten Sie gerne miterlebt? Den Berliner Mauerfall.
Welches war die beste Ausrede ihres Lebens? Ich muss Gemeindepräsident von St. Moritz werden.
Was war Ihr letztes Erfolgserlebnis? Der Mut zum Rücktritt.
Was ist Ihnen völlig egal? Welche iPhone-Hülle ich habe.
Was finden Sie nicht lustig? Humorlosigkeit. Eitelkeit. Moralisten und Besserwisser.
Was haben Sie kürzlich über das Leben gelernt? Dass es eigentlich meist besser ist als gedacht. Aber endlich. Wirklich endlich.
Was wollten Sie als Kind werden? Dirigent. Pianist. Scheff.
Was möchten Sie noch werden? Ein guter Mensch.
Was ist fester Bestandteil Ihres Alltags? Gedanken an meine Eltern, meine Kinder, meine berufliche Familie und Freunde.
Womit sind Sie derzeit beschäftigt? Mit dem Ausfüllen Ihres Talons.
Was tun Sie gegen schlechte Laune? Youtube. Lachen. Gute Telefonate mit Freunden. Und über mich selbst lachen – das Wichtigste.
Was würden Sie sagen, können Sie besonders gut? Menschen und Situationen erkennen, beurteilen und nutzen.
Was besonders schlecht? Langweilige Sitzungen absitzen.
Welche Spitznamen tragen Sie? Hitsch.
Würden Sie lieber in die Vergangenheit oder in die Zukunft reisen? In die Vergangenheit. Ich verehre die Nachkriegsjahre. Vielleicht etwas zu sehr …
Was essen Sie, wenn Sie von einer langen Reise nach Hause kommen? Eine Wurst im «Vorderen Sternen» am Bellevue in Zürich
Wenn Sie Status, Job und Hobbys ausblenden – wer sind Sie? Vater von vier wunderbaren Kindern.
Gibt es einen thematischen Schwerpunkt in Ihrem Leben? Die holde Kunst. Die Musik. Das Theater. Und die Leichtigkeit des Seins.
Wovon haben Sie genug in Ihrem Leben? Ich bin in der glücklichen Lage, behaupten zu dürfen, dass ich von vielem mehr als genug habe.
Worauf wetten Sie? Ich würde gerne mal wieder mal an einem Hunderennen in England wetten …
Mit welcher Botschaft hätten Sie gerne mehr Sichtbarkeit? Musik und Kunst machen Menschen zu besseren Lebewesen.
Was kommt nach dem Tod? Das sag ich Ihnen dann.
Was ist Ihr Ratschlag für ein gelungenes Leben? Always look on the bright side of life.
Christian Jott Jenny
Christian Jott Jenny, 48, wurde 2019 als parteiloser Zuzüger überraschend als Gemeindepräsident von St. Moritz gewählt. Nach zwei Amtsperioden tritt er Ende 2026 zurück und widmet sich wieder seinem Kerngeschäft, der Kunst. Jenny bleibt jedoch Vorsteher vom «Amt für Ideen», seiner Produktionsfirma in Zürich. 2025 hat der Tenor, Entertainer und Kulturmanager die Herzbaracke übernommen, das legendäre schwimmende Theater auf dem Zürichsee. Er ist Vater von vier Kindern und lebt in Zürich und St. Moritz.
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