«Zehn unbekümmerte Anarchistinnen» 5 Von Daniel de Roulet

Fünftes Kapitel in dem Lison sich wie die übrigen Emigrantinnen auf eine Pazifikinsel freut, und warum trotz eines indigenen Liebhabers und der vier Kinder, die sie lieben, sich ihr schönes Vorhaben unvermittelt zerschlägt.

Unser Schiff, die Esperanza, fuhr die Magellanstrasse entlang zum Pazifik. Mehr als einen Monat lang war schlechtes Wetter, während wir an Gletschern vorbeifuhren, die in den Ozean mündeten. Täglich zogen wir sechs Frauen Bilanz: Es war zu früh, um auf ein Leben nach unseren eigenen Überzeugungen zu verzichten, nur weil wir das miese Wetter am Ende der Welt nicht ertragen konnten.

Wir machten uns Mut, indem wir uns ausmalten, wozu ein paar unbekümmerte, aber auch unbescheidene Frauen fähig wären. Bis nach Talcahuano musste unser Schiff die viertausenddreihundert Kilometer lange chilenische Küste bis zur halben Höhe hinauffahren. Hier wäre die Sonne milder, mal angenommen, es sei nur eine Frage des Klimas. Wir versicherten uns, dass wir nichts falsch gemacht, lediglich Abzweigungen genommen hatten, die man hätte auslassen sollen, dass es uns nur ein wenig an Kühnheit gefehlt hatte: Wir hätten Patagonien eher verlassen sollen.

Wir schöpften wieder Hoffnung. Nicht bloss da ein Gedanke, dort eine Diskussion, sondern eine ganz neue Energie. Aber trotzdem auch viele Fragen: Wer waren diese zwanzig Genossinnen und Genossen, die sich an dem Experiment beteiligen würden? Was, wenn wir uns dort auf dieser einsamen Insel, wo wir noch weiter von bewohnten Regionen entfernt wären als in Patagonien, nicht verstünden? Und welch eine seltsame Zukunft bereiteten wir unseren Kindern? Lauter Fragen, keine Antworten. Aber eine gewaltige Lust, das Ganze auszuprobieren.

In Talcahuano legten wir in einem sonnigen Hafen an. Keine patagonischen Winde mehr, endlich konnten wir durchatmen. Aber niemand erwartete uns, das Schiff nach Juan Fernandez war soeben ausgelaufen. Das nächste fuhr in zwei Monaten. In der Herberge, in der wir unterkamen, sahen uns die Männer schief an. Die Schwestern Grimm fanden vorübergehend Arbeit als Wäscherinnen, für die anderen war kein Platz. Wir wollten nicht bleiben, warteten ja nur auf die Überfahrt zur Insel. Also mieteten wir uns eine Scheune. Schnell begriffen wir, auf was für eine Geschichte wir uns da eingelassen hatten.

Vor der Ankunft der Spanier hatten an der Küste Ureinwohner gelebt, die Mapuche. Nach und nach waren sie nach Süden verdrängt worden, mussten den Chilenen Platz machen, die sie ausrotten wollten. Zehn Jahre lang hatte die chilenische Armee Krieg geführt zur sogenannten Befriedung, hatte südlich von Talcahuano eine Grenze gezogen, hinter die die Mapuche verbannt wurden. Ihr Land war an Kolonisten verteilt worden, die aus Europa gekommen waren, ohne zu wissen, was sie erwartete.

Die Neuankömmlinge, Deutsche, Franzosen und über dreitausend Schweizer, wollten nur zu gerne glauben, dass das ihnen von der chilenischen Regierung zugeteilte Land noch unberührt war. Bei ihrer Ankunft nach einer anstrengenden Reise hatten sie nicht mehr die Kraft, sich erneut auf den Weg zu machen, verbrannten die Hütten der Mapuche, zerstörten ihre Plantagen, rodeten die Wälder, errichteten Bauernhöfe nach heimischem Muster. Die untätigen, hungerleidenden Mapuche streiften, von den Soldaten verfolgt, mit ihren Familien durch die Wälder. Einige von ihnen wurden von den Kolonisten zur Feldarbeit eingestellt.

Aber diese misstrauten ihnen und hielten sie mit Gewehrschüssen auf Abstand. Erst schossen sie in die Luft, dann zielten sie auf die Köpfe, die nicht viel Wert waren, und rühmten sich auch noch dieses grausamen Spiels. Als wir begriffen, wie aus netten Auswanderern üble Kolonisten geworden waren, hatten wir es eilig, den Ort zu verlassen. Unsere Schlafstatt in der Scheune ähnelte der aus unseren Anfangszeiten in Punta Arenas. Das Klima war milde wie der Sommer im Tal, klarer Himmel, hübsche Tannen, Gemüse- und Getreidefelder. Den aus Europa importierten Kühen schmeckte das zarte Weidegras.

Sonntags begaben sich sechs Emigrantinnen wie Hexen in eine Lichtung, grillten dort Fleisch, tranken Bier eines deutschen Bierbrauers, sangen die Lieder der Kommune und tanzten mit ihren Kindern. Valentine, die sich immer noch sträubte, Tina genannt zu werden, begann unter der Diskrepanz zwischen sich und ihren Idealen zu leiden. Nehmen wir zum Beispiel die Liebe. Sie sollte romantisch sein, aber ohne eine zu enge Bindung, leidenschaftlich, aber doch zurückhaltend, fröhlich und zugleich ernst, aber es gelang ihr nicht, sich im richtigen Moment darauf einzulassen. Schon mehrmals war sie Opfer ihrer eigenen Unentschlossenheit geworden.

In Brest hatte sie geglaubt, in der Zufallsbegegnung mit einem Matrosen die vollkommene Liebe gefunden zu haben. Aber alles hatte sich nur in ihrem Kopf abgespielt. Hirngespinste. Die Virginie hatte den Hafen verlassen, ohne dass mit dem Matrosen etwas passiert war. Noch immer trauerte sie ihm nach, als sei er der Mann ihres Lebens gewesen. Sie war sich ihrer Kompliziertheit sehr wohl bewusst, hatte mit Mathilde, mit Germaine darüber gesprochen. Beide verstanden sie und gaben ihr Ratschläge, vergebens. Valentine wurde melancholisch.

Während wir auf das Schiff zur Insel Juan Fernandez warteten, stellten wir Nachforschungen zum Tod von Colette und Juliette an. Die Schwestern Grimm gingen zum Schweizer Konsul. Derjenige, der das Amt zur Zeit des Dramas innehatte, war versetzt worden. Sein Nachfolger schickte uns zu den chilenischen Behörden. Zwei andere aus unserer Gruppe suchten den Polizeihauptmann von Talcahuano in dessen Büro auf. Der zuckte nur mit den Schultern und deutete an, es komme gelegentlich vor, dass Kolonisten Selbstjustiz übten, um ein Freudenmädchen loszuwerden. Der Offizier hatte einen gezwirbelten Schnurrbart, einen lüsternen Blick und zwei Colts, an denen er herumfummelte. Es sollte nicht lange dauern, bis wir mehr über ihn erfahren würden.

Weitere Fragen wollte er nicht beantworten, fügte nur mit hinterlistiger Miene hinzu: Alleinstehende Damen geniessen nie einen guten Ruf. Eines Sonntags, als wir von unserer Lichtung zurückkehrten, begegneten wir einigen verängstigten indigenen Frauen auf der Flucht. Sie hatten gerade die frisch geöffneten Gräber ihrer Vorfahren entdeckt. Bei den Mapuche ist es Brauch, die Toten in einem ausgehöhlten Baumstamm zu bestatten, und ihre Häuptlinge, die araukanischen Kaziken, werden mit ihrem Schmuck beigesetzt. Kolonisten hatten auf der Suche nach Gold und Smaragden deren Gräber geschändet. Überall lagen Baumstämme und Skelette herum. Die Mapuchefrauen rannten davon, weil die Plünderer ihre Hunde auf sie gehetzt hatten.

Am nächsten Sonntag trafen mit einem aus der argentinischen Region kommenden Schiff endlich Nachrichten von Benjamin ein. Er hielt sich in Buenos Aires auf, wo er kürzlich einen Anarchistenzirkel gegründet hatte. Er begrüsste es, dass wir ein angenehmeres Klima gewählt hatten. Unter bestimmten Bedingungen, schrieb er, in allzu rauer Natur, vergässen die Menschen, einander zu helfen, weil jeder nur mit dem eigenen Überleben beschäftigt sei. Er an unserer Stelle hätte sich allerdings für ein Leben in der Stadt entschieden, zum Beispiel in Buenos Aires. «Ich erwarte viel von der Entwicklung der Industrie, die es jedem ermöglichen sollte, sich überall auf der Erde niederzulassen und sich neue Erfindungen zunutze zu machen, um sich vor Kälte oder zu grosser Hitze zu schützen.»

Seinem Brief hatte er einen aus einem italienischen Anarchistenblatt ausgeschnittenen Artikel beigelegt, der von den Kolonien handelte, die vielerorts in Australien, Nord- und Südamerika und Afrika von anarchistischen Auswanderern gegründet worden waren. Er hoffte, dass bei uns diesmal alles gut gehe und wir fänden, was wir suchten. Gut gesehen, Benjamin, was war es eigentlich, was wir mit unserem Klimawechsel suchten, mit unserer Vorstellung, wir könnten mit einem kleinen Sümmchen und unseren egalitären Illusionen wieder bei null anfangen?

Mittlerweile hatte man uns nähere Informationen zur geplanten Kolonie geschickt. Sie sollte Das Experiment heissen und musste von Grund auf neu erfunden werden. Die Kolonisten schlugen uns vor, eine Verpflichtungserklärung zu unterschreiben: «Ich versichere, dass ich mich der Kolonie aus eigenem Antrieb anschliesse. Als Anhänger des Prinzips der absoluten Freiheit betrachte ich mich als reif genug, um in einer freien Gesellschaft niemals Gewalt gegen einen meiner Genossen anzuwenden, und erkenne an, dass keine Macht gleich welcher Art nötig ist, um den Einzelnen zur Arbeit zu zwingen, da er diese in Freiheit selbst erledigen wird. Ich begebe mich auf eigene Kosten in die Kolonie, und sollte ich die Gemeinschaft wieder verlassen wollen, wird diese mich auf ihre Kosten zu meinem Herkunftsort zurückbringen, damit ich nicht aus finanzieller Not gezwungen bin, in einem unerwünschten Umfeld zu leben und möglicherweise schädigenden Einfluss auf das Experiment zu nehmen.»

Valentine fand die ganze Prozedur lächerlich. Genau wie Sie wusste sie, dass, wenn Dinge schieflaufen, Schriftliches nicht weiterhilft. Trotzdem unterschrieben wir alle. Das Schiff würde bald kommen. Und dann das Drama …

Wir sind nie wirklich dahintergekommen, was mit Lison geschehen war. Dabei hatte sie eine starke Persönlichkeit und war nicht sonderlich naiv. Nachts war sie es, die in der Scheune den Riegel vorschob. Sie hatte sich eine eigene, durch einen Vorhang von ihren vier Töchtern getrennte Ecke eingerichtet. Eines der Mädchen verdiente ein wenig Geld, indem es die Kühe eines Landsmannes hütete. Zum Glück waren es nicht die Kinder, die den Leichnam ihrer Mutter im Wäldchen hinter der Scheune entdeckten. Die Tür war nicht aufgebrochen worden, jemand hatte Lison also mit einer List herausgelockt.

Gefunden hat sie der Nachbar, ein schüchterner, sympathischer, von seiner Schweizer Gemeinde ausgewiesener Appenzeller, als er am frühen Morgen seine Ziegen in den Wald trieb. Als wir zur Fundstelle kamen, war die Leiche schon zum Leichenschauhaus gebracht worden, der Polizeihauptmann leitete die Ermittlungen. Er befragte die Kinder und den Nachbarn auf eine sehr unangenehme Art. Aus den Mädchen wollte er das Geständnis herausbringen, dass ihre Mutter Liebhaber gehabt habe. Verängstigt und ohne das Ganze zu begreifen, nannten sie Namen, die sich der Hauptmann notierte.

Ein Landsmann, einer von denen, die nur Streit mit uns suchten, wetterte lauthals: Da sieht man, was passiert, wenn Frauen nicht wieder heiraten wollen. Mathilde nannte ihn einen Dreckskerl. Wir haben danach nicht mehr mit ihm gesprochen. Fest stand nur, dass Lison vergewaltigt und erwürgt worden war. Der Polizeihauptmann fand nicht ein Wort
des Trostes für die Kinder, gab ihnen lediglich zu verstehen, dass ihre Mutter sich allzu gut mit den Eingeborenen vertragen habe, statt sich vor ihnen in Acht zu nehmen. Gewiss sei der Mörder einer von ihnen. Albertine, die Älteste der drei Mädchen, rebellisch wie ihre Mutter, beantwortete die Fragen des Polizeihauptmanns in hochmütigem Ton. Um seine Autorität zu beweisen, drohte er ihr: Ich stecke dich in ein Heim für freche Waisenmädchen. Daraufhin Albertine, wie aus der Pistole geschossen: Meine Mutter hatte Recht, dass sie sich mehr vor Ihnen als vor den Mapuche in Acht genommen hat.

Dieser Polizeihauptmann mit dem Zwirbelbart, dem wir ja schon einmal begegnet waren, auf den wir erneut treffen würden und vor dem wir uns hätten hüten müssen, meinte, seine Hände auf seine beiden Colts legen zu müssen, wie um sie zu benutzen. Als er wieder auf seinem Pferd sass, pfiff er durch die Zähne und nannte uns Huren. Und er, dieser Dreckskerl, was war er? Wir beschlossen, der Sache auf eigene Faust nachzugehen und jeden unserer Landsleute einzeln aufzusuchen. Alle ausser dem Appenzeller verhielten sich, als wüssten sie etwas, was wir aber nie erfahren würden: Ach, Sie kommen wegen Lison, die Arme, aber … Und in diesem aber lag ein Vorwurf. Im Grunde hätte sie es ja herausgefordert. Was denn? Dass man sie umbringt?

Da Lison an eine Art höhere Vernunft geglaubt hatte, predigte am Grab Pfarrer Grin, der gerade auf Besuch bei seinen Landsleuten war. Wir hatten ihm nahegelegt, die Trauernden wissen zu lassen, dass die göttliche Gerechtigkeit sich schon um Lisons Mörder kümmern werde. Doch er zog es vor, zu verkünden, dass alle verlorenen Schafe ins Reich Gottes eingehen würden, womit er Opfer und Henker auf eine Stufe stellte. Dem kleinen Grüppchen, das auf dem Friedhof versammelt war, hat das nicht gefallen.

Lison Gigon war eine selbstbewusste Frau, aufrecht in ihrer Haltung wie in ihren Überzeugungen. Sie war Vergolderin und hatte einen Vergolder geheiratet, jenen Mann, der einer Ladung Bahngleise zum Opfer gefallen war. Sie hatte gelernt, Platinen, Unruhkloben und andere Uhrenteile mit einem Goldamalgam zu überziehen. Sie wusste, wie man die einzelnen Teile erhitzte, um das Quecksilber verdunsten zu lassen. Langes, lockiges, fast krauses schwarzes Haar, von Bändern zusammengehalten, jeden Tag eine andere Farbe.

Ihre trockenen Bemerkungen waren gefürchtet. Hatten sie mit ihrer Trauer zu tun? Wenn sie von ihrem Mann sprach, der sie mit vier Kindern zurückgelassen hatte, dann immer abschätzig: Ach, der! Ihre Ironie half nun auch uns über das Unglück hinweg. Blandine nahm sich denselben Ton heraus: Ach die! Was hatte sie für hässliche Beine! Aber das ging dann zu weit mit dem grimmigen Humor. Nur, was tun, um die Bilder aus unseren Köpfen zu vertreiben, die Vergewaltigung, das Erdrosseln, und dass wir alle zu spät gekommen waren?

Nach der Zwiebel, die sie sogar nachts unterm Hemd getragen hatte, haben wir überall gesucht. Lisons vier Töchter spielten dasselbe Spiel, das Émilies Sohn mit der Uhr seiner Mutter spielte. Da aber die Zwiebel ihrer Mutter
verschwunden war, sprachen sie mit der Mapuchepuppe, die Lison einmal geschenkt bekommen hatte. Nach einem Monat der Trauer und Wut besuchte uns ein junger Eingeborener, den wir ein- oder zweimal mit Lison hatten reden sehen. Er eröffnete uns, dass er vom Tag ihrer Ankunft an ihr Liebhaber gewesen sei. Unglaublich.

Wir fragten die Töchter, und die bestätigten, dass ihre Mutter sich jede Nacht mit ihm getroffen hatte und immer im Morgengrauen zurückgekehrt war. Lison hatte diesen Mapuche Freitag genannt, als hätte sie ihn auf die Robinson-Crusoe-Insel mitnehmen wollen. Da war sie wieder, Lisons Ironie. Die Mädchen liebten Freitag über alles und hatten nicht verstanden, warum er nach der Tragödie verschwunden war. Deshalb erzählten sie alles, was sie tagsüber erlebt hatten, der Mapuchepuppe. Wir vertrauten Freitag, der ebenso wenig wie wir wusste, was es mit dem Mord auf sich hatte. Am Abend vor ihrem Tod war Lison nicht zu ihm in die Hütte gekommen.

Als er erfuhr, dass wir in Kürze zur Insel Juan Fernandez aufbrechen würden, bat er uns inständig, ihn mitzunehmen. Er würde sich um Lisons Töchter und um Émilies Sohn kümmern. Wir hatten den Eindruck, dass er sich bedroht fühlte. Ein Mann unter uns? Wir zögerten zunächst, liessen dann die Kinder entscheiden, und die waren begeistert. Wir sollten nie bereuen, ihn bei uns zu haben. Ohne ihn wäre es schwierig gewesen, sich auf der Insel einzurichten. Er kannte Pflanzen und Tiere, kochte mit wilden Kräutern. Als er uns später auf Tahiti verliess, mussten wir uns eingestehen, dass wir alle etwas Eigenartiges für ihn empfunden hatten, eine Mischung aus Mutterliebe und Zärtlichkeit, die uns daran gehindert hatte, ihm Avancen zu machen.

Als Lisons Mutter in Saint-Imier vom Tod ihrer Tochter erfuhr, schrieb sie uns und teilte uns mit, dass Lison ihr in einem Brief erzählt habe, sie sei den Uhren von Colette und Juliette auf der Spur. Sie fragte uns, ob wir Neues über die Zwiebeln wüssten. Der Brief war erst sehr spät über Talcahuano zu uns auf die Insel gelangt, was unsere Ahnung noch verstärkte: Lison musste etwas entdeckt haben. Hinter den drei erdrosselten Frauen verbarg sich ein Geheimnis, das eines Tages aufgeklärt werden würde. Und an diesem lang ersehnten Tag würden wir nicht mehr zögern, eine schwarze Fahne zu schwenken.

Einige Erklärungen, damit die Leserinnen und Leser verstehen, wer diese Zeilen geschrieben hat und warum.

© Yvonne Böhler

Daniel de Roulet

Geboren 1944, war Architekt und arbeitete als Informatiker in Genf. Seit 1997 Schriftsteller. Autor zahlreicher Romane, für die er in Frankreich mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet wurde. Für sein Lebenswerk erhielt er 2019 den Grand Prix de Littérature der Kantone Bern und Jura (CiLi). Daniel de Roulet lebt in Genf.


Buch: «Zehn unbekümmerte Anarchistinnen», Daniel de Roulet. Aus dem Französischen von Maria Hoffmann-Dartevelle, Limmat Verlag, Zürich

Alle deutschen Rechte vorbehalten © 2017 by Limmat Verlag, Zürich
ISBN 978-3-85791-839-1
(Arbeits-)Titel des französischen Originals: Quelques femmes insouciantes. Dix petites anarchistes. Libella 2018. © Daniel de Roulet

Was bisher geschah:

Einen weiteren spannenden Fortsetzungsromane – mit royalen Geschichten aus der Schweiz– finden Sie hier.

Das könnte sie auch interessieren

Fortsetzungsroman

«Zehn unbekümmerte Anarchistinnen» 9

9. Kapitel: Mathilde, die Tochter eines verbannten israelitischen Arztes, marschiert an einer Demonstration mit und findet dort ihr ruhmreiches Ende.

Fortsetzungsroman

«Zehn unbekümmerte Anarchistinnen» 8

8. Kapitel: Uhrmacherin und Regleuse Germaine erkrankt an Cholera und offenbart, dass ihre Jugendliebe nur mit ihr erlöschen wird.

Fortsetzungsroman

«Zehn unbekümmerte Anarchistinnen» 7

Siebtes Kapitel: Blandine findet, nachdem sie den Emigrantinnen bis nach Buenos Aires gefolgt ist, einen Vorwand, um in die Heimat zurückzukehren.

Fortsetzungsroman

«Zehn unbekümmerte Anarchistinnen» 6

Im sechsten Kapitel finden Adèle und die anderen Emigrantinnen eine anarchistische Gemeinschaft und einen Ort, an dem das Paradies zum Greifen nah ist.