«Hintergründe» (1)

Es war der erste Morgen dieses Sommers im Landhaus. Die Sciora schaute vergnügt um sich. Da war der blaue Teppich mit der seltsam verschnörkelten roten Insel in der Mitte, da waren die gemalten Blumen an den Wänden.

Sie waren gross, sechsblättrig und herrlich rot, mit einem blauen Herzen, in das mit den Augen zu versinken eine der Morgenfreuden war. Wie Stationen stehen die Blumen ringsherum, dachte die Sciora, an jeder wäre eine kleine Andacht zu verrichten. Da klopfte auch schon die Köchin Marta, um die Tasse Kaffee zu bringen. 

Während die Sciora diesen langsam trank, besprach Marta, wie jeden Morgen, was sie kochen wolle, dann die Neuigkeiten des Dorfes und das Wetter. Es war viel zu berichten. Kurz bevor sie zum Zimmer hinausging, kehrte sich die Marta nochmals um und sagte: «Ja, der grosse Hund, das habe ich ganz vergessen zu sagen, der grosse Hund, so sagen die Frauen, ich weiss es nicht, ich habe nichts gesehen …» Die Sciora ruft schon ahnungsvoll und ungeduldig: «Nun, so sag es endlich, was hat der grosse Hund?» 

Die Marta stammelt, der grosse Hund habe im April die Ziegenherde gejagt und da seien: «aber Sciora, niemand kann es bezeugen, da seien drei Ziegen, aber eine davon, glauben Sie, Sciora, eine davon war nur ganz klein, noch gar keine rechte Ziege, also drei Ziegen seien in den Abgrund gestürzt, sagen die Frauen.» Jetzt war es heraus. Die Sciora, jäh aus ihrer schönen Morgenträumerei gerissen, fragte die Marta, warum sie ihr denn das nicht früher berichtet hätte. 

Diese meinte, es sei ja gerade vor Pfingsten gewesen und, obschon sie zwar gewusst hätte, dass die Sciori dieses Jahr zu Pfingsten nicht kämen, so habe sie gedacht, vielleicht kämen sie doch, und darum habe sie nichts geschrieben von dem Unglück. Die Sciora kannte diese merkwürdigen Antworten schon so gut, dass sie gar nicht weiter fragte, warum ihr denn nicht wenigstens nach Pfingsten berichtet worden wäre. Marta musste aber die Frage spüren, denn sie fügte von sich aus bei, die Hände ineinanderschlagend: «Und dann hätte die Sciora ja einen so grossen Kummer gehabt, den wollte ich ihr nicht bereiten.» 

Allein geblieben, sann die Sciora dem Ungemach nach. Also der Hund hatte wieder Unfug angerichtet. Schon zu Weihnachten war es ihr vorgekommen, dass er hier oben allein mit der Köchin verwildere. Sie erinnerte sich, wie er im Winter begonnen hatte, alle Kinder auf der Strasse in den Schnee zu werfen. Er legte sich über sie, sperrte sein grosses Maul auf und leckte sie zärtlich ab. Brüllend gingen die Kinder nach Hause, der grosse Hund habe sie fressen wollen. Auch auf die Postfrau hatte er es abgesehen. Es ist eine kleine dicke Frau, im Winter kugelrund wegen der vielen Röcke und Umschlagtücher. Auf sie wartete er. 

Kaum kam sie zu der bestimmten Zeit mit ihrer Briefträgermappe um die Ecke, so stürzte er ihr entgegen, stand an ihr in die Höhe, er war viel grösser als das Frauchen, und begann sie zu umarmen und seine Schnauze an ihrem Hals zu reiben. Die Frau kreischte, sie versuchte, das Tier abzuschütteln, doch war sie durch ihre vielen Kleider und die Mappe gehindert. Man musste ihr zu Hilfe kommen. 

Komisch, dachte die Sciora, sehr komisch, aber das geht nicht. Der Schulmeister hatte denn auch einmal, als er im Winter zum schwarzen Kaffee bei den Sciori eingeladen war, ein schweres Wort fallen lassen: Den Hund sollte man töten, es gibt sicher noch ein Unglück. So hatte er gesagt, worauf alle geschwiegen hatten. Als der Hund die Sciora selbst aus Übermut die ganze Treppe vor dem Haus heruntergeworfen hatte, so dass sie mit dem Kopf in den Schnee zu stecken gekommen war und nicht mehr allein herausfand, weil der Hund voller Freude auf ihr herumsprang, da sah sie ein, etwas müsse geschehen. 

Und sie tat sich um nach einem Erzieher für das Tier. Es fiel ihr eine zierliche Frau ein, die unten im Tal Dachshunde züchtete. Diese war einmal über das grosse, schöne, seidenhaarige Tier in Entzücken geraten und hatte sogar von ihm geträumt. Sie willigte ein, die Erziehung zu übernehmen, und der Hund wurde ihr gebracht, doch zeigte es sich, dass er der kleinen Frau in keiner Weise gehorchen wollte. So musste ein Hundevater gefunden werden, der für ein schönes Geld es übernahm, dem Tier Manieren beizubringen. Drei Monate war der Hund bei ihm in Pension geblieben. Und wirklich wusste er nachher, was gehorchen ist, wenigstens zeigte er, dass er es wisse, aber er tat es eigentlich kaum. 

Immerhin blieb er auf der Strasse vernünftig. Die Kinder des Dorfes gewöhnten sich an ihn, viele liebten ihn, streichelten ihm verstohlen das Fell, wenn er langsam vorbeiging, oder riefen wie eine Litanei seinen fremd lautenden Namen. Die alte Teresa verwöhnte ihn mit Zucker und die Köchin Marta sagte stolz, er sei der Herr des Hauses, wenn die Sciori nicht da seien. Aber nicht jedermann liebte ihn. Man muss das verstehen. 

Die armen Leute hatten wohl erfahren, was das Tier, was seine Dressur gekostet hatte. Sie fanden die Summe lasterhaft hoch, denn sie selbst brachten trotz Arbeit und Sparen kaum ein paar Hundert Franken zusammen im Jahr. Und dann empfanden sie wirklich etwas von dem, was die Marta meinte, wenn sie sagte, der Hund sei der Herr des Hauses. Er war in den Augen der Dörfler der Stellvertreter der Sciori. Gefühle des Neides, ja des Hasses, gegen jene gerichtet, brachten sie dem Hund entgegen. Und umgekehrt versuchte mancher auf dem Umweg über den Hund die Sciori zu treffen. 

So hatte es die Nachbarin Fiorina versucht. Fiorina ist jene alte Frau, die jeden Morgen mit Zuckerwasser ihre Löckchen rings um die Stirn festklebt, so dass sie halten bis am Abend. Sie ist stets sauber gekleidet. Ihr Häuschen ist immer aufgeräumt. Schon am frühen Morgen sitzt sie auf ihrer Laube und schaut, was auf der Dorfstrasse geht. Sie ist allein. Sie ist nicht beliebt im Dorf. Es heisst, sie sei eine schlechte Nachbarin. Mit der alten Teresa ist sie richtig verfeindet. Man weiss nicht mehr warum. Der Grund liegt weit zurück in der gemeinsamen Jugend der beiden Frauen. Die Sciora hatte einmal gehört, es hätten es beide auf denselben Burschen abgesehen gehabt. Was weiss man! 

Jetzt begnügten sie sich damit, einander kleinen Schaden zuzufügen. Vor allem hatten sie ein besonderes Vergnügen, sich gegenseitig ihre Hühner umzubringen, wenn sie sich im Nachbarsgarten verliefen. Die Sciora hatte einst mit Grauen gesehen, wie die alte Fiorina ein Huhn der Teresa unter dem linken Arm trug und mit der rechten Hand sich bemühte, dem Tier den Hals umzudrehen. Es ging nicht leicht. Die Alte drehte und drehte, das Huhn wehrte sich schon längst nicht mehr, aber sie drehte und drehte weiter, wie an einer Kaffeemühle, denn der Hals wollte nicht brechen. Die Sciora hatte geschrien: «Was tun Sie da, Fiorina, das ist ja abscheulich!» Die Alte hatte, ohne mit Drehen einzuhalten, geantwortet: «Was soll ich denn tun? Die Hühner fressen mir den Salat. Die Teresa soll besser auf sie aufpassen. Was soll ich denn tun? Ich habe den Mut nicht, dem Viech mit dem Messer den Kopf abzuschneiden, ich kann kein Blut sehen.»  Als das arme Geschöpf endlich tot war, ging sie hin und legte es vor Teresas Türe. So ist die Fiorina. 

Der Eierdieb

Nun hatte sie, schon wegen der Teresa, etwas gegen die Sciori, und behauptete darum eines Tages, der grosse Hund habe ihr, es war im Frühling, wenn die Hühner viele Eier legen, fünfzig Eier aus dem Stall gefressen. Das ganze Dorf regte sich auf. Der Landjäger kam aus dem grossen Dorf herauf und zog Erkundigungen ein. Die Leute sagten, der Hund sei nicht böse, er tue niemandem etwas zuleide, die Kinder liebten ihn, nein, er sei wirklich kein böses Tier, aber wenn er der Fiorina fünfzig Eier gefressen habe, so sei das ein grosser Schaden. 

Nun kam der Gendarm zur Marta, die angstvoll auf ihn gewartet hatte und bereit war, ihren Hund bis zum Äussersten zu verteidigen. «Fühlen Sie ihn nur an, Herr Gendarm», hatte sie gesagt, «wie fett er ist, ob er es nötig hat, anderer Leute Eier auffressen zu gehen? Er geht zudem nie allein aus, ich schwöre es, nie allein.» Der Landjäger griff dem Tier in das dichte Fell und musste gestehen, dass er sehr gut ernährt scheine, er sei richtig dick und demnach stehle er sicher keine fremden Eier. Er machte seinen Rapport, wonach es eine Verleumdung sei, zu behaupten, der Hund fresse fremden Leuten die Eier aus den Ställen. 

Die Sache ging so weit, dass am folgenden Sonntag der Herr Pfarrer von der Kanzel herunter verkündete, es dürfe niemand mehr dem Hund diese böse Sache nachreden, sie sei nicht wahr. Er wolle es bei dieser Gelegenheit nur einmal gesagt haben: Es kämen Frauen jeden schönen Morgen und nähmen den lieben Gott zu sich, aber sie seien noch kaum zur Kirche hinaus, so sännen sie schon nichts anderem nach, als wie sie ihre Nebenmenschen plagen und verleumden könnten. Alle Weiber in der Kirche horchten auf, es war ein grosser Moment, denn eine jede wusste, von welcher die Rede sei. 

Es war nur recht und billig, dass der Herr Pfarrer diese Fiorina einmal blossstellte. Die Sciora war sicher gewesen, dass es sich nur um eine Bosheit der Alten gehandelt hatte. Später sah sie aber zufällig, wie Marta dem Hund ein Taubenei hinhielt und wie gierig er es verschlang. Es stieg Argwohn in ihr auf. Und da war nun also dieses Unglück mit den Ziegen geschehen, es war sogar schon vor drei Monaten geschehen. Die Sciora, in ihren Gedanken da angekommen, stand auf und ging zu ihrem Mann hinüber. «Hast du gehört?», rief sie. Er hatte nichts gehört, er hatte geschlafen. «Nun, der Hund hat drei Ziegen in den Abgrund gehetzt», warf sie hin. 

Plötzlich setzte sie sich schluchzend auf den Bettrand: «Dieser Hund … und dieses Tal … und dieses Haus … und diese Menschen.» Sie fühlte sich recht unglücklich, ohne genau zu wissen, warum. Der Scior war bereit, ihr in dieser Verstimmung beizustehen, und sagte begütigend: «Es sind ja nur Ziegen.» Aber das half der Sciora nicht. Es waren eben nicht nur Ziegen, die zu bezahlen sein würden, was sie aufwühlte, es war das Hintergründige an der Sache, das schon in den Reden der Marta als ungreifbar durchschimmerte und das sie aus vielen kleinen und grossen Vorfällen her als dasjenige kennengelernt hatte, dem man nie und durch nichts beikommen konnte. 

Sie fühlte sich im Voraus geschlagen. «Diese Menschen», seufzte sie noch einmal, und nach einer langen nachdenklichen Stille fügte sie, aufstehend, bei: «Sollten wir den Hund nicht lieber verkaufen? » Sie erwartete einen lauten Protest ihres Mannes, da er den Hund besonders liebte, doch er schwieg. Später, bei Tisch, fragte der Scior die Marta aus, wie die Geschichte sich zugetragen habe, und umständlich, mit beschreibenden Handbewegungen und einer Mimik, die einer Schauspielerin Ehre eingetragen hätte, erzählte sie, dass der Hund ja niemals allein ausgegangen sei. Nie, sie könne es beschwören. 

Aber da habe sie einmal gewaschen und es habe zu Mittag geläutet und sie habe sich gesagt: Ei, ich habe Hunger, und daraufhin sei sie schnell nach Hause gegangen, etwas essen. Als sie etwa nach einer Stunde wieder in den Garten zurückgekommen sei, habe sie sich gefragt: «Nun, wo ist denn mein Hund?», und sie habe ihn gesucht. «Aber da hat ja der Herr Martino eben an dem Tag die grosse Glocke am Gartentor angebracht, damit die Leute läuten können, denn es wagt sich ja keiner mehr zum Haus, alle haben Angst vor dem Hund, dem guten Tier.» 

Die toten Ziegen

Dem Scior geht die Geschichte zu langsam, er möchte Tatsachen, Tatsachen. Doch Marta lässt sich nichts von ihrer Erzählung stehlen. Man spürt, sie hat sie sich oft vorgesagt, und nun geht es wie am Schnürchen. «Also ich frage den Herrn Martino, ob er den Hund herausgelassen habe. Aber er weiss von nichts. Er hatte gemeint, ich habe ihn mitgenommen. Nun ist der Hund aber nicht da. Wir suchen und rufen. Da kommt er auch schon, ganz friedlich durch die Dorfstrasse hinauf. Wir schimpfen ihn aus und alles ist gut.» 

Nach einer kleinen Pause fährt sie schneller fort: «Aber am Abend sind die Weiber erschienen und haben geschrien, ihre Ziegen seien gefallen. Mir bleibt das Herz stehen. Der Hund? Ja, der Hund habe sie gejagt, die ganze Herde habe er vor sich gegen den Abgrund gejagt. Und jetzt seien die Ziegen eben nicht nach Hause gekommen in den Stall. Ein Mann habe sie drunten liegen sehen, tot. Ich habe dann gesagt, das könne gar nicht sein, aber die Frauen zeterten: Wie, das kann nicht sein, wir haben es doch gesehen. Daraufhin sagte ich: Habt ihr es gesehen, wie die Ziegen fielen? Da mussten die Frauen sagen, nein, aber sie meinten, das tue nichts zur Sache, gefallen seien die Ziegen und der Hund habe sie getrieben. 

Die eine sagte, sie hätten genug Zeugen, wenn der Scior kein Gentiluomo sei, so könnten sie ja weitergehen. Sie meinten vor Gericht. Eine Ziege im Frühjahr sei viel wert. Aber, Sciori, es waren gar nicht drei Ziegen, eine davon war noch ganz klein, keine rechte Ziege, die Milch gibt und überhaupt gar nichts wert, und die eine der grossen Ziegen habe schon so gerochen, hat der Mann gesagt, der hinunterstieg, um wenigstens das Fleisch zu holen … das hätte niemand ausgehalten, da habe man gar nicht rangekonnt, so habe sie gerochen. Also ist diese Ziege doch schon lange im Grund gelegen, nicht erst seit dem Morgen. Und dann hat auch wirklich niemand gesehen, wie die Ziegen fielen, und die Sciori können sagen, es sei einfach nicht wahr.» 

«Die Leute wollen nur mir und Herrn Martino einen Streich spielen», fügte Marta schnell und eifrig bei, als sie sah, dass der Scior sich erhob, «sie wollen uns schlecht hinstellen, so, als ob wir unsere Pflicht nicht getan hätten. Aber ich schwöre, der Hund ist nie ohne mich ausgegangen, das kann auch der Herr Martino beschwören.» Und hochrot verschwindet Marta in der Küche. Vierzehn Tage lang hört man nichts von der Geschichte. Die Sciora denkt schon, es wachse Gras darüber. Aber wie sehr irrt sie sich, wenn sie meint, im Tale lasse man über irgendetwas Gras wachsen!

Und so erscheinen eines Sonntagnachmittags zwei Frauen. Die eine, Ältere, mit einem ordentlichen Gesicht, das Kopftuch richtig gefaltet, so dass zwei Enden neben dem Kinn herunterhängen, wie es im Ort Brauch ist. Die andere mit flackrigen Augen, roten Haaren unter einem liederlich und kokett umgetanen Kopftuch und einem hässlichen, zahnlosen, blassen Mund, der keinen Moment stillsteht. Die Frauen hatten geläutet, die Sciora hatte die grosse Gartentüre aufgemacht, den Hund am Halsband haltend. Kaum sahen die Frauen den Hund, taten sie erschreckt, als ob er sie auffressen könnte.

Die Sciora meinte befremdet, das Tier tue ihnen nichts, ob sie zu der Teresa wollten. Doch da sagten die beiden feierlich zusammen: «Nein, zu Ihnen, Sciora.» Und da wusste sie, es war wegen der Ziegen. «Nun, so kommt herein», sagte sie und ging voraus bis zur ersten Bank. Dort blieb sie stehen: «Also?» Nun rasselten die beiden Frauen einen Vers herunter, den sie ebenso gut auswendig gelernt hatten wie die Marta den ihrigen. Der Bericht fing beim Morgengrauen jenes Tages an, vergass weder Wetterbericht noch Gesundheitszustand der betreffenden Menschen und Tiere, und näherte sich dann nach und nach dem kritischen Moment, wo die Herde unter dem Palazzo graste, friedlich, und der Hund auf einmal wie ein Teufel hineingefahren sei. 

Er sei auf und ab gerast, hinter den entsetzten Ziegen her, und die Glöcklein hätten geläutet, die Ziegen seien gesprungen. Die Sciora winkte überwältigt mit der Hand, sie möchten einen Moment aufhören mit reden, und fragte dann, ob sie Zeugen hätten. Die Rothaarige zwinkerte mit den Augen, verzog ihren Mund zu einem Lachen und sagte, sie müsse sie nur benachrichtigen. Sie wollte noch weiterreden, doch die Ältere verstand, dass es jetzt klüger sei, zu gehen und mit Zeugen wiederzukommen. So verzogen sich die beiden, nachdem sie nochmals mit gut gespieltem Erschrecken nach dem Hunde geschielt hatten. 


«Tessiner Geschichten»

Portrait der Schriftstellerin Aline Valangin

© Limmat Verlag

Aline Valangin (1889-1986), aufgewachsen in Bern. Ausbildung als Pianistin. Verheiratet mit dem Anwalt Wladimir Rosenbaum. Im Zürich der Dreissigerjahre empfing und betreute sie in ihrem Haus Emigranten und Künstler. Tätigkeit als Psychoanalytikerin, Publizistin und Schriftstellerin. Befreundet mit Ignazio Silone und in zweiter Ehe verheiratet mit dem Komponisten Wladimir Vogel. Ab 1936 lebte sie im Tessin in Comologno und Ascona.

Die «Tessiner Erzählungen» erschienen in zwei Bänden: «Geschichten vom Tal. Neun Geschichten aus dem Onsernone» (1937) und «Tessiner Novellen. Sechs Geschichten aus dem Onsernone» (1939). Den Text «Zu diesem Buch» hat Aline Valangin für die Neuauflage 1981 der «Tessiner Novellen» geschrieben.


Typographie und Umschlaggestaltung von Trix Krebs
Umschlagbild: Linolschnitt von Clément Moreau / Carl Meffert, Frau am Brunnen, um 1934
© 2018 by Limmat Verlag, Zürich
ISBN 978-3-85791-849-0

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