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Ist das Füttern fremder Katzen strafbar?

Leider kommt es immer wieder vor, dass Katzen systematisch von Fremden angefüttert werden, die sich auf diese Weise kostenlos ein Heimtier beschaffen wollen. Dies kann aber durchaus rechtliche Folgen haben. 

Das Füttern fremder Tiere, beispielsweise der Nachbarskatze, ist weder durch das Tierschutzrecht noch durch das Strafgesetzbuch generell verboten. Solange die Nachbarskatze nur gelegentlich und selbstverständlich nur mit unschädlichem Futter verwöhnt wird, sind keine gesetzlichen Konsequenzen zu befürchten. Werden fremde Katzen aber regelmässig oder gar systematisch gefüttert oder mit Futter absichtlich angelockt, kann dies durchaus rechtliche Folgen haben und vom Eigentümer oder der Eigentümerin des Tieres allenfalls auch gerichtlich verboten werden.

Verletzung der Eigentumsrechte

Hat das systematische Anfüttern einer fremden Katze zur Folge, dass diese nur noch sporadisch oder während längerer Zeit überhaupt nicht mehr nach Hause kommt, bedeutet dies für die Katzenhalterinnen und -halter nicht nur einen wesentlichen Eingriff in ihre Gefühlswelt und Privatsphäre, sondern auch auf ihre Stellung als Eigentümer der Katze. Als solche haben sie Anspruch darauf, möglichst viel Zeit mit ihrem Büsi zu verbringen. Ein geplantes Weglocken ihres Tieres stellt daher eine Verletzung ihrer Eigentums-und Besitzrechte dar. In diesem Fall haben Katzenhalterinnen die Möglichkeit, eine Zivilklage einzureichen und die Fremdfütterung verbieten zu lassen. Zudem haben sie jederzeit das Recht, ihre Katze von der Person, die sie anfüttert, herauszuverlangen, falls sie nicht mehr von alleine nach Hause kommt.

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