Kultur

Automaten machen Musik

Das Bild zeigt einen Musikautomaten in Form eines Clowns mit einem Fächer in der Hand und einem Schirm in der anderen Hand.
© Museum für Musikautomaten Seewen SO

Vor 40 Jahren wurde das Museum für Musikautomaten gegründet. Die Jubiläumsausstellung widmet sich vier verschiedenen Themen.

Aus Anlass seines Jubiläums präsentiert das Museum in Seewen SO unter dem Titel «Automatenmusik 4.0» vier thematische Schwerpunkte, die sich im Verlauf des Jahres ablösen. Die erste Ausstellung ist Figurenautomaten gewidmet, die besonders im 19. Jahrhundert beliebt waren. Ab dem 2. Juli stehen Musikdosen im Fokus. Das Prinzip der klingenden «Schachtel» wurde 1796 vom Genfer Uhrenmacher Antoine Favre erfunden. Unter dem Titel «Musikalische Souvenirs» erklingen ab dem 24. September Erinnerungsstücke, die auf die Erfindung des Grammofons zurückgreifen. Den Abschluss machen Schweizer Bahnhofautomaten. Ab dem 10. Dezember kann man diese Wundermaschinen, die in Wartesälen aufgestellt wurden, bewundern und natürlich hören.

Automatenmusik 4.0, 26. 3. 2019 bis 1. 3. 2020, Museum für Musikautomaten, Bollhübel 1, 4206 Seewen, Tel. 058 466 78 80, www.musikautomaten.ch

Konzert

Eine Countrylegende kehrt zurück

Das Bild zeigt Kris Kristofferson bei blauem Himmel vor einem Gewässer.

Country-Sänger und Schauspieler Kris Kristofferson macht halt in Zürich.

Hits wie «Me and Bobby McGee» und «Help Me Make It Through The Night» machten Kris Kristofferson bekannt. Als Songwriter wurde er von Country-Grössen wie Johnny Cash geschätzt. Zusammen mit Cash, Waylon Jennings und Willie Nelson formierte er die Allstar-Band The Highwaymen. Nun geht der 82-jährige Kristofferson mit den Strangers, der ehemaligen Band von Merle Haggard, auf Tournee und macht auch Station in Zürich. Auf dem Programm werden seine Hits stehen, die er 2017 in seinem jüngsten Album «The Austin Sessions» erneut veröffentlichte.

«Kris Kristofferson & The Strangers», 12. Juni, Theater 11, Zürich, Vorverkauf auf www.ticketcorner.ch

Ergraute Stadtindianer

Vierzig Jahre nach ihrem Protestfilm finden sich die damaligen Protagonisten in «Tscharniblues II» erneut zusammen. Ein Zeitdokument.

1979, Hochhaussiedlung Tscharnergut: Vater, Onkel und Freunde des Regisseurs Aron Nick drehen den idealistischen Super-8-Film «Dr Tscharniblues» – ein wildes, ungeschminktes Selbstporträt, quasi ein Ur-Selfie ihrer Generation. Fast vierzig Jahre später versammelt der Regisseur die angegrauten Freunde wieder im Tscharnergut, einem in Beton gegossenen Zeitzeugen. Regisseur Nick geht der Frage nach, was aus den Freunden und ihren Idealen geworden ist. Was haben sie erreicht, und was haben sie verloren?

«Tscharniblues II» von Aron Nick, mit Stüfi, Ribi, Yves, Bäne, Eggi und Brünu, jetzt im Kino.

True Crime

Wer hat Olof Palme erschossen?

Am 28. Februar 1986 wird der schwedische Ministerpräsident Olof Palme auf offener Strasse erschossen. Der Mord ist bis heute nicht aufgeklärt.

Bis zu seinem Tod 2004 recherchierte der Journalist und Erfolgsautor Stieg Larsson die Hintergründe des Mordes an Olof Palme. Jahrelang sammelte er Spuren, folgte Theorien und enthüllte Fakten. 2014 stiess der Journalist Jan Stocklassa auf Larssons umfangreiches Privatarchiv. Im Buch «Stieg Larssons Erbe» verfolgt er Larssons Spuren weiter.

Jan Stocklassa: «Stieg Larssons Erbe». True Crime. Europa Verlag, München 2018, 486 S., ca. CHF 31.90

Leserangebot

Mozart setzt die Krone auf

Zu sehen ist ein Gemälde von Mozart

Vor 240 Jahren hat Mozart die Krönungsmesse geschrieben. Erleben Sie an Pfingsten diesen musikalischen Hochgenuss zur Hälfte des Preises.

Mozart hat fünf Violinkonzerte komponiert, die alle innerhalb von zwei Jahren während seiner Zeit als Konzertmeister am Salzburger Hof entstanden sind. 1779 erhielt er den Auftrag, eine Messe zu schreiben, die Krönungsmesse. Sie gilt als die bevorzugte Komposition für Gottesdienste bei Kaiser- und Königskrönungen sowie bei Dankgottesdiensten. Zum ersten Mal dürfte sie – gemäss Wikipedia – im Rahmen der Krönungsfeierlichkeiten für Kaiser Franz II. verwendet worden sein. Die Zürcher Symphoniker, Chor und Vokalsolisten spielen unter der Leitung des Dirigenten Heiko Mathias Förster das beliebte Meisterwerk Mozarts mit Lara Boschkor, Violine.

Programm

  • Violinkonzert Nr. 5 A-Dur KV 219
  • Messe C-Dur KV 317 «Krönungsmesse»
  • Symphonie Nr. 41 C-Dur KV 551 «Jupiter»

Sonntag, 9. Juni 2019, 17 Uhr, Tonhalle Maag Zürich

  • Kategorie 1: CHF 63.– statt CHF 126.–
  • Kategorie 2: CHF 48.– statt CHF 96.–
  • Kategorie 3: CHF 33.– statt CHF 66.–

Zeitlupe-Leserinnen und -Leser erhalten einen Rabatt von 50%:

Tickets können telefonisch über 044 383 11 22 oder per Mail theaterclub@bluewin.ch bestellt werden.

Beitrag vom 29.05.2019